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Milchquote: Teurer Abschied bei der letzten Börse

von , am
03.11.2014

Zum letzten Börsentermin ist der Preis für 1 kg Milchquote im Vergleich zum Juli 2014 im bundesweiten Durchschnitt um 3 auf 12 Cent gestiegen. Das teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) heute nach Abschluss der 44. Handelsbörse mit, dem letzten Übertragungstermin vor dem Ende der EU-Milchquotenregelung am 31. März 2015.

© Norbert Lehmann
"Der erneute Anstieg des Börsenpreises zeigt den anhaltend hohen Druck, den die Superabgabe auf unsere Milcherzeuger ausübt", bewertete der DBV das Ergebnis. Der Bauernverband geht davon aus, dass eine Anpassung des Fettkorrekturfaktors für das letzte Milchquotenjahr 2014/15 politisch nicht durchsetzbar sein wird.
 
Im Übertragungsgebiet West wechselte die Quote für 14 Cent je kg den Besitzer, also 4 Cent mehr als im Juli 2014. Im Übertragungsgebiet Ost betrug der Gleichgewichtspreis 5 Cent, damit 1 Cent weniger als beim vorangegangenen Börsentermin.
 
Im gesamten Bundesgebiet wurden in der Herbstbörse 363.866 t Milchquote übertragen. Das entspricht einem Anteil von 1,2 Prozent an der nationalen Garantiemenge. An der letzten Börse wurde damit eine Rekordmenge gehandelt, die mit knapp 60.000 t über der Höchstmenge vom April 2011 lag. Insgesamt wurden 397.575 t Milchquote angeboten und 506.237 t nachgefragt. Damit überstieg die Nachfrage das Angebot um 108.662 t. Von der bundesweiten Handelsmenge entfielen 293.164 Tonnen auf das Übertragungsgebiet West und 70.702 Tonnen auf das Übertragungsgebiet Ost.
 
Die Zahl der Börsenteilnehmer betrug 9.440 und war damit fast doppelt so hoch wie auf der letzten Sommerbörse. Rund 86 Prozent aller Teilnehmer waren erfolgreich, davon 4.403 Anbieter und 3.674 Nachfrager. 74 Prozent aller Nachfrager konnten bedient werden.
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