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Westfleisch stellt "Aktion Tierwohl" ein

von , am
16.07.2014

Das Schlachtunternehmen Westfleisch nimmt sein Tierschutzsiegel "Aktion Tierwohl" vom Markt. Offiziell begründet die Genossenschaft den Rückzug mit der Einführung der branchenweiten, unternehmensunabhängigen Initiative Tierwohl für die Schweinehaltung, die voraussichtlich ab 2015 an den Start geht.

Das Schlachtunternehmen Westfleisch stellt seine Aktion Tierwohl ein und beteiligt sich stattdessen an der branchenweiten Initiative zum Tierwohl. © Westfleisch
Allerdings ist es ein offenes Geheimnis, dass Westfleisch mit seinem Tierschutzsiegel am Markt nie den erhofften Erfolg erzielen konnte. Die Gesellschaft fordert zwar ein hohes Tierschutzniveau in der Landwirtschaft. Einen Preisaufschlag für Fleisch und Wurstwaren, die unter strengeren Tierwohlauflagen erzeugt wurden, sind jedoch nur wenige Verbraucher bereit zu zahlen. Das hat Westfleisch in den drei Jahren, in denen die Aktion lief, erfahren müssen.
 
Darum bietet der Start der branchenweiten Initiative Tierwohl der Westfleisch werbetechnisch gesehen eine günstige Gelegenheit, ihr Programm einzustellen. In einer offiziellen Erklärung münzt das Unternehmen es in einen Erfolg seiner Pionierarbeit um, dass mit der Initiative Tierwohl eine anspruchsvollere Haltung von Nutztieren in Deutschland nun zum Standard werde.
 
Über die Einzelheiten der Initiative Tierwohl für die Ferkel- und Schweineerzeugung informiert Heft 8 des agrarmanager, das am 30. Juli erscheint, im Detail. In einem ausführlichen Gespräch erläutert QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff, der die Verhandlungen koordinierte, wie die 4 Cent Tierwohlbeitrag, die der teilnehmende LEH künftig für jedes verkaufte kg Schweinefleisch und Wurst in einen Tierwohlfonds einzahlen will, die Landwirte erreichen, welche Teilnahmevoraussetzungen gelten und mit welchen Sanktionen schwarze Schafe rechnen müssen.
 
 
 
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