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Analyse

Schweinemarkt fehlen die Impulse

von , am
09.07.2015

In der ersten Juliwoche kommen die Schweinepreise ganz leicht nach oben.

© landpixel
 
In der ersten Juliwoche kommen die Schweinepreise ganz leicht nach oben. Das Angebot ist derzeit nicht allzu groß, aber auch nicht wirklich knapp, um einen stärkeren Preisanstieg auszulösen. Zwar ist die Schlachtmenge deutlich von der kritischen 1 Mio.-Marke entfernt, jedoch werden gleichzeitig deutlich mehr Schweine geschlachtet als im vorigen Jahr zum gleichen Termin.
 
Etwas Unterstützung könnt indessen die Hitzewelle der letzten Tage bringen, die auch das Wachstum der Schweine deutlich verlangsamt haben dürfte. Für einen kräftigen Schub der Grillfleischnachfrage war sehr große Hitze jedenfalls auch nicht ideal, zumal der erste Grillhunger allmählich gestillt sein dürfte. Am Terminmarkt erwartet man für den Juli derzeit einen sehr moderaten Preisanstieg.
 
VEZG-Preis steigt leicht um 2 Cent
In der zweiten Juliwoche (07.07) wurde der bis zum nächsten Mittwoch (15.07) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine um 2 Cent auf 1,42 Euro je kg SG nach oben gesetzt. Die Preispanne lag bei der aktuellen Notierung zwischen1,40 und 14,5 Euro je kg SG.
 
Bei der ISN- Internet-Auktion am Dienstag (06.07) hatte man die die Schweine ebenfalls zu einem 2 Cent höheren Preis mit 1,48 Cent gehandelt. Die Preisspanne lag zwischen 1,46 Euro/kg und 1,49 Euro/kg. Bei der Auktion wurden allerdings nur 45 % der angebotenen Schweine auch verkauft. Am vorigen Freitag (03.07) war der Preis auf der ISN-Auktion bereits um 2 Cent auf 1,46 Euro gestiegen.
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Schlachtzahlen deutlich höher als 2014
Die Zahl der wöchentlich geschlachteten Schweine nahm in der letzten vom BLE gemeldeten Abrechnungswoche bis 06. Juli leicht zu und liegt weiterhin sehr deutlich über den Schlachtmengen aus dem Vorjahr. Mit 947.484 geschlachteten Schweinen wurden 0,7 % mehr Tiere abgerechnet als in der Woche davor (940.382). Damit war die aktuelle Schlachtmenge jedoch 6,2 % (!!) größer als in der vergleichbaren Vorjahreswoche (892.853).
 
In den ersten 27 Wochen des Jahre bis Anfang Juli, war die Zahl der in Deutschland geschlachteten Schweine etwa 2,7 % größer als im letzten Jahr. Die Zahl der geschlachteten Sauen war in der aktuellen Woche bis 06. Juli mit 16.833 Tieren 2,8 % kleiner als in der vorigen Woche (17.355) und etwa gleich auf mit der Sauen-Schlachtung im vorigen Jahr (19.831) zu diesem Termin.
 
Sauenpreise fallen unter 1,0 Euro
Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 06. Juli durchschnittlich an die Landwirte ausgezahlten Preis für Schweine der Handelsklasse S lag bei 1,45 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse E erhielten die Landwirten 1,41 Euro/kg SG. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 28.06) waren die Auszahlungspreise für S-Schweine damit 4 Cent niedriger. Für E-Schweine wurden 5 Cent niedrigere Preise ausgezahlt.
 
Im Vergleich zum Vorjahr waren die Schweinepreise zum aktuellen Abrechnungstermin 33 Cent niedriger. Im letzten Jahr (2014) waren die Schweinepreise in der vergleichbaren Woche von 1,79 Euro je kg SG auf 1,74 Euro je kg SG um 5 Cent zurückgegangen. Schlachtsauen (M) wurden in der Schlachtwoche bis zum 05. Juli nur noch mit 0,97 Euro/kg SG abgerechnet und damit zu 3 Cent niedrigeren Preisen. Im Vergleich zum letzten Jahr (1,40) sind die Preise für Schlachtsauen derzeit 43 Cent niedriger.
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Terminmarkt  nur 5 Cent über Kassapreisen
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) lagen die Preiserwartungen für den Juli am heutigen Mittwoch (08.07) nur noch bei 1,47 Euro und damit 3 Cent niedriger als in der vorigen Woche (1,50) und 5 Cent über dem aktuellen VEZG-Preis. Der August notierte bei knapp 1,53 Euro und damit unverändert zur vorigen Woche (1,53). Der September wurde mit 1,50 Euro gehandelt und damit eben so teuer wie letzte Woche (1,50) und der Oktober geht nochmals um 1 Cent zurück auf 1,52 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke
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