Gentechnik BASF erwirbt CRISPR-Lizenz

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Der BASF-Konzern hat eine weltweite Lizenz zur Nutzung der „Genschere“ CRISPR-Cas9 erworben. Mit dem neuen Verfahren sollen unter anderem gentechnisch verbesserte Nutzpflanzen entwickelt werden.

BASF erwarb die Lizenzrechte vom US-amerikanischen Broad Institute, einem Forschungszentrum für Biomedizin und Gentechnik des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard Universität in Boston.

Peter Eckes, Leiter der BASF Bioscience Research, erklärte: „Die CRISPR-Cas9-Technologie revolutioniert gezielte Veränderungen des Genoms.“

Ist das noch Gentechnik?

Mit dem Verfahren können einzelne Bausteine des Erbguts, der DNA, exakt ausgeschnitten, ausgetauscht oder neu eingebaut und damit letztlich in ihrer Wirkung verändert werden (Genome Editing). CRISPR ist somit wesentlich präziser und effizienter als bisherige biotechnologische Verfahren. Züchtungsunternehmen sehen darin eine große Chance, im Laufe der Evolution oder der Züchtung verloren gegangene Resistenzeigenschaften im Erbgut von Nutzpflanzen wieder zu aktivieren.

Der Eingriff erfolgt bei diesem Verfahren so gezielt, dass die „editierten“ Pflanzen von herkömmlichen meist nicht zu unterscheiden sind. Das hat eine Diskussion um die Bewertung hervorgerufen: Wenn das Verfahren keine nachweisbare molekularen Spuren im Erbgut der Pflanze hinterlässt, unterliegt diese dann überhaupt dem Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen?

Ausführliche wissenschaftsbasierte Erklärungen der CRISPR-Technologie und ihrer Einsatzmöglichkeiten in der Pflanzenzüchtung finden Interessierte auf der Internetseite transgen.de.