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Potash an K+S nicht mehr interessiert

von , am
05.10.2015

Die kanadische Potash Corp. hat ihr Übernahmeangebot für den Kasseler K+S-Konzern zurückgezogen.

© Werkbild
Potash Corp. wird den im Juni gestarteten Übernahmeversuch nicht weiter verfolgen, gab das Unternehmen gestern in Kanada bekannt. Zur Begründung verwies der Konzern auf das mangelnde Interesse des K+S-Managements an einer Zusammenarbeit und den raschen Verfall der weltweiten Rohstoffmärkte, der die Aktien führender Kali-Hersteller in den vergangenen vier Monaten um 40 Prozent nach unten gedrückt habe.
 
Potash Corp hatte den Eigentümern von K+S pro Aktie 41 Euro geboten. Nach Darstellung der Kanadier wäre das ein Aufschlag von 59 Prozent auf den gewichteten Durchschnittspreis der K+S-Papiere in den vergangenen zwölf Monaten gewesen. Vorstand und Aufsichtsrat des Kasseler Dünger- und Salzanbieters hatten die Offerte jedoch zurückgewiesen. Auch die Landesregierungen von Hessen und Thüringen hatten sich offen gegen die Akquisition ausgesprochen. Bis zuletzt war spekuliert worden, ob Potash Corp möglicherweise auch eine feindliche Übernahme wagen würde. Die Aktien von K+S befinden sich zum allergrößten Teil in Streubesitz.
 
Ein Zusammenschluss von Potash Corp und K+S hätte die Nummer drei und die Nummer sechs des Welt-Kalimarktes kombiniert und einen neuen globalen Marktführer entstehen lassen. Potash Corp waren an dem deutschen Unternehmen vor allem interessiert, weil K+S im kanadischen Bundesstaat Saskatchewan derzeit mit dem Legacy-Projekt eine riesige Kali-Mine ausbaut, die im kommenden Jahr die Produktion aufnehmen soll.
 
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