Dossier Märzheft 2017 Precision Farming für das Grünland

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In unserem Dossier finden Sie Sorten- und Düngetipps für das Grünland sowie Techniktrends bei der Nachsaat und der mechanischen Grünlandpflege. Außerdem informieren wir über die Technik der Folienbindung für Silage-Rundballen.

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Jörg Möbius, Redaktion agrarmanager

Noch haben überwiegend Frost oder Schnee die Acker- und Grünlandflächen im Griff. Wo möglich, kann schon eine erste Güllegabe ausgebracht werden. Und dann heißt es auch schon an die weitere Düngung und — wo notwendig — an die Nachsaat zu denken.

Bei den Geräten für die Nachsaat ist eine ähnliche Entwicklung wie bei der Gülletechnik zu beobachten: vom oberflächlichen Breitstreuen zur gezielten und in der Menge genau bemessenen Einbringung in den Boden. Vorreiter sind auch hier zu einem großen Teil spezialisierte Landmaschinenhersteller aus den Niederlanden. Bei der Gülletechnik haben die staatlichen Vorgaben zur Einarbeitung die Entwicklung vorangetrieben, bei der Nachsaattechnik ist es die große Bedeutung und effektive Bewirtschaftung des Grünlandes bei unseren nordwestlichen Nachbarn.

Man bedenke, was für ein Fortschritt es ist von der Ausbringung der Nachsaat mit einem Schleuderstreuer über die momentan viel genutzten pneumatischen Sägeräte zu einer oben abgebildeten Durchsämaschine. Das Lohnunternehmen Blunk in Schleswig-Holstein bietet die Nachsaat damit an. Mit 13 km/h Fahrgeschwindigkeit und einer Arbeitsbreite von 5,8 m ist eine ordentliche Flächenleistung möglich. Im Vergleich zum Striegeln wird mit 10 kg/ha deutlich weniger Saatgut benötigt, denn die Keimrate beträgt bis zu 96 %. Eine exakte Saatgutablage und das Andrücken mit der nachlaufenden Nockenwalze bringen bei entsprechender Feuchte ideale Keimbedingungen.

Gute Erfahrungen gibt es auch bei der Nachsaat mit Universaldrillmaschinen wie beispielsweise der Kverneland DG mit CX Ultra-Scharen. Mit 80 kg Schardruck wird das Saatgut etwa 1 cm tief platziert und vom nachlaufenden Striegel wieder mit Erde bedeckt.

Steht dann ein ordentlicher Bestand, heißt es bei intensiver Wirtschaft nach jedem Schnitt düngen. Kommt Gülle zum Einsatz und wird mit einem Schlitzgerät verlustarm eingearbeitet, so ist bei passendem Wetter eventuell ein Schnitt mehr drin als bei oberflächlicher Gülleausbringung. Auf alle Fälle ist mit einem höheren Ertrag zu rechnen. Beim Einschlitzen der Gülle kann zugleich die Nachsaat mit erfolgen, indem das Saatgut in die Gülle gemischt wird.

Bei Rundballenpressen kommen vermehrt Modelle auf den Markt, die Grüngutballen wahlweise mit dem bekannten Netz oder aber einer Folie umwickeln können, um sie in Form zu halten. Die Folienbindung ist zwar teurer als eine Netzbindung. Sie ermöglicht aber, zwei Lagen weniger Stretchfolie zu verwenden. Außerdem lassen sich diese Ballen leicht öffnen und man spart bei der Entsorgung der Ballenhaut das aufwendige Trennen von Folie und Netz, denn es ist nur Folie vorhanden.

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