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AT-Fachbeiträge

"Aufgeräumt" aus der AGRARTECHNIK 04/2015

von , am
22.04.2015

Mobilitätskonzepte von Sortimo | Bei Fahrzeugeinrichtungen ist das Unternehmen eine feste Größe. Künftig soll das Thema Mobiliät jedoch ganzheitlich angegangen werden.

Wer sich „Intelligente Mobilität“ auf die Fahnen geschrieben hat, muss mehr liefern, als nur Regaleinbauten in Kleinbusse.
Für Reinhold Braun, Geschäftsführer von Sortimo in Zusmarshausen, sind die Zukunftsthemen unter anderem Connectivity (ein Teil muss zum anderen passen), die Verbindung zwischen real und virtuell, ein Mehrwert für den Kunden, Flexibilität (zum Beispiel mit Miet- oder Finanzierungskonzepten), Partnerschaften, Ergonomie und Plug & Play. Gemeinsam mit den Partnern BS Systems, Gedore und Förch hatte Sortimo zu einer Veranstaltung eingeladen, um zu zeigen, wie dies alles mit Leben erfüllt werden kann.

{BILD:633200:jpg}{BILD:633202:jpg}{BILD:633213:jpg}{BILD:633203:jpg}Zu Ende denken
Bisher endet die Mobilität für Sortimo dort, wo das Auto steht. Das neue Produkt WorkMo steht für Work Mobility und ist ein Transport-, Ordnungs-, und Arbeitssystem. Dieses besteht aus tragbaren Modulen, die miteinander kombinierbar sind und durch Koppelhebel verbunden werden können. Die Module  können als Transportmittel oder aber in gekoppelter Form als Arbeitsstation und Werkstattwagen genutzt werden. WorkMo eignet sich so für alle, die ihr Fahrzeug flexibel nutzen wollen (zum Beispiel den Materialtransport, als Werkstattwagen oder Servicefahrzeug), da die Module nicht fest installiert sind und somit jederzeit aus dem Fahrzeug entnommen werden können.
DochWorkMo ist auch ein Ordnungssys­tem. Das Innenleben der Elemente kann mit Schubladen, Ablageböden, Boxen oder Kofferauszügen bestückt werden. Dabei bleibt das System durch seine modulare Bauweise mobil und kann sowohl für die Verladung, als auch den Transport im Fahrzeug in tragbare Einheiten zerlegt werden. Mit Rollern lassen sich die WorkMo-Komponenten von der Werkstatt in das Fahrzeug und vom Fahrzeug auf die Baustelle transportiert. Je nach Baustelle und Bedarf können die stapelbaren Funktionsbausteine zu einer passenden Arbeitsstation zusammengebaut werden.

{BILD:633201:jpg}Belastbar
Außerdem wurde das Sortimo HD-System vorgestellt, das sich durch seine besondere Robustheit gerade auch für die Land- und Baumaschinenbranche eignet. Es besteht größtenteils aus Composite. Dies ist ein stabiler Faserverbundwerkstoff aus hochwertigen Fasern und Harzen. Diese kommen heute in der Automobilindustrie zum Einsatz, wenn es darum geht, Leichtbau und extreme Belastungen zu verbinden. Die glatte Oberfläche soll hohe Belastungen aushalten, darüber hinaus sei das Material stoß- und kratzfest.
Dank schwarzer Farbe ist es verhältnismäßig schmutzunempfindlich und lässt sich leicht reinigen.

{BILD:633211:jpg}{BILD:633210:jpg}Industrie-Standard
Mit von der Partie war auch BS Systems, der Hersteller der L-Boxxen. Das Unternehmen wurde 2012 als Gemeinschaftsunternehmen der Robert Bosch GmbH und Sortimo International mit Sitz in Zusmarshausen gegründet. Die L-Boxx wurde als professionelles Koffersystem entwickelt. Zielsetzung war es von Beginn an, die Arbeitsabläufe professioneller Anwender zu optimieren und so schnelleres und effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Gelingen soll dies durch das einfache Klicksystem zum schnellen Verbinden und Trennen der Boxxen, die mit den Einrichtungen von Sortimo kompatibel sind.
Es ist auch möglich, die Boxxen für Kunden zu individualisieren. Dies nutzen zum Beispiel Förch, Gedore, Fisher, Stihl oder Junkers. Die L-Boxx hat sich, so Fatih Yilmaz, Geschäftsführer von BS System,s zum Industriestandard entwickelt. Reinhold Braun sprach von einer zwei-stelligen Millionenzahl von Einheiten, die sich im Markt befänden.
Neu ist die L-Boxx Mini als kompakte Verpackungsalternative für Kleinsortimente bis 1,5 Kilogramm. Gefüllt mit Schrauben, Nieten und so weiter lässt sie sich nahtlos in bestehende L-Boxxen integrieren und dank Tragegriff einfach entnehmen und transportieren. Ebenfalls erst seit kurzem auf dem Markt ist die LT-Boxx. In ihr findet alles Platz, was  schnell und flexibel zur Hand sein muss. Die große Öffnung und der weit ausschwenkende Tragegriff ermöglichen ein einfaches Beladen und Entnehmen. So finden auch überstehende Teile, wie zum Beispiel große Drehmomentschlüssel einen Platz.

{BILD:633199:jpg}{BILD:633204:jpg}Als Werkzeugkasten
Gedore ist seit fast 100 Jahren ein Begriff für Qualitätswerkzeuge. Was 1919 mit der Schmiede von Schraubenschlüsseln in Remscheid begann, ist heute zu einem international agierenden Unternehmen mit einem breiten Produktspektrum von zirka 16 000 Artikeln herangewachsen. Die Gedore Gruppe ist ein Verbund von Werkzeugspezialisten mit eigenen Produktionsstätten. Die Hauptproduktionsstätte liegt in Remscheid. Die Produkte wurden für den harten Dauergebrauch in den Bereichen Industrie, Automotive, Offshore, Chemie, Luft- und Raumfahrtindustrie, Forstwirtschaft und Regenerative Energien eingesetzt. Weltweit sind circa 2 700 Mitarbeiter weltweit für die Gruppe tätig. Die deutsche Vertriebsgesellschaft, Gedore Tool Center GmbH & Co. KG und Sortimo haben seit 2012 eine partnerschaftliche Zusammenarbeit hinsichtlich gemeinsamer Marketingaktivitäten. Gedore übernahm die vielseitige und erfolgreiche L-Boxx in den Gedore-typischen Hausfarben in ihr Lieferprogramm unter dem Bereich „Intelligente Mobilität“. Die Qualitätswerkzeuge sind damit in einheitlicher Aufbewahrung mit anderen Werkzeuganbietern kompatibel. Gedore stellte neben Handwerkzeugen insbesondere den Schaumstoffkonfigurator und das Gedore Mixx&Click- System zum Thema „Intelligente Mobilität“ vor. Überall da, wo es auf Schnelligkeit, Übersichtlichkeit und Wirtschaftlichkeit ankommt, kann der Modul-Konfigurator eine Werkzeugordnung schaffen – auf die eigenen Arbeitsprozesse, Ressourcen und Systeme abgestimmt. Gedore ist der erste Werkzeughersteller, der ein komplettes System zur Erstellung von individuellen Schaumstoffeinlagen hat.
Außerdem hat Gedore sein Sortiment der L-Boxxen erweitert.

{BILD:633208:jpg}{BILD:633206:jpg}Volles Programm
Förch ist ein Direktvertriebsunternehmen von Werkstatt-, Montage- und Befes­tigungsartikeln für Handwerk und Industrie. Die schon bestehende Kooperation mit Sortimo soll intensiviert werden. Über die bereits bestehende Partnerschaft mit dem Varoboxxen-System hinaus, hat Förch die voll kompatible „simpleco by Sortimo“-Fahrzeugeinrichtung ins Programm aufgenommen. Die Kombination daraus wird als Förch Varomobil allen Kunden angeboten. Handwerkern soll damit ein variables Ordnungssystem für die mobile Bevorratung und Entnahme aller benötigten Artikel im Fahrzeug zum Eigeneinbau angeboten werden. Die Aspekte Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Geschwindigkeit spielen bei Varomobil eine entscheidende Rolle.Die Fahrzeugeinrichtung ist zur Selbstmontage konzipiert. Daher soll es für jeden Handwerker ein Leichtes sein, diese eigenhändig in sein Fahrzeug fachgerecht einzubauen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Gesamtkosten sind dadurch deutlich geringer. Der Versand der Fahrzeugeinrichtungen erfolgt direkt aus dem zentralen Logistik­zentrum in Neuenstadt-Kochertürn. Die Distribution ermöglicht eine gemeinsame Lieferung mit anderen bestellten Materialien innerhalb von 24 Stunden.
Die Varomobil-Fahrzeugeinrichtung wurde speziell für die Baustellen- und Außeneinsatzfahrzeuge von Handwerkern entwickelt. Die unterschiedlichen Varianten ermöglichen es sowohl die vielfältigen Anforderungen der Kunden als auch alle gängigen Fahrzeugmarken abzudecken. Rutschhemmende Bodenplatten und Wandverkleidungen in Leichtbau-Wabenmaterial ergänzen das Programm. (jh)
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