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AT-Fachbeiträge

"Alles aus Stahl" aus der AGRARTECHNIK 03/2014

von , am
26.03.2014

D-Tec als Spezialist für Tankauflieger | Die Güllemengen steigen, die Landwirte setzen immer öfter Ketten mit Ausbring- und Transportfässern ein. Was die Fässer von D-Tec auszeichnet und was sonst noch alles im niederländischen Kesteren produziert wird, haben wir vor Ort erfahren.

{BILD:604638:jpg}Seit 1987 produziert D-Tec Gülletank­auflieger für den niederländischen Markt. Aufgrund des eingeschränkten Platzes auf niederländischen Bauernhöfen entwickelte das Unternehmen von Anfang an gelenkte Fahrzeuge. Diese jahrelangen Erfahrungen haben zu einem Lieferprogramm von klein bis groß geführt: von einfachen bis hin zu den kompliziertesten Vakuum- und  Pumptankaufliegern, die für Gülle, Schlachtabfälle, Schlamm und Viehfutter verwendet werden. Sitz des Unternehmens ist Kesteren in den Niederlanden. Dort wurde die Produktion und Verwaltung zusammengefasst. 2008 gab es noch fünf Produktionsstandorte. Unter dem Markennamen D-Tec produziert der niederländische Hersteller Tank­auflieger, Containerauflieger und Sortiergreifer. Als Schweißfachbetrieb und Komponentenhersteller unter dem Namen Vlastuin werden Chassis, Rahmen, Baggerunterrahmen, Teleskoparme, Kräne und Achskomponeten für verschiedene Hersteller gefertigt, beispielsweise für Kuhn, Kubota oder Caterpillar.
In Kesteren findet die komplette Fertigung statt. Mit hohen Investitionen wurde die Produktivität gesteigert. Laserschneider, Hydraulikpressen und Schweißroboter sorgen für einen zügigen Durchlauf und hohe Qualität. Auch eine neue Lackieranlage wurde errichtet. Heute sind rund 150 Mitarbeiter beschäftigt und erwirtschaften einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro.
 

Leichte Fässer

Geschäftsführer Gerrit van Vlastuin hat die Produktion in den vergangenen Jahren umstrukturiert und die Produktpalette bei D-Tec erweitert.
Der Fokus bei der Entwicklung der Tankfahrzeuge liegt seit der ersten Lieferung auf einem geringen Eigengewicht, geringen Wartungskosten, einem hohen Restwert und einer Kontinuität bei der technischen Ausführung. Dazu Eigentümer und Geschäftsführer Gerrit van Vlastuin: „Dank der ständigen schrittweisen Optimierung können wir heute behaupten, dass wir auf dem Gebiet der Produktqualität und der Einsatzmöglichkeiten für den Kunden ein Optimum erreicht haben. Unsere gelenkten Gülletankauflieger werden auch in Deutschland, Dänemark, Belgien und in der Schweiz eingesetzt. In Norddeutschland und Dänemark oft mit Hilfe einer Saugarmkonstruktion für geringe Be- und Entladezeiten.“Die Stahlfässer bietet D-Tec seinen Kunden in den Größen 28 und 30 Kubikmeter an. Sie werden innen beschichtet und außen lackiert. „Wir haben immer einige Rohfässer auf Lager, um flexibel auf Kundenanfragen reagieren zu können“, berichtet Gerrit van Vlastuin. „Unser Ziel ist es die eigene Produktionstiefe weiter zu vergrößern, um in der Fertigung noch flexibler agieren zu können.“ Derzeit liegen die Lieferzeiten bei etwa drei bis vier Wochen.
 

Wachstumsmarkt

{BILD:604634:jpg}Hauptmärkte für die Transportfässer sind die Niederlande und im zunehmenden Maß auch Deutschland. In Deutschland hat D-Tec mittlerweile vier eigene Verkäufer im Außendienst beschäftigt. Die Containerfahrgestelle vermarktet D-Tec europaweit. Nach einem Wachstum des Marktes in 2012 um 15 Prozent gab es 2013 eine leichte Abschwächung.  „Der Bereich Gülletransport ist vor allem in Deutschland gut gewachsen“, erläutert der Geschäftsführer. „Das abnehmende Containergeschäft konnten wir mit dem Güllebereich kompensieren.“
Für den deutschen Markt entwickelte D-Tec beispielsweise einen nicht gelenkten Gülletankauflieger als Standardauflieger. Ein niedriger Marktpreis und geringe Wartungskosten waren bei dieser Entwicklung ausschlaggebend. „Im Hinblick auf die weiteren Optionen für diesen Tankauflieger war unser Ausgangspunkt, dass alle diese Optionen im Nachhinein sowohl an- als auch wieder abgebaut werden können. Der Vorteil dabei ist, dass jeder Kunde im Nachhinein noch Optionen aufbauen kann, um flexibel auf einen sich ständig verändernden Markt reagieren zu können. Der Restwert dieses serienmäßig produzierten Gülletankaufliegers wird dadurch steigen“, ist sich Geschäftsführer  Gerrit van Vlastuin sicher. Am häufigsten sind die Fässer mit Pumpen aus dem von Börger und Vogelsang ausgestattet. Bei der Befüllung sind Leistungen von sechs Kubikmeter pro Minute möglich. 

Wiegen, Proben und Registrierung

{BILD:604633:jpg}{BILD:604636:jpg}Mit den unterschiedlichen Typen Tank­aufliegern kann D-Tec als Spezialist für den Transport von Gülle, Schlamm und anderen fest-flüssigen Produkten bezeichnet werden. Außerdem bietet D-Tec auch Wiegungen, Probenahmen und die Transportregistrierung an. Dazu Gerrit van Vlas­tuin: „Kunden setzen immer mehr auf die Güllekette, das ist deutlich. Die Anpassung der Güllekette vom Schlepper zur Zugmaschine mit Anhänger und die Umwandlung des gesamten Systems zur Transport- und Ausgabetechnik sind die häufigsten Anlässe für unsere Verkäufe. Wir verzeichnen auch eine deutliche Entwicklung, dass sich die Kunden immer mehr damit befassen, was auf welche Weise aufs Land gebracht wird. Die Messung der aufgebrachten Stickstoff- und Phosphatmengen wird immer wichtiger. Jetzt noch anhand von Betriebsproben und der manuellen Transportregistrierung, aber wir haben auch für Deutschland mit der Entwicklung einer digitalen Transportregistrierung mit Voll- und Leer-Meldung begonnen. Dies wird auch in Deutschland mehr und mehr an GPS-Standorte von Lieferant und Abnehmer gekoppelt werden. In den kommenden Jahren wird dies für Deutschland und Europa wichtig werden. Die Vorteile der GPS-Registrierung sind unter anderem eine einfache Registrierung aller Gülletransporte, pro Lohnunternehmer, pro Fahrzeug, pro Lieferant, pro Empfänger, pro Stunde und anderes mehr sowie die einfache Bedienung. Der Transport von Düngemitteln erfordert eine sorgfältige Registrierung von Daten. Dafür hat D-Tec die Einheit für Automatische Datenregistrierung, kurz AGR-unit, entwickelt. Dieses System wird auf den Tank montiert. Es versendet automatisch die verpflichteten Angaben an die Regulierungsbehörde des niederländischen Landwirtschaftsministeriums. Optionen sind der Datenaustausch und das Ausdrucken des Transportnachweises Tierische Düngemittel. Die AGR-unit verfügt über eine GPS-Positionsbestimmung, GPRS-Mobilfunk für den Nachrichtenversand und eine Steuerung von Systemen. Die digitale Verfügbarkeit der Fahrtdaten bietet viele Möglichkeiten. So werden die Daten nicht nur an die Websites versandt, sondern die Kunden haben selbst auch Einsicht in die Historie. Sogar Be- und Entladeorte werden online auf einer Karte sichtbar. D-Tec hat eigens für die AGR-Systeme ein Servicedesk eingerichtet, an das sich die Kunden mit all ihren Fragen wenden können. (rk)
 
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