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Analyse

Schweinepreise kommen nicht nach oben

von , am
22.10.2014

Auch diese Woche haben sich die Schweinepreise nicht verändert.Auch diese Woche haben sich die Schweinepreise nicht verändert. Für einen Preisanstieg müssten die Impulse von der Nachfrageseite stärker sein.

© Christine Braune/pixelio
Auch diese Woche haben sich die Schweinepreise nicht verändert. Für einen Preisanstieg müssten die Impulse von der Nachfrageseite stärker sein. Gleichzeitig bleibt die Situation von der Angebotsseite unverändert. Die Zahl der geschlachteten Schweine bewegt sich erneut deutlich über der Marke von 1 Mio. Tieren und übertrifft damit die elfte Woche in Folge die hohen Vorjahreswerte. Andererseits geht der Markt weiterhin von einer moderaten Korrektur der Schweinepreise nach oben aus. Das lässt zumindest der Terminmarkt in Frankfurt erkennen, der für den November weiterhin über der Marke von 1,50 Euro notiert. Für die Termine zum Jahresbeginn 2015 rutschten die erwarteten Schweinepreise hingegen deutlich und sogar unter das aktuelle Niveau nach unten.
 
Schweinepreise verändern sich nicht
An diesem Mittwoch (22.10) wurde der bis zum nächsten Mittwoch (29.10) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine mit 1,40 Euro/kg SG nicht verändert. Die Preisspanne der abgegebenen Preismeldungen bewegt sich zwischen 1,40 Euro und 1,43 Euro/kg SG. Damit verharren die Schweinepreise in Deutschland weiterhin auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2011. Am Dienstag (21.10) hatten die Schweinepreise auf der Internetversteigerung der ISN leicht um 1 Ct auf 1,45 Ct zugelegt. Damit liegt der Preis der ISN-Internetbörse 5 Ct über dem aktuellen VEZG-Preis. Die Preise bei der Internetschweinbörse bewegten sich in einer Spanne von 1,43 Euro/kg bis 1,47 Euro/kg. Der Vereinigungspreis für Schlachtsauen wurde Ende der letzten Woche (16.10) ebenfalls unverändert mit 1,13 Euro/kg SG notiert, in einer Spanne von 1,09 Euro bis 1,14 Euro .
 
Erneut mehr als 1 Mio. Schweine geschlachtet
Die Zahl der geschlachteten Schweine lag in der letzten Abrechnungswoche erneut deutlich über der Marke von 1 Mio. Tieren. Mit insgesamt 1.037.600 geschlachteten Schweinen wurden ähnlich viele Schweine abgerechnet wie in der letzten Woche (1.043.836). Gleichzeitig war die aktuelle Schlachtmenge 3,8 % größer als in der vergleichbaren Vorjahreswoche(2013). Damit übertreffen die Schlachtzahlen jetzt die elfte Woche in Folge die vergleichbaren Vorjahreswerte. In der Summe der ersten 42 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014 (Januar bis 19. Oktober) ist die Zahl der insgesamt geschlachteten Schweine jetzt 0,5 % größer als 2013. Die Zahl der geschlachteten Sauen ging in der letzten Woche (bis 19. Oktober) um 7 % auf 19.115 Tiere zurück.
 
Preise für Schlachtsauen legen leicht zu
Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 19. Oktober durchschnittlich ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse S lag bei 1,45 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse E wurden den Landwirten 1,41 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 12.10) blieben die Auszahlungspreise für S-Schweine und für E-Schweine damit unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Schweinepreise zum aktuellen Abrechnungstermin (19. Oktober) rund 34 Ct niedriger und das Niveau von 2012 wurde um 47 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) blieben die Schweinepreise in der vergleichbaren Woche mit 1,77 Euro/kg unverändert. Schlachtsauen (M) wurden in der aktuellen Schlachtwoche bis zum 19. Oktober 2014 mit 1,17 Euro/kg SG zu 1 Ct höheren Preise abgerechnet.
 
Preiserholung im November; Tiefstpreise im neuen Jahr
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) haben sich die Preise für Schlachtschweine für die vorderen Termine nicht verändert und für die hinteren Termine (2015) nachgegeben. Damit liegen die Kontraktpreise für den November weiterhin deutlich über den derzeitigen Auszahlungspreisen. Am Mittwoch (22.10) wurde der Novemberkontrakt am Terminmarkt mit 1,52 Euro/kg SG notiert und damit eben so teuer wie in der Vorwoche (1,52), jedoch rund 12 Ct über dem aktuellen VEZG-Preis. Der Dezember wurde mit 1,40 Euro gehandelt und damit ebenfalls so teuer wie letzte Woche (1,40 Euro). Im Januar 2015  erwartet man am Terminmarkt nur  noch Schweinepreise von 1,35 Euro/kg und damit nochmals 2 Ct weniger als letzte Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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