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AT-Fachbeiträge

"Hochleistungsstandort" aus der AGRARTECHNIK 10/2014

von , am
22.10.2014

Service Award Landessieger Nordrhein-Westfalen | Wenn in einem Jahr vier Azubis auslernen und zwei davon sogar Kammersieger sind, so muss der Ausbildungsbetrieb seinen Teil dazu beigetragen haben. Doch auch sonst hat die Technik Center Alpen GmbH einiges zu bieten. Das hat sie beim AGRARTECHNIK Service Award unter Beweis gestellt.

{BILD:619837:jpg}{BILD:619836:jpg}Elf Lehrlinge in der Landmaschinenwerkstatt und zusätzlich zwei Auszubildende im Büro hört sich normalerweise nach einem Betrieb mit mehreren Standorten an. Deshalb mussten wir nochmal nachfragen, ob diese wirklich alle am Hauptsitz in Alpen ausgebildet werden. „Ja“, sagt der Geschäftsführer des Technik Center Alpen (TCA) Klaus Bleker. „Die Nachwuchssicherung ist uns sehr wichtig, denn nur so können wir garantieren, dass auch in Zukunft unser Servicekonzept stimmt. Deshalb bilden wir pro Jahr etwa vier bis fünf junge  Menschen aus.“ In diesem Jahr übernahm die TCA alle vier Auszubildenden. „Schließlich hatten wir sogar zwei Kammersieger aus unserem Betrieb“, sagt der Geschäftsführer stolz. Natürlich ist ein solcher Erfolg auch gut für das Marketing. Um diesen Bereich kümmert sich Sabine Wingels: „Dabei geht es nicht nur darum, uns als den richtigen Geschäftspartner mit bestens ausgebildeten Mitarbeitern zu präsentieren, sondern auch um die Nachwuchswerbung. Mit solchen Aushängeschildern können wir uns auch als attraktiven Arbeitgeber präsentieren.“{BILD:619835:jpg}{BILD:619843:jpg} 

Zweiteilung der Werkstatt

Sabine Wingels kümmert sich um das Marketing bei TCA. Sie war maßgeblich an der Bearbeitung der Service Award-Unterlagen beteiligt.
{BILD:619840:jpg}Natürlich muss auch das Arbeitsumfeld attraktiv sein. Bei TCA gibt es eine Unterteilung in eine Traktoren- und eine Großmaschinenwerkstatt. „Normalerweise sind die Mitarbeiter einer bestimmten Abteilung fest zugeteilt, denn aufgrund der umfangreichen Aufgaben und des nötigen Spezialwissens kann nicht mehr jeder alles können“, sagt Klaus Bleker. „Natürlich beziehen wir die Vorlieben der Mitarbeiter und deren Wünsche mit ein und stellen dementsprechend das Schulungsprogramm zusammen.“ Die Aufteilung der Werkstätten besteht seit fünf Jahren. In der Großmaschinenwerkstatt geht es vor allem um Mähdrescher, Häcksler sowie Rüben- und Kartoffelroder. Die Traktorenwerkstatt kümmert sich außerdem um die Reparatur von Bodenbearbeitungs- und Pflanzenschutzgeräten sowie die Sä-, Gülle- und Landtechnik. Mit dieser Aufteilung und damit, dass TCA seit 2008 bei Traktoren und Erntetechnik Claas als exklusiven Handelspartner hat, sieht sich der Geschäftsführer auf dem richtigen Weg. „So haben wir den derzeitigen Strukturwandel schon vor Jahren hinter uns gebracht und können jetzt voll durchstarten.“ Mit Traktoren erreichte TCA in den vergangenen Jahren einen Marktanteil zwischen zehn und 13 Prozent. „Unser Ziel für 2014 sind 14 Prozent. Die Traktoren von Claas haben sich gut positioniert und das Image ist kontinuierlich gestiegen. Die Qualität sogar noch schneller. Jetzt warten unsere Kunden schon gespannt auf neue Modelle“, erläutert Klaus Bleker. Stark ist TCA vor allem im Bereich der Mähdrescher mit 55 Prozent Marktanteil und bei Feldhäckslern mit sogar bis zu 60 Prozent Marktanteil. Ein Aspekt, der in der letzten Zeit immer häufiger zu hören ist, trifft auch für die TCA zu: Die Kunden werden immer anspruchsvoller. „Vielleicht haben wir sie über die Jahre auch selbst dahin hofiert“, resümiert der Geschäftsführer. „Schließlich bieten wir schon lange eine Rund- um-die-Uhr-Betreuung. Aber die Lohnunternehmen können die Preise dafür nicht an die Kunden weitergeben, so dass wir uns schwer tun, die nötigen Zuschläge für Arbeiten außerhalb der normalen Arbeitszeiten durchzusetzen.“ Hinzu komme, dass auch die Landwirte und Lohnunternehmer unter immer höherem Druck stehen, da die Maschinen immer mehr leisten müssen und auch das Wetter in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten bereitete. Um Maschinenausfällen während der Saison vorzubeugen, geht der Fachhändler zunehmend dazu über Wartungsverträge anzubieten. Auch Maschinenbruchversicherungen finden immer mehr Zuspruch am Standort Alpen. Damit müssen sich die fünf Verkäufer genauso auskennen, wie mit den unterschiedlichsten Finanzierungsmöglichkeiten. „Die Finanzierung sollte immer genau auf den Betrieb abgestimmt sein und man muss zielsicher auf den Kunden eingehen. Die Kundenzufriedenheit steht dabei im Vordergrund und das fängt schon bei einem professionellen Angebot an“, sagt Klaus Bleker. „Dann folgt der Serviceaspekt, denn dem Landwirt oder Lohnunternehmer geht es oft nicht um den letzten Preis, sondern darum, dass ihm im Schadensfall rasch und zuverlässig geholfen wird.“
 

Mobiler Service ist wichtig

Die moderne Traktorenwerkstatt bietet 13 Montageplätze. Natürlich sind auch die Werkzeuge auf dem neuesten Stand.
{BILD:619844:jpg}{BILD:619839:jpg}Um schnell vor Ort zu sein, setzt die TCA auf den mobilen Service. Mit einem Anteil von rund 25 Prozent und neun Fahrzeugen nimmt er einen hohen Stellenwert ein. Für die Zukunft kann sich der Geschäftsführer auch vorstellen, dass die Fernanalyse über Telematics stärker an Bedeutung gewinnt. „Das wäre eine zusätzliche Kundenbindung.“ Der erste wichtige Schritt in Richtung Elektronik wurde mit den automatischen Lenksys-temen bereits eingeschlagen. Um eine flächendeckende RTK-Versorgung sicherstellen zu können, arbeitet das Unternehmen hier im Verbund mit anderen Händlern. Natürlich sind entsprechende Schulungen für die neue Technik notwendig. Dabei kommt der TCA ein großer Schulungsraum zu gute, der mit dem Neubau des Hauptgebäudes 2001 entstand. Hinzu kamen noch eine Neumaschinenhalle mit 1 800 Quadratmetern und eine Halle für Gebrauchtmaschinen, die eine Grundfläche von 650 Quadratmetern hat. Gerade der Bereich Gebrauchtmaschinen spielt eine wichtige Rolle. So ist es selbstverständlich, dass Traktoren und Landmaschinen vor dem Wiederverkauf aufbereitet werden.  „Die Vermarktung selbst muss professionell sein“, ist die Marketingverantwortliche Sabine Wingels überzeugt. Deshalb werden die Maschinen auch sofort auf den Onlineplattformen eingestellt, um kurze Standzeiten zu haben. Das Ausland sei dabei ein wichtiger Markt und es sei deshalb wichtig, gute Kontakte dort hin zu halten. (fm)
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