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Mischfutterindustrie blickt skeptisch voraus

von , am
16.09.2015

Die Mischfutterindustrie blickt skeptisch in die Zukunft. Die aktuell schlechten Perspektiven für die Tierhaltung färben auf das Futtermittelgeschäft ab.

© Mühlhausen/landpixel
Erste Rückschläge mussten die Futtermittelhersteller bereits im ersten Halbjahr 2015 hinnehmen. Wegen der rückläufigen Milchpreise gab die Nachfrage nach Rindermischfutter spürbar nach. Wie der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) unter Hinweis auf die amtliche Statistik mitteilte, ging die Produktion von Rindermischfutter im Wirtschaftsjahr 2014/15 insgesamt um 2,3 Prozent auf 6,94 Millionen Tonnen zurück. Dabei war für das Kalenderjahr 2014 noch ein Plus von 3,6 Prozent ausgewiesen worden.
 
Auch die Produktion von Schweinemischfutter wurde zuletzt gedrosselt. Von Juli 2014 bis Juni 2015 wurden insgesamt annähernd 9,90 Millionen Tonnen Mischfutter für die Schweinehaltung produziert. Die Marktlage betrachtet der DVT als stabil. Für Geflügelfutter ergeben sich verschiedene Verlaufsformen: Die Produktion von Legehennenfutter konnte wiederholt an Menge zulegen. Der Markt für Mastgeflügelfutter hingegen stagniert seit gut zwei Jahren und verfehlte das Vorjahresergebnis knapp. Insgesamt schrumpfte die Mischfutterproduktion aller Sorten 2014/15 um rund 78.000 t auf 24,18 Millionen Tonnen. Damit wurde das Rekordergebnis aus dem Vorjahr knapp verfehlt.

Stabile Preise

Trotz der sehr komfortablen Rohstoffversorgung mit Getreide und Soja und der schwächelnden Nachfrage rechnet der DVT nicht mit rückläufigen, sondern mit stabilen Mischfutterpreisen. Gravierende Preisausschläge auf den Einzelfuttermittelmärkten seien momentan nicht zu erwarten. Insgesamt deute sich ein stabiler Preisverlauf für die kommenden Monate an. Sollte die heimische Nutztierhaltung wegen der fehlenden Absatzkanäle im Ausland eingeschränkt werden, müsste sich die Mischfutterbranche nach Einschätzung des DVT vorerst von den hohen Absatzmengen der vergangenen Jahre verabschieden.
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