Login
AT-Fachbeiträge

"Kartoffelkönige unter sich" aus der AGRARTECHNIK 08/2014

von , am
13.08.2014

PotatoEurope / Trends in der Kartoffelernte | Bei Neuentwicklungen in der Erntetechnik für Kartoffeln geht es nicht nur um Leistungssteigerung. Die schonende Behandlung der Knollen und eine ­effektive Abtrennung von Steinen und Erde sind genauso im Fokus der Hersteller wie elektronische Hilfsmittel zur einfacheren Bedienung.

Am 3. und 4. September 2014 präsentiert sich zum dritten Mal nach 2006 und 2010 die internationale Kartoffelbranche in Deutschland. Das Ereignis für die Kartoffelprofis, die PotatoEurope 2014, findet erneut auf dem Rittergut Bockerode in Springe-Mittelrode bei Hannover statt. Veranstalter ist die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) in Zusammenarbeit mit der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA). Mit 170 angemeldeten Ausstellern aus zwölf Ländern liegen die Anmeldungen rund zehn Prozent über dem Stand von 2010. Alle namhaften Unternehmen aus den Bereichen Züchtung, Düngung, Pflanzenschutz sowie Technik für Produktion und Verarbeitung sowie aus dem Handel werden das Informationsangebot rund um die Kartoffel auf einer Fläche von insgesamt 35 Hektar anbieten. Nahezu 70 Aussteller und damit rund 40 Prozent kommen aus dem Ausland, die meisten von ihnen aus den Niederlanden (34). Vertreten sind darüber hinaus Unternehmen aus Belgien, China, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Litauen, Österreich, Polen, Ungarn und aus den USA. Das Konzept der PotatoEurope thematisiert durch eine Freilandausstellung mit Versuchsparzellen, Ausstellungsständen sowie mit Maschinenvorführungen das gesamte Spektrum rund um die Kartoffel. 2010 kam rund jeder Dritte der insgesamt 8 200 Besucher aus dem Ausland. Insgesamt erwartet die DLG zur PotatoEurope 2014 rund 10 000 Besucher an den beiden Veranstaltungstagen.
 

Legen, Roden und Verladen im Fokus

Herzstück der diesjährigen PotatoEurope sind die Maschinenvorführungen. Aufgrund des großen Besucherinteresses  der vergangenen Jahre wurde die Vorführfläche auf fast 30 Hektar ausgedehnt und damit im Vergleich zur Veranstaltung 2010 fast verdoppelt. Auch das Angebot der Technikanbieter ist überaus vielfältig. Gezeigt werden im praktischen Einsatz: neun Legemaschinen, 14 ein-, zwei- und vierreihige Kartoffelroder, sowohl Selbstfahrer als auch gezogene Roder sowie Verladelinien verschiedener Hersteller.
AGRARTECHNIK hat die Marktführer in der Erntetechnik zu ihrer Einschätzung der Branche und den Trends in der Kartoffelernte befragt.
 

Zweireiher verstärkt im Einsatz

Betrachtet man die Erntetechnik für Kartoffeln, so ist auch hier in den letzten Jahren ein eindeutiger Trend in Richtung mehr Schlagkraft zu erkennen. Zwar liegen die Stückzahlen der gezogenen Erntetechnik laut Jürgen Feld, Marketingleiter bei Grimme, noch weit vor denen der Selbstfahrer, allerdings halte der Trend hin zur Selbstfahrtechnik an. „Mittlerweile werden bei den gezogenen Varianten mehr zwei- als einreihige Kartoffelroder verkauft“, sagt er. Ähnlich sieht es Ropa-Markteingleiter Maximilian Engelbrecht: „Derzeit entwickeln wir schwerpunktmäßig ein- und zweireihige Erntetechnik, da hier immer noch der Kernmarkt im Bereich der Erntetechnik liegt. Segmente wie Überladeroder und Selbstfahrer, die unser Portfolio abrunden, sollen folgen. Erst wollen wir uns aber auf die Standardtechnik konzentrieren, um anschließend die Erfahrungen der Kartoffelrodetechnik mit unseren Kernkompetenzen Selbstfahrtechnik paaren zu können.“ Anders ist es bei Dewulf. Joke Vuylsteke, sie ist zuständig für den Vertrieb in Deutschland sagt: „Bei uns überwiegen die zweireihigen Maschinen. Wir sind schon jahrelang Marktführer im Selbstfahrersegment und der R3060 ist nach wie vor unser Bestseller. Seit der Einführung dieses Modells wurden schon mehr als 300 Maschinen verkauft. Man merkt allerdings, dass der Trend in den letzten Jahren spürbar in Richtung Vierreiher geht.“ „Vierreihig roden ist die Zukunft“, sagt auch Pieter Galle aus dem AVR-Marketing. Die Erntesaison werde immer länger, denn es würde versucht so früh wie möglich zu pflanzen und so spät wie möglich zu ernten, um mehr Ertrag zu erzielen. Was allerdings in den letzte Jahren auch zu beobachten war, sei die Unvorhersehbarkeit der Witterung. „Dafür ist ein Selbstfahrer ein gute Versicherung, um immer ernten zu können“, sagt Pieter Galle.
 

Reinigungsleistung erhöhen

Das Potenzial zur Steigerung der Ernteleistung liegt nicht alleine in der Größe und Ausstattung der Roder. AVR nennt hier drei wesentliche Punkte: Die Bodenbearbeitung vor dem Legen, die Logistik  und die Reinigungsleistung der Erntemaschine. „Eine gute Bodenbearbeitung kann die Ernteleistung erhöhen, denn wenn man schon im Frühjahr Kluten hat, hat man diese auch beim Ernten“, ist Pieter Galle überzeugt. Bei der Logis­tik lasse sich zum Beispiel mit einem  Überladebunker Zeit sparen, denn das Entleeren erfolgt während der Fahrt. Grundvoraussetzung sind natürlich genügend Transportkapazitäten. Die Herausforderung beim Roden und der Reinigung sei außerdem ein schonender Umgang mit den Kartoffeln. „Unsere Maschinen sind so aufgebaut, dass diese einfach an die Bedingungen angepasst werden können“, sagt Joke Vuylsteke von Dewulf. „Zudem gibt es ein flexibles Wechselsystem, wobei man schnell von Siebkette auf Axialrollentisch oder Easycleanreinigung wechseln kann, so dass man – abhängig von den Bedingungen – immer die optimale Reinigungs- und Ernteleistung erreichen kann.“ Die neue Rodeeinheit mit angetriebenen Scheiben sorge außerdem dafür, dass der Roder sogar bei äußerst klebrigen Bodenbedingungen seine Produktivität aufrecht erhalte.
Die Elektronik spielt für Grimme bei der Steigerung der Reinigungsleistung eine sehr große Rolle. „Wir haben als einziger Hersteller TIM-fähige (Traktor Implement Management) Kartoffelroder im Angebot, die die Fahrgeschwindigkeit sowie die Zapfwellendrehzahl optimal steuern können,“ sagt Jürgen Feld. Das entlaste den Roderfahrer von Regelungsaufgaben und die Maschine könne immer im optimalen Auslastungsbereich gefahren werden, ohne dass eine Verstopfungsgefahr bestehe. „Darüber hinaus hat Grimme auf der Agritechnica das pneumatische Beimengentrenngerät AirSep vorgestellt, welches Steine und feuchte Kluten mittels Luftstrom sehr schonend von den Kartoffeln trennt“, erklärt der Marketingleiter. Die Trenngenauigkeit sowie die Leistung sei deutlich höher als bei herkömmlichen Systemen.
 

Erntequalität erhalten

Um die Qualität der Kartoffeln zu erhalten, haben geringe Fallhöhen oberste Priorität. Wie hoch diese sein dürfen, hängt maßgeblich von Sorte, Schalenfestigkeit und Erdanhaftung ab. „Grundsätzlich kann man sagen, dass moderne Kartoffelroder als auch Lagertechnikmaschinen einen sehr hohen Grad der ­Kartoffelschonung erzielen, so dass bei optimalen Einstellungen kaum Kartoffelbeschädigungen zu beobachten sind“, ist die Erfahrung von Jürgen Feld. In der Praxis würden allerdings oft falsche Einstellungen der Trenngeräte sowie zu hohe Rodegeschwindigkeiten und Fehler in der Transportlogistik Kartoffelbeschädigungen verursachen. Als kritische Punkte nennt Pieter Galle: „Fallhöhen, Siebkettengeschwindigheit, Richtungsänderungen und scharfe Punkte im Roder.“ Am besten sei es natürlich, wenn die Kartoffel noch durch einen Erdanhang geschützt sei, oder mit anderen Kartoffeln, statt Metallteilen in Berührung kommt.

Ertragserfassung noch am Anfang

Elektronische Steuerungen, Datenerfassung und -weitergabe, sowie Fernüberwachung per Telemetrie sind in der Landtechnik keine Seltenheit mehr. Doch welche Bedeutung haben sie in der Kartoffelerntetechnik? „Durch den vollhydraulischen Antrieb und die ISOBUS-Steuerung lassen sich die gezogenen Kartoffelroder sehr gut regeln und mit einer intelligenten Software auch zum Teil automatisch steuern. Hierbei können bereits sehr viele Daten beispielsweise für die Telemetrie erfasst werden. Eine Schnittstelle zur mobilen Datenübertragung zum Beispiel mittels GSM ist grundsätzlich möglich“, sagt Dr. Rupert Geischeder, Leiter Sparte Kartoffeltechnik bei Ropa. Spezielle Features wie Ertragskartierung und Verschmutzungsgrad, gepaart mit GPS, seien ebenso denkbar.
„Unsere Maschinen registrieren diverse Flächendaten. Es laufen im Moment auch die ersten Proben bezüglich der Erfassung von Ertragsdaten, aber im Moment wird dieses noch nicht vermarktet bei uns“, heißt es von Dewulf. Bei AVR sind Systeme zur Ertragserfassung bereits im Einsatz: „Ja, wir haben Kunden, die auf den Puma-Selbstfahren die Erträge erfassen. Gewogen wird dabei auf dem Verlesetisch“, sagt Pieter Galle. Eine Ertragskartierung über GPS sei so möglich.
 

Personal entlasten

„Die Maschinen werden immer komplexer und somit kommen viele neue Regelungsaufgaben auf den Bediener zu“, sagt Grimme-Marketingleiter Jürgen Feld mit Blick auf die aktuellen Trends. „Die Elektronik hilft hier massiv, den Fahrer zu entlasten und von Regelaufgaben zu befreien. Hier ist eine eindeutige Tendenz hin zu Assistenzsystemen zu erkennen.“ „Weniger Personaleinsatz auf den Maschinen muss durch eine gute Überwachbarkeit zum Beispiel über Kamerasysteme und Assistenzsysteme ausgeglichen werden. ISOBUS-Steuerungen, GPS-Lenkhilfen und TIM erhöhen die Leistung von gezogenen Maschinen und entlasten den Fahrer, der sich auf die Optimierung des Rodeprozesses konzentrieren kann“, heißt es von Ropa. Das Personalproblem sieht auch Dewulf: „Landwirte haben immer weniger Personal zur Verfügung. Deswegen müssen die Maschinen einfach einstellbar sein, so dass sich die verfügbaren Arbeitskräfte komplett auf das Ernteprodukt fokussieren können. Im gleichen Sinne wird auch der Komfort für den Fahrer immer wichtiger.“ (fm)
Auf den folgenden Seiten stellen wir führende Anbieter von Kartoffelerntetechnik und deren wichtigste Neuheiten vor.
 

AVR

Das Flaggschiff des belgischen Unternehmens AVR ist der vierreihige Roder Puma+.
AVR bvba ist ein belgischer Hersteller von Maschinen für den Kartoffelanbau. Bodenbearbeitung (Fräsen), Pflanzmaschinen, Häufelgeräte, Krautschläger, gezogene und selbstfahrende Erntetechnik sowie und Einlagerungstechnik gehören zum Produktprogramm des, 1849 gegründeten Familienunternehmens. Derzeit produziert AVR jährlich etwa 200 Roder. Den Einstieg in die AVR-Rodertechnik bildet der Spirit 6100. Der einreihige Seitenroder hat einen Bunker für sechs Tonnen. Im Bereich der Zweireiher gilt der Spirit 6200 als Einstiegsmodell. Er hat ebenfalls einen Bunker für sechs Tonnen. Außerdem lässt er sich auch mit Überladebunker ausstatten. So kann der Bunker während der Fahrt entleert werden. Die High End-Maschine bei AVR ist der Spirit 9200. Der Zweireiher verfügt über einen 8,5-Tonnenbunker und einen vollhydraulischen Antrieb der Siebketten. Die Bedienung erfolgt über Touchscreen und Joystick. Die Maschine ist standardmäßig mit 850er-Bereifung ausgestattet. Esprit nennt AVR seine zweireihigen Überladeroder. Eine Besonderheit ist, dass der Esprit mitten- und seitenroden kann. Das Flaggschiff ist der Puma+, ein vierreihiger Selbstfahrer. Er soll mit 22,5 Tonnen Eigengewicht besonders leicht sein. Auf der Potato Europe führt AVR den Spirit 6200 und den Spirit 9200 vor. Außerdem kommt der Puma zum Einsatz.

Dewulf

Schon früh stieg Dewulf in den Bau von selbstfahrender Erntetechnik ein. © Werkbild
Das belgische Unternehmen Dewulf wurde 1946 gegründet und produziert in der Kartoffel- und Gemüseregion Roeselare. Robert Dewulf begann im Alter von 25 Jahren mit dem Schmieden von Pflügen. Bereits nach kurzer Zeit folgte der Bau des ersten Dewulf-Kartoffelroders. Dieser wurde anfangs von einem Pferd gezogen, später auch durch einen Traktor. Ende der 1980er Jahre trat Rika Dewulf in die Fußstapfen ihres Vaters. Sie legte den Schwerpunkt auf die Export- und Produktentwicklung. Diese Vorgehensweise wurde für den allerers­ten Selbstfahrer-Kartoffelroder mit drei Rädern mit der Verleihung der ‚Gouden Aar‘ (goldene Ähre) belohnt. Dewulf ist heute immer noch ein Familienunternehmen unter der Leitung von drei Brüdern und einem Schwager: Hendrik De­cramer, Karel Decramer, Willem Decramer und Thomas Decan. Dewulf hat sich zum Rodespezialisten auf dem Gebiet von Kartoffeln und Karotten entwickelt. Es werden jährlich rund 300 Maschinen hergestellt, die in 37 Ländern vertrieben werden. 2013 erreicht der Umsatz des Unternehmens einen Höhepunkt von 44,5 Millionen Euro.
Im Bereich der Kartoffelerntetechnik hat Dewulf eine zweireihige, gezogene Maschine, die R2060, in verschiedenen Varianten: die Standardausführung Rs2060, die Ra2060 mit Reinigungsmodul, die Rq oder Rqa mit Krautkette und eventuell Reinigungsmodul oder die J-Version mit zusätzlichem Fingertrennsystem. Die neue Generation zweireihige Selbstfahrer, die R3060, gibt es ebenfalls in verschiedenen Varianten. Neben der Standard­ausführung Rs3060, die Ra3060 mit Reinigungsmodul, die Rq oder Rqa mit Krautkette und eventuell Reinigungsmodull oder die J-Version mit zusätzlichem Fingertrennsystem, gibt es noch eine RCE3060, wobei besondere Aufmerksamkeit auf die Kartoffelqualität gelegt wird, denn diese Maschine bringt keine Richtungsänderung im Kartoffelfluss. Außerdem gibt es noch den vierreihigen Selbstfahrer Kwatro.
Auf der PotatoEurope präsentiert das Unternehmen eine neue Generation zweireihiger Selbstfahrer. Der R3060 wurde komplett neu gestaltet, wobei der Benutzer zentral steht. Auch der Selbstfahrer Kwatro wurde überarbeitet. Er bekam eine neue Kabine, eine neue Bedienung und ein neues Raupenlaufwerk. Zum praktischen Einsatz kommen auf der Messe der Kwatro, der R3060 und eine gezogene RJA2060 mit einzigartiger Aufnahme ohne Dammrollen.
 

Grimme

In den letzten Jahren hat bei Grimme die Nachfrage nach zweireihiger Erntetechnik zugenommen. © Werkbild
Die Firma Grimme ist ein 1861 gegründetes Familienunternehmen mit über
2 000 Mitarbeitern weltweit und in der niedersächsischen Stadt Damme ansässig. Grimme ist Hersteller von Kartoffel-, Rüben- und Gemüsetechnik und vertreibt diese in über 120 Ländern. Zur Grimme Gruppe zählen zudem die Firmen Spudnik (Kartoffeltechnik), ASA-Lift (Gemüsetechnik), Kleine (Rübentechnik), Internorm (Kunststofftechnik), Grimme Solutions (Ingenieurdienstleis­tungen) sowie Ricon (Vertriebsgesellschaft für Ersatzteile).Das Unternehmen entwickelt und produziert Entsteinungsmaschinen, Beetpflüge, Becher- und Riemenlegemaschinen, Fräsen, Häufeldammformer, Frontdüngerstreuer, gezogene und selbstfahrende Roder, Schüttbunker, Verlängerungsbänder, Lagerhausfüller, Kistenbefüllgeräte und Sortiertechnik. Auf der PotatoEurope zeigt der Hersteller folgende Erntegeräte: Den zweireihigen gezogenen Kartoffelroder SE 260 mit las­tenabhängiger, vollautomatischer Drehzahlregulierung für Trenngeräte. Dadurch soll die Verstopfungsgefahr und der Regulierungsaufwand für den Fahrer deutlich reduziert werden. Die Flächenleistung und Erntegutschonung würden zudem erhöht. Im Rahmen des Tractor Implement Managements (TIM) wird anhand des SE 260 aufgezeigt, wie der Kartoffelroder den Traktor in der Fahrgeschwindigkeit und Zapfwellendrehzahl steuert und über GPS lenkt.
 

Ropa

Seit Übernahme der WM-Kartoffeltechnik 2012 ist auch Ropa im Bereich der Kartoffelernte tätig.
Ropa ist ein familiengeführtes, international operierendes Maschinenbauunternehmen, tätig im Bereich der selbstfahrenden Zuckerrüben-Erntetechnik und stark expandierend in der Kartoffeltechnik. Über 300 Mitarbeiter sind am Stammsitz im bayerischen Sittelsdorf beschäftigt. In den letzten Jahren wurde viel Energie und Kapital in den Ausbau des Stammbetriebes gesteckt und neue Fertigungshallen für Produktion, Forschung und Entwicklung errichtet. Ein neues Montagezentrum mit vorgeschalteter Kugelstrahl- und Pulverbeschichtungsanlage befinde sich in der Fertigstellung. Um bestmöglichen Kundendienst und Ersatzteilversorgung auch außerhalb Deutschlands zu gewährleisten, wurden eigene Tochterunternehmen in Frankreich, der Ukraine, Russland und Polen gegründet, in denen weitere 180 Mitarbeiter für Kundendienst, Ersatzteillager und Vertrieb beschäftigt sind. Nach dem Einstieg Ende 2012 in die Entwicklung von Kartoffeltechnik möchte Ropa erstmals zur Potato Europe den gezogenen Kartoffelroder mir vollhydraulischem Antrieb und Rechtsaufnahme im Praxiseinsatz vorstellen. Die übernommene WM-Kartoffeltechnik mit Standort in Mönchengladbach wurde in die Ropa Firmengruppe integriert und dient als zentrales Ersatzteillager für Maschinen der Marken Wühlmaus und WM-Kartoffeltechnik. Der Standort wird weiter als Service- und Vertriebsstützpunkt für das Rheinland ausgebaut. Keiler 2 nennt Ropa seinen komplett neu entwickelten gezogenen Kartoffelroder mit Rechtsaufnahme. Neben neuen Detaillösungen verfügt der Keiler über einen vollhydraulischen Antrieb zur optimierten Reinigungsanpassung. Eine teleskopierbare Achse mit Radialreifen bis zu einer Größe von 850/60R 30.5 ermöglicht auf der Straße das Einhalten von drei Meter Transportbreite und im Feld durch Ausschieben der Spur auf 3,50 Meter eine verbesserte Stand-sicherheit. Keiler 1 heißt der kleine Bruder des Keiler 2. Es ist ein neu konstruierter einreihiger, gezogener Kartoffelroder mit Rechtsaufnahme sowie vollhydraulischem Antrieb, was in dieser Klasse einzigartig sein soll. Über eine Load-Sensing Eigenhydraulik werden unter anderem die Igelbänder vollhydraulisch in der Drehzahl der Fahrgeschwindigkeit angepasst. Als Option stehen Bunkergrößen von fünf oder sechs Tonnen zur Wahl.
Verwandte Inhalte
Auch interessant