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Warnung vor Anhebung der Erbschaftsteuer

von , am
15.10.2014

Vor unbedachten Eingriffen in die Erbschaftsteuer hat der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände, Michael Prinz zu Salm-Salm, anlässlich des heutigen Tages des Eigentums gewarnt.

© Neumann/landpixel
Eigentum sei in der Geschichte der Menschheit eines der umstrittensten Rechte, stellte Salm fest. Aber Gesellschaften, die privates Eigentum abschafften, seien nie lange erfolgreich gewesen. Der wichtigste Antrieb zur Schaffung von Eigentum sei die Möglichkeit, Eigentum an die nächste Generation weiterzugeben.
 
"Wer diesen Zusammenhang durch verschärfte Erbschaftsteuer zerstört, sorgt nur dafür, dass Eigentümer mit zunehmendem Lebensalter alles konsumieren", warnte Salm. "Im Forst wird beispielsweise erst dreimal vererbt, bis das erste Mal geerntet wird. Das bedeutet, dass eine Familie dreimal Erbschaftsteuer bezahlen muss, bis sie aus einem Baum Ertrag erzielt. Forstwirtschaft wäre dann so belastet, dass sogar Wälder abgeholzt werden müssten. Gleichzeitig würde die Gefahr steigen, dass land- und forstwirtschaftliche Betriebe verstärkt an Spekulanten verkauft würden, die sich jedoch weniger für nachhaltiges Wirtschaften interessieren als ein Familienunternehmen", schlussfolgerte Salm.
 
Salm, selbst Eigentümer eines Weinbaubetriebes in der 31. Generation, fordert von den Politikern, vor jedem Eingriff in das Eigentumsrecht die langfristigen Konsequenzen zu prüfen. "Die große Koalition greift zum Beispiel bei der Mietpreisbremse tief in die Eigentumsrechte ein, ohne an die Folgen für die Investitionen zu denken", kritisierte der Vorsitzende. Eigentum sei Basis allen Wohlstands, deshalb sei es wichtig, die Nutzungs- und Verfügungsfreiheit des Eigentums zu garantieren und ein ausgewogenes Erbschaftsteuergesetz zu erhalten.
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