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Schnabelkürzen endet 2017

von , am
25.07.2014

Eierzeuger, die nach den Anforderungen des Kontrollsiegels KAT (Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen) produzieren, dürfen ab 2017 nur noch Legehennen mit ungekürztem Schnabel einstallen.

Neuer Tierhaltungsstandard: Ab 2017 bleibt der Schnabel dran. © Werkbild Big Dutchman
In einem Rundschreiben informierte das KAT gestern alle Systemteilnehmer über diesen Schritt. Die Organisation passt damit ihre Anforderungen an die Erlasse der Landwirtschaftsministerien in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern an, die das Schnabelstutzen ab dem 1. Januar 2017 grundsätzlich verbieten. Da diese beiden Bundesländer einen erheblichen Anteil an der Legehennenhaltung in Deutschland haben, weitet das KAT die Auflage aus Wettbewerbsgründen auf alle Systemteilnehmer im In- und Ausland aus. Nach Einschätzung der Organisation ist ohnehin davon auszugehen, dass weitere Bundesländer dem Vorbild von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern folgen werden.
 
Die Niederlande wollen das Schnabelstutzen ab 2018 verbieten. Dänemark ist bereits in diesem Jahr ausgestiegen. In Deutschland sollen die KAT-Teilnehmer gleitend auf das Kürzen der Schnäbel verzichten. Das heißt, bis Ende 2016 mit gestutztem Schnabel eingestallte Hennen dürfen bis zum Ende ihrer Lebensdauer weiter genutzt werden.
 
 
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