Login
Aktuell

Registrierung zur Initiative Tierwohl beginnt

von , am
27.03.2015

Ab dem 1. April können sich Schweinemäster, Sauenhalter und Ferkelaufzuchtbetriebe zur Teilnahme an der Initiative Tierwohl registrieren. Das Registrierungsverfahren für geflügelhaltende Betriebe startet voraussichtlich ab Juli 2015.

© Initiative Tierwohl
Um sich registrieren zu lassen, beauftragt der Tierhalter einen von der Initiative Tierwohl zugelassenen landwirtschaftlichen Bündler seiner Wahl, die Registrierung für seinen Betrieb vorzunehmen. Die Dokumente zur Registrierung stehen auf der Webseite der Initiative Tierwohl zum Herunterladen zur Verfügung. Hier finden interessierte Landwirte außerdem eine Liste aller zugelassenen Bündler. Für die Registrierung sind verschiedene Angaben notwendig: Neben grundlegenden Informationen wie beispielsweise Produktionsart und Anzahl der gehaltenen Tiere, sind insbesondere die ausgewählten Tierwohlkriterien und das Datum, zu dem die Umsetzung dieser Kriterien erfolgen soll, relevant.

Reihenfolge egal

Die erste Registrierungsphase läuft bis einschließlich 28. April. Der Zeitpunkt der Registrierung während dieser Phase ist unbedeutend. Die Entscheidung, welche Betriebe zunächst teilnehmen können, hängt von zwei wesentlichen Faktoren ab. So werden vorerst nur Betriebe berücksichtigt, die die angegebenen Kriterien in einem Zeitraum bis zum 30. September 2015 erfüllen. Nach Beendigung der ersten Registrierungsphase wird geprüft, ob das Fondsvolumen ausreicht, um alle registrierten Betriebe für die Initiative zuzulassen. Anfang Mai werden schließlich die interessierten Tierhalter informiert, ob sie zur Auditierung zugelassen sind.

Fonds wird bereits gefüllt

Nach Zulassung des Tierhalters beauftragt der Bündler die unabhängige Kontrolle durch eine zugelassene Zertifizierungsstelle. Diese prüft im Rahmen eines Erstaudits bei jedem antragstellenden Landwirt die ordnungsgemäße Umsetzung der ausgewählten Kriterien.
 
Diese messbaren Tierschutzkriterien, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen, hat die Initiative Tierwohl in Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Wissenschaft und Tierschutz entwickelt. Darin enthalten sind neben fest definierten Grundanforderungen, die jeder teilnehmende Betrieb einhalten muss, Wahl- und Wahlpflichtkriterien, für die sich die Tierhalter aus einem Kriterienkatalog entscheidet.
 
Die Kriterienkataloge sind ebenfalls auf der Webseite der Initiative Tierwohl verfügbar. Ist das Audit bestanden, erfasst der Bündler die entsprechenden Auszahlungsansprüche. Mit der Freigabe des Auditberichts in der Datenbank ist der Tierhalter in der Initiative Tierwohl anspruchsberechtigt und erhält ein Zertifikat mit einer Laufzeit von drei Jahren.
 
Je nach umgesetzten Kriterien erhalten die Landwirte ein Teilnahmeentgelt, das sich aus einem pauschalen Grundbetrag und einer kriterienabhängigen Vergütung zusammensetzt. Über das Erstaudit hinaus stellen regelmäßige, unangekündigte Folgeaudits die kontinuierliche Einhaltung der Kriterien sicher.
 
Finanziert wird die Initiative vom Verbraucher. Die Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen, führen für die seit Januar 2015 verkaufte Menge an Schweine- und Geflügelfleisch sowie Wurst pro Kilogramm einen festen Betrag an den Tierwohlfonds ab.
Auch interessant