Mobbing ... und raus bist Du!

Trauriges Kind am Fenster © shutterstock/Tomsickova Tatyana Bild vergrößern
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Viele Landwirte haben inzwischen Erfahrung mit gesellschaftlichen Anfeindungen. Doch die Ausgrenzung des Berufsstandes betrifft nicht nur die Bauern selber. Umfragen zeigen: Schulmobbing gegen Bauernkinder ist keine Seltenheit.

Kinder werden in der Schule, im Sportverein, manchmal sogar schon im Kindergarten aus der Gemeinschaft ausgegrenzt, weil ihre Eltern Landwirte sind. Das Phänomen ist nicht neu. Neu ist aber, dass endlich darüber gesprochen wird und die Eltern wie Kinder nicht mehr das Gefühl haben, allein mit ihrem Problem zu stehen.

Ausgelöst wurde die aktuelle Diskussion um das Bauernkindermobbing durch eine Pressemitteilung des Kinderschutzbundes. Auf Nachfrage von agrarheute.com machte Johannes Schmidt, Vorsitzender des Kinderschutzbundes Niedersachsen, den Umfang der Schikane gegen Landwirtekinder klar: „Fast jede Familie ist betroffen.“ Es seien sogar Fälle bekannt, in denen Familien die Landwirtschaft aufgäben, um ihre Kinder vor gesellschaftlicher Ausgrenzung zu schützen.

Viele Betroffene

Das dlv Online-Panel agriEXPERTS ist der Sache in einer gezielten Umfrage auf den Grund gegangen. Über 800 Landwirte aus Deutschland haben daran teilgenommen. Insgesamt 77 Prozent der Befragten stimmten mehr oder weniger der Aussage zu, dass Kinder aus Landwirtefamilien häufig von Mobbing betroffen sind. Nur jeder fünfte Umfrageteilnehmer konnte dieser Behauptung wenig bis nichts abgewinnen.

Weitere Ergebnisse der Befragung finden Sie grafisch ausgewertet in der Bildergalerie auf dieser Seite.

Eine ausführliche Analyse der Umfrageresultate und der Situation an den Schulen, der Ursachen des Mobbings und wie Familien damit umgehen, lesen Sie in Heft 5 des agrarmanager, das am 26. April erscheint.


Umfrage-Ergebnisse: Die Zahlen zu Mobbing von Bauernkindern