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Optionen - einfach clever

von , am
25.03.2013

In volatilen Märkten sind Verkaufsoptionen eine flexible Alternative zu Terminkontrakten.
Mit sogenannten Puts können Mindestpreise abgesichert werden, ohne sich einen späteren
Preisanstieg abzuschneiden. Der Weg an die Börse ist weniger steinig als oft vermutet.

Stark schwankende Preise sind an den Agrarmärkten zu einem Dauerzustand geworden: Kostete November-Weizen an der europäischen Leitbörse Matif vor fünf Monaten noch fast 250 Euro/t, waren es zuletzt gerade einmal noch 208 Euro/t.
Volatile Preise erhöhen das unternehmerische Risiko, worauf immer mehr Landwirte mit einer Preisabsicherung über die Warenterminbörse reagieren. Der Nachteil der klassischen Preisabsicherung per Terminkontrakt: Der Verkauf von Futures bindet Liquidität, da eine Sicherheitsleistung hinterlegt werden muss, die linear mit der Zahl der offenen Positionen steigt. Zudem muss die Preissicherung über Terminkontrakte aktiv betreut werden, weil die Position am Terminmarkt bei jedem Teilverkauf am Kassamarkt angepasst werden muss, um nicht in die Spekulation zu laufen.
Der wohl größte Nachteil der klassischen Preisabsicherung: Die Preisabsicherung über Terminkontrakte ist starr. Ist ein bestimmtes Preisniveau abgesichert, kann der Landwirt nicht mehr von später steigenden Preisen profitieren.
Eine clevere Alternative ist die Preisabsicherung über börsengehandelte Optionen. Die erfreuen sich auch in der Agrarbranche immer größerer Beliebtheit, wie man an der Umsatzentwicklung für Weizen- und Rapsoptionen an der Matif ablesen kann.
Die Option ist vergleichbar mit einer Versicherung. So wie man Traktoren gegen Unfallschäden versichert, schützt die Verkaufsoption (in der Börsensprache auch "Put" genannt) gegen den "Unfall" eines Preisverfalls. Gegen Zahlung einer Gebühr - die so genannte Optionsprämie - lassen sich an der Börse Mindestpreise absichern. Kommt es anschließend zu einem Preisrutsch, springt die Versicherung ein.
 
 
Wie Sie Optionen in Ihr unternehmerisches Risikomanagement  einbauen können, lesen Sie in Heft 4/2013 des agrarmanager.
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