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RWZ will weiter wachsen

von , am
15.04.2015

"Das Jahr 2014 war für die gesamte Agrarbranche sehr anstrengend aufgrund der sehr volatilen Produktmärkte. Die RWZ konnte das Geschäftsjahr aber im Rahmen der Erwartungen abschließen". Mit diesen Worten hat der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ), Hans-Josef Hilgers, heute die Geschäftszahlen der Genossenschaft für das vergangene Jahr präsentiert.

Der Vorstandsvorsitzende der RWZ Rhein-Main, Hans-Josef Hilgers. © Norbert Lehmann
Die RWZ verzeichnete preisbedingt einen Umsatzrückgang um 6,9 Prozent auf knapp 2,5 Mrd. Euro. Damit wurde das ursprüngliche Ziel, ein Umsatzplus von 5 Prozent, deutlich verfehlt. Auch die Umsatzrendite bliebt mit 0,4 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Sehr erfreulich entwickelte sich der Umsatz der Werkstätten. Die Erfassung von Getreide und Ölsaaten übertraf die Planungen. Da der Warenabsatz in der Menge um 3,8 Prozent zunahm, also Marktanteile gewonnen werden konnten, zeigte sich Hilgers mit der Entwicklung insgesamt zufrieden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um 1,5 Mio. Euro auf 16 Mio. Euro verbessert werden. Die Eigenkapitalquote wurde leicht um 0,5 Prozentpunkte auf 21,7 aufgestockt. Den genossenschaftlichen Eigentümern soll eine unveränderte Dividende von 3,25 Prozent ausgezahlt werden.

Übernahme im Gespräch

Für die weitere Unternehmensentwicklung setzt die RWZ auf organisches Wachstum und Übernahmen im angestammten Verbreitungsgebiet und dem angrenzenden Ausland. Einer internationalen Expansionsstrategie erteilte Hilgers allerdings eine Absage. Geplant ist ein weiterer Ausbau des Segments Energie. Die Investitionen sollen im laufenden Jahr von 17 Mio. Euro auf 32 Mio. Euro steigen. Der Vorstandschef deutete an, derzeit in Übernahmegesprächen mit einer Warengenossenschaft zu stehen.
 
Die Ermittlungen des Bundeskartellamtes gegen vermutete Preisabsprachen im Handel mit Pflanzenschutzmitteln, in deren Zug auch die RWZ-Hauptverwaltung in Köln durchsucht worden war, kommentierte Hilgers nicht. Er betonte jedoch, die RWZ habe sich "innerhalb einer Stunde nach Beginn der Durchsuchung" zu umfassender Kooperation mit dem Kartellamt bereit erklärt.
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