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Umgang mit Hagelschäden

von , am
06.07.2015

Hagelschäden in druschreifen Getreidebeständen sollten bei einer bestehenden Hagelversicherung umgehend der Versicherung gemeldet werden. Sollte die Schadenfeststellung vor der Ernte jedoch nicht mehr praktikabel sein, können nach Rücksprache mit der Versicherung die Ernte forgesetzt und so genannte Probestücke stehen gelassen werden.

© alabiso/agrar-press
Darauf hat die Vereinigte Hagelversicherung heute hingewiesen. Beim Durchzug einer Kaltfront mit teils heftigen Gewittern und Hagelschlag sind in Deutschland gestern lokal stellenweise erhebliche Hagelschäden eingetreten. Bei dem heißen Wetter in diesen Tagen besteht verstärkt die Gefahr, dass sich weitere schwere Unwetter mit Hagel und Sturm bilden.
 
Wie die Vereinigte Hagel erläuterte, sind Schäden in druschreifen Beständen  umgehend der zuständigen Bezirksdirektion zu melden. Sachverständige werden schnellstmöglich zu den betroffenen Schlägen entsendet, um diese kurzfristig zu begutachten. Durch die Nutzung der digitalen Schadenbewertung Modis soll dies noch schneller als in der Vergangenheit möglich sein.
 
Sollte die Schadenfeststellung vor der Ernte jedoch nicht mehr praktikabel sein, können nach Rücksprache mit der Bezirksdirektion so genannte Probestücke stehen gelassen werden. Dann müssen in der Regel -  je nach Größe des Schlages gelten bestimmte Bedingungen - an den Ecken und in der Mitte des Schlags mindestens fünf Probestücke von je 100 Quadratmeter Größe stehen gelassen werden, um den Schaden  nach der Ernte noch feststellen zu können. Auf jeden Fall ist vor dem Abernten die Zustimmung der Bezirksdirektion einzuholen. Die Mitarbeiter der Vereinigten Hagel stehen für weitere Auskünfte zur Verfügung.
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