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Substratpreisabsicherung: Langfristig denken

von , am
13.02.2013

Günstige Rohstoffe sind das A und O bei der bei der Biogas-Produktion. Die meisten Betreiber von Biogasanlagen planen den Rohstoffeinkauf trotzdem kurzfristig. Längerfristige Lieferverträge scheitern häufig daran, dass dass man sich nicht auf einen fairen Preis einigen kann. Plötzlichen Preissprüngen stehen Anlagenbetreiber so schutzlos gegenüber.

© agrar-press
Günstige Rohstoffe sind das A und O bei der bei der Biogas-Produktion. Die meisten Betreiber von Biogasanlagen planen den Rohstoffeinkauf trotzdem noch immer kurzfristig. Frühestens zur Aussaat, häufig erst kurz vor der Ernte werden Kauf und Preis per Handschlag besiegelt. Längerfristige Lieferverträge scheitern häufig daran, dass dass man sich nicht auf einen fairen Preis einigen kann. Die Folge: Plötzlichen Preissprüngen stehen Anlagenbetreiber schutzlos gegenüber. Und sie müssen damit rechnen, mit der Biogasproduktion tiefrote Zahlen zu schreiben, wenn die Substratkosten aus dem Ruder laufen.
 
Die Terminbörse bietet eine Möglichkeit, das Preisrisiko beim Substrateinkauf zu senken. Dabei muss der Rohstoff nicht über die Börse gekauft werden - die bewährten Lieferbeziehungen vor Ort können bestehen bleiben. Sie kaufen an der Börse lediglich einen Termin-Kontrakt, z.B. für Weizen. Der ist vielerorts die wettbewerbsstärkste Kultur, weshalb sich der Preis der meisten Substrate - von der Biogasrübe bis zum Silomais - fast Eins zu Eins an der Preiskurve für Weizen orientiert. Börsianer sprechen von einer  hohen Korrelation, die eine Preisabsicherung über die Börse überhaupt erst möglich macht. Und der Preiszusammenhang zwischen Weizen und Silomais ist besonders stark, sogar stärker als der zwischen Silomais und Körnermais, der ebenfalls an der Pariser Börse gelistet ist.
 
Die Weizenkontrakte an der Matif haben noch einen weiteren Vorteil: Sie verzeichnen die größten Tagesumsätze. Dadurch kann der Weizenpreis besonders weit im Voraus abgesichert werden (aktuell bis Januar 2016). Die eigentliche Preisabsicherung funktioniert so: Parallel zum tatsächlichen Einkauf von Silomais kaufen Sie für die notwendigen Substratmengen über einen Makler Kontrakte an der Warenterminbörse.
 
Wie die Substratpreisabsicherung an der Börse genau funktioniert, lesen Sie im agrarmanager 3/2013.
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