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Analyse

Schweinepreise bleiben weiter unten

von , am
06.11.2014

Die Anzahl der geschlachteten Schweine hat zum Monatswechsel leicht abgenommen. Gleichzeitig liegt die Wochenschlachtung deutlich über den Werten aus dem Vorjahr.

© Mühlhausen/landpixel
Die Anzahl der geschlachteten Schweine hat zum Monatswechsel leicht abgenommen. Gleichzeitig liegt die Wochenschlachtung unverändert deutlich über den Werten aus dem Vorjahr. Eine wirkliche Marktentlastung von der Angebotsseite ist das jedenfalls nicht, zumal die Schlachtwoche regional durch einen Feiertag verkürzt wurde. Der Absatz von Fleisch in Richtung Einzelhandel läuft relativ reibungslos, reicht aber offenbar nicht aus, um die Preise nach oben zu ziehen. Damit bleibt das (große) Angebot an Schweinen der auschlaggebende Faktor für die weitere Preisentwicklung. Am Terminmarkt bleibt man wegen der aktuellen Markt-Verhältnisse jedenfalls unverändert pessimistisch. Für den November liegen die Preiserwartungen weiterhin unter dem aktuellen Marktpreis.
 
Schweinepreise verändern sich nicht
An diesem Mittwoch (05.11) wurde der bis zum nächsten Mittwoch (12.11) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine ein weiteres Mal unverändert mit 1,40 Euro/kg SG notiert. Die Preisspanne der abgegebenen Preismeldungen bewegt sich ebenfalls unverändert zwischen 1,40 Euro und 1,43 Euro/kg SG. Damit verharren die Schweinepreise in Deutschland weiterhin auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2011. Am Dienstag (04.11) hatten die Schweinepreise auf der Internetversteigerung der ISN um 1 Ct auf 1,45 Ct nachgegeben. Damit liegt der Preis der ISN-Internetbörse 5 Ct über dem aktuellen VEZG-Preis. Die Preise bei der Internetschweinbörse bewegten sich in einer Spanne von 1,44 Euro/kg bis 1,47 Euro/kg. Der Vereinigungspreis für Schlachtsauen wurde Ende der letzten Woche (30.10) unverändert mit 1,15 Euro/kg SG notiert, in einer etwas höheren Spanne von 1,15 Euro bis 1,18 Euro.
 
Schlachtzahlen bleiben höher als 2013
Die Zahl der geschlachteten Schweine ging in der letzten Abrechnungswoche etwas zurück. Mit insgesamt 993.527 geschlachteten Schweinen wurden rund 3,1 % weniger Schweine abgerechnet wie in der Woche zuvor (1.025.424). Gleichzeitig war die aktuelle Schlachtmenge jedoch 3,6 % größer als in der vergleichbaren Vorjahreswoche (2013). Damit übertreffen die Schlachtzahlen jetzt die dreizehnte Woche in Folge die vergleichbaren Vorjahreswerte. In der Summe der ersten 44 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014 (Januar bis 02. November) ist die Zahl der insgesamt geschlachteten Schweine etwa 0,6 % größer als 2013. Die Zahl der geschlachteten Sauen ging in der letzten Woche (bis 02. November) um 2,3 % auf 18.618 Tieren zurück.
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Preise für Schlachtsauen etwas höher
Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 02. November durchschnittlich ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse S lag bei 1,45 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse E wurden den Landwirten 1,41 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 26.10) blieben die Auszahlungspreise für S-Schweine und für E-Schweine damit unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Schweinepreise zum aktuellen Abrechnungstermin (02. November) rund 26 Ct niedriger. Im letzten Jahr (2013) gaben die Schweinepreise in der vergleichbaren Woche von 1,75 Euro/kg auf 1,69 Euro/kg nach. Schlachtsauen (M) wurden in der aktuellen Schlachtwoche bis zum 02. November 2014 mit 1,19 Euro/kg SG zu 1 Ct höheren Preise abgerechnet.
 
Terminmarkt erwartet keine Preiserholung
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) blieben die Kontraktpreise für Schlachtschweine für den November unverändert niedrig und man geht für den laufenden Monat offenbar nicht mehr von einer Preiserholung aus. Für den Dezember haben sich die Preiserwartungen hingegen etwas erholt. Derzeit liegen die Kontraktpreise für den November (und für die folgenden Monate) unter den derzeitigen Auszahlungspreisen. Am Mittwoch (05.11) wurde der Novemberkontrakt am Terminmarkt mit 1,36 Euro/kg SG notiert und damit auf dem gleichen Niveau wie in der Vorwoche (1,36) und 4 Ct unter dem aktuellen VEZG-Preis. Der Dezember wurde mit 1,39 Euro gehandelt und damit 4 Ct teurer als letzte Woche (1,35 Euro). Im Januar 2015 erwartet man unverändert nur noch Schweinepreise von 1,32 Euro/kg und auch für den Februar 2015 (1,32) geht man von derzeit von einem ähnlichen Niveau aus.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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