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Analyse

Schweinefleisch: Mehr Nachfrage aus China

von , am
20.07.2015

China wird seine Einfuhren von Schweinefleisch in der zweiten Jahreshälfte und auch noch bis 2016 hinein steigern. Das sagt die niederländische Rabobank voraus.

Nicht viel Bewegung gab es bei den Preisen in der letzten Juliwoche. © Mühlhausen/landpixel
In ihrem jüngsten Quartalsbericht für den Welt-Schweinefleischmarkt kommen die Analysten der Agrarbank zu der Einschätzung, dass der schrumpfende Schweinebestand in China den globalen Handel ankurbeln wird. Schon von April bis Juni 2015 hat sich der Weltmarkt für Schweinefleisch erholt, allerdings mit der wesentlichen Ausnahme der Europäischen Union, wo die Schlachtschweinepreise weiter fielen. Auch in Japan gaben die Notierungen nach.
 
Davon abgesehen verteuerte sich Schweinefleisch hingegen auf allen übrigen wichtigen Export- und Importmärkten. Der Rabobank zufolge trug ein begrenztes Angebotswachstum dazu bei, dass die Versorgungsbilanzen rund um den Globus entlastet wurden, vor allem aber in den USA, Kanada und China.
 
Aus Sicht von Rabobank-Analyst Albert Vernooij ist die Frage jetzt nur, wann genau die chinesische Importnachfrage zu steigen beginnt, wie groß das Volumenwachstum ausfallen wird und wie sehr sich die Schweinepreise weltweit erholen können. Innerhalb der Europäischen Union besteht jedenfalls viel Luft nach oben für bessere Notierungen. Ein zusätzlicher Grund für feste Schweinepreise sind immer neue Seuchenausbrüche in Mexiko und Südkorea. Sie stützen die Preise und halten den Einfuhrbedarf hoch.
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