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Analyse

Schweinepreise fallen unter 1,30 Euro

von , am
05.01.2015

Der Druck am Schweinmarkt bleibt auch zum Beginn des Jahres 2015 groß.

© Mühlhausen/landpixel
 
Der Druck am Schweinmarkt bleibt auch zum Beginn des Jahres 2015 groß. Zum Jahreswechsel sind die Schweinepreise (VEZG) zum ersten Mal seit dem Januar 2011 wieder unter die Marke von1,30 Euro gefallen. Einige Schlachtunternehmen hatten bereits vor der Notierung (niedrigere) Hauspreise gezahlt. Auch für die nächsten Wochen sind die Aussichten offenbar nicht viel besser. Das verdeutlicht sowohl die aktuelle Produktionsprognose der EU-Kommission für Deutschland als auch die aktuellen Viehzählungsergebnisse von November. Danach sind die für das erste Quartal 2015 erwarteten Schlachtzahlen in Deutschland höher als im Vorjahr.
 
VEZG-Preis gibt weiter nach
Kurz vor dem Jahreswechsel (30.12) wurde der bis diesen Mittwoch (07.01) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine um weitere 4 Ct auf nur noch 1,28 Euro/kg SG gesenkt. Die Spanne der Preismeldungen lag zwischen 1,28 Euro bis 1,32 Euro. Schlachtsauen (M) wurden zuletzt mit 1,06 Euro/kg SG notiert. Die nächste Internetversteigerung der ISN findet am morgigen Dienstag (06.01) statt. Der Preis der letzten ISN-Internetbörse (16.12) lag bei 1,35 Euro. Aktuelle Abrechnungspreise der Schlachtunternehmen für die letzten beiden Abrechnungswochen des Jahres 2014 liegen bislang noch nicht vor. Auch über die Anzahl der in den letzten beiden Wochen des Jahres 2014 geschlachteten Schweine gibt es derzeit noch keine Angaben.
 
Preiserwartungen bleiben unten
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) liegen die Preiserwartungen für den Januar 2015 am heutigen Montag (05.01) bei 1,30 Euro/kg und damit ebenso so hoch wie Ende Dezember (1,30) und 2 Ct höher als der aktuelle VEZG-Preis. Für den Februar liegen die Preiserwartungen unverändert bei 1,31 Ct/kg und für den März 2015 liegen die Terminmarktpreise bei knapp 1,33 Euro. Auch für den April erwartet der Markt derzeit nicht mehr als 1,33 Euro. Erst im Mai rechnet man mit einem Anstieg der Preise auf 1,50 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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