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Schmallenberg-Virus gibt weiter Rätsel auf

von , am
31.07.2014

Das sogenannte Schmallenberg-Virus (SBV), das erstmals 2011 in Deutschland nachgewiesen wurde, gibt der Wissenschaft weiter Rätsel auf. Auch ein Forschungsvorhaben von fünf europäischen Veterinärinstituten konnte die Herkunft des Erregers nicht aufklären. Das teilte das Zentrale Veterinärinstitut der niederländischen Universität Wageningen als Koordinator des EU-finanzierten Projekts jetzt mit.

Die Herkunft des Schmallenberg-Virus ist weiterhin ungeklärt. © Beuermann/landpixel
Klar ist, dass es sich um ein Virus der Simbu-Serogruppe handelt, die in Australien, Asien und Afrika verbreitet sind. Das Virus befällt Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen, ist für den Menschen jedoch ungefährlich. Überträger sind blutsaugende Mücken (Gnitzen). Einmal infizierte Tiere bilden einen Immunschutz. Bei trächtigen Tieren kommt es jedoch zu Frühgeburten, missgebildeten Nachkommen und Störungen der Fruchtbarkeit.
 
Nach Angaben der Forschergruppe haben die wissenschaftlichen Untersuchungen viele neue Erkenntnisse über das Virus erbracht. Um den Ursprung des Erregers zurückzuverfolgen, seien jedoch weitere Studien notwendig. Eine Risikoanalyse verschiedener möglicher Einschleppungspfade könnte helfen, für die Zukunft das Eindringen ähnlicher Erreger zu vermeiden. In Deutschland registrierte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) seit Jahresbeginn sieben SBV-verursachte Krankheitsausbrüche, davon vier bei Rindern und drei bei Schafen.
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