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Chinesisches Jubiläum für Holmer: 10 Jahre – 100 Maschinen

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Julia Seitz, Agrartechnik
am
11.11.2016

2006 lieferte Holmer den ersten Zuckerrübenroder nach China. Dieser Terra Dos ging in die Xinjing Provinz im Nordwesten Chinas.

Holmer Terra Dos T4

Die ersten Vorführfahrer in China hatten es nicht leicht. Oftmals waren die Felder nicht richtig gedrillt, so dass die Zuckerrübenvollernter ihre Leistung nicht zeigen konnten. Für die chinesischen Fahrer bedeuteten die Maschinen aus Deutschland den Umstieg vom Fahrrad direkt auf den Terra Dos. Mit Dolmetschern versuchten die Vorführfahrer in der ersten Kampagne die neuen Fahrer so gut es ging auf den Rübenrodern zu schulen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Holmer-Maschinen zu beweisen. Holmer-Vertriebsleiter Jürgen Eifler erinnert sich zurück: „Das waren aufregende Zeiten. Das Team musste die chinesischen Rübenanbauer nicht nur von der Selbstfahrertechnik überzeugen. Es galt auch, den ganzen Prozess umzustellen: Von der Aussaat über die Lagerung bis zur Verladung. Da prallten Welten aufeinander sowohl bei der Rübenernte als auch bei der Kultur.“

In den folgenden Jahren leistete das Holmer-Team viel Anbauberatung – von der Einstellung des Sägeräts bis zum gesunden Rübenbestand. Die Beratung zahlte sich aus und die chinesischen Anbauer lernten ihre Zuckerrübenbestände erfolgreich zu führen. Der Zuckergehalt der Rüben stieg an und das Roden mit dem Terra Dos war nach korrekter Aussaat effizient möglich.  Aufgrund der zunehmenden Nachfrage entschied sich Holmer 2012 einen festen Mitarbeiter nach China zu entsenden, um ständig mit einem Ansprechpartner vor Ort sein zu können.

2015 eröffnete dann die Holmer Repräsentanz in Beijing. Hans Neumann führt das chinesische Büro seit den Anfängen sehr erfolgreich und ist in der Branche bestens vernetzt. Inzwischen hat Holmer eine Kooperation mit der Schwesterfirma Berthoud, die Feldspritzen produziert, und kann den Kunden so noch mehr Unterstützung bei der Rübengesundheit anbieten. Der Terra Felis hat sich als Verladegerät bei den Zuckerfabriken durchgesetzt. Neben der Organisation von zahlreichen Feldtagen, Vorführungen und Messen hat Hans Neumann auch einen Servicepartner vor Ort aufgebaut. So gibt es seit 2012 das BJi-Servicezentrum in Kuitun und seit 2015 das Servicezentrum in der Inneren Mongolei. Die chinesischen Monteure werden regelmäßig in Eggmühl geschult und können die Holmer-Maschinen betreuen. Bei Bedarf werden sie durch das Holmer-Team aus Deutschland oder der Ukraine unterstützt. Auch 2016 verschiffte Holmer wieder Maschinen nach China: Zehn Terra Dos T4-30 wurden am 18. September 2016 in der Inneren Mongolei bei einer feierlichen Zeremonie an ihre neuen Besitzer übergeben. Damit ist im Jubiläumsjahr nun die 100. Holmer-Maschine in China ausgeliefert worden.

 

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