Außenhandel Freihandel: EU und Mexiko geben Gas

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Die EU will das Freihandelsabkommen mit Mexiko schneller überarbeiten, nachdem US-Präsident Trump auf individuelle Handelsabkommen setzt.

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In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Handelsvolumen mit Mexiko verdoppelt.

Die Europäische Union und Mexiko wollen ihre Verhandlungen über ein neues, überarbeitetes Freihandelsabkommen schneller vorantreiben. Darauf haben sich die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der mexikanische Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo Mitte dieser Woche in einem Telefonat geeinigt.

„Gegenwärtig beobachten wir mit Sorge eine weltweite Zunahme protektionistischer Politikmaßnahmen. Es ist daher an der Zeit, dass wir gemeinsam für das Konzept einer globalen, offenen Zusammenarbeit einstehen“, argumentieren Malmström und Guajardo. Sie einigten sich für die kommenden Verhandlungsrunden auf den 3.-7. April und auf den 26.-29. Juni sowie auf ein weiteres Treffen zwischen den beiden Gesprächsrunden.

Handel hat sich verdoppelt

Im vergangenen Jahr begannen die EU und Mexiko Verhandlungen über die Überarbeitung des geltenden Freihandelsabkommens aus dem Jahr 2000. In den vergangenen sechzehn Jahren haben sich die globalen Handelsmuster wesentlich geändert, sodass nun nach Auffassung der Kommission ein breiter gefasstes und umfassenderes Freihandelsabkommen notwendig geworden ist.

Zwischen 2005 und 2015 hat sich der jährliche Warenstrom zwischen den beiden Partnern mehr als verdoppelt, und zwar von 26 Mrd. auf 53 Mrd. €.