Login
AT-Fachbeiträge

"Modellpflege" aus der AGRARTECHNIK 03/2014

von , am
12.03.2014

Relaunch des AGRARTECHNIK Service Award | Bereits zum 13. Mal zeichnete die AGRARTECHNIK im ­Januar besonders serviceorientierte Landtechnik-Fachbetriebe aus. Eine Erfolgsgeschichte! Da aber das Bessere des Guten Feind ist und auch das Service Award-Modell gepflegt werden muss, stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten einige Änderungen vor.

Seit der AGRARTECHNIK Service Award besteht, hat sich einiges in der Landtechnik und in den Fachbetrieben getan. Dabei ist immer wieder zu hören, dass die Fragen des Service Award gute Anregungen beim Um- oder Neubau sowie zum Überdenken des Tagesablaufes sind. Deshalb wollen wir aus der AGRARTECHNIK-Redaktion natürlich so weit wie möglich das bisherige Konzept beibehalten. Es hat sich aber auch gezeigt, dass manches vielleicht anders noch besser sein könnte. Nach dem Sprichwort sollen es ja die neuen Besen sein, die gut kehren. Diese Neuen sind seit einem Jahr Johannes Hädicke und Frederik Masur. Da aber die alten „Besen“ wissen, wo der Staub liegt, war es uns wichtig, deren Meinung einzuholen. In erster Linie ist dies von Seiten des Bundesverbandes LandBauTechnik, als ideeller Träger, Ehrenpräsident Franz-Josef Borgmann, der schon von Anfang an den Service Award begleitet. Aber natürlich wollten wir auch die Anregungen des gesamten Präsidiums aufgreifen. Außerdem war uns die Meinung aus Industrie und Handel von Bedeutung. Aus diesem Grund stimmten wir uns mit einigen Vertretern ab und befragten sie nach ihren Einschätzungen und Vorschlägen. Dass man sich letztlich auf ein Konzept festlegen muss und nicht allen Meinungen gerecht werden kann, war von vorneherein klar. Dennoch sind wir immer für Anregungen dankbar. Sei es zum Fragenkatalog, zur Umsetzung oder zur Preisverleihung. Gerade die Siegerehrung hat seit dem letzten Jahr stark an Relevanz zugenommen, da sie nun im Rahmen eines Galaabend am Ende der Landtechnischen ­Unternehmertage LTU stattfindet. Um den Spannungsbogen noch weiter zu erhöhen, werden wir in Zukunft, wie es bei vielen anderen Auszeichnungen auch der Fall ist, die Bundessieger bis zur Preisvergabe geheim halten. Diese Ehrung krönt quasi als I-Tüpfelchen den Abend, nachdem zuvor schon alle Sieger auf der Bühne prämiert wurden.

Sieger einer Region

Eine der wichtigsten Änderungen in diesem Jahr ist die Einteilung der Gewinnkategorien. Bisher gab es als Ausgangsbasis die Landessieger, von denen jedes Bundesland (ausgenommen Berlin, Bremen, Hamburg und das Saarland, diese wurden integriert), einen stellen konnte. Hier ist uns ein Schwachpunkt aufgefallen, der besonders größere Bundesländer beziehungsweise Bundesländer mit vielen Händlern betrifft. Denn es wurde immer nur der Erstplazierte prämiert. Platz zwei ging schon leer aus, obwohl dieser mehr Punkte haben konnte, als der Erstplazierte aus einem anderen Bundesland. Hätten wir die Preise in ganz Deutschland nur anhand der höchsten Punktezahl vergeben, so wären regionale Unterschiede nicht berücksichtigt worden. Das Neue Konzept sieht jetzt vor, vier Regionen auszuweisen: Nord, Süd, Ost, West, ­(siehe Karte Seite 48), die in ihrer Struktur in sich möglichst homogen sind und dabei eine ähnliche Anzahl Fachbetriebe aufweisen. Zur Region Nord gehören Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit Bremen und Hamburg. Im Westen sind es Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Region Ost umfasst die neuen Bundesländer, also Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg mit Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Bayern und Baden-Württemberg bilden die Region Süd. Was uns weiterhin auffiel, ist die steigerungsfähige Anzahl Teilnehmer mit kleineren Betrieben. Um für diese eine Motivation und Chance gegenüber größeren Werkstätten zu haben, wurde bereits zum Award 2006 die Kategorie „Trendbetrieb“ eingeführt. Dies werden wir jetzt weiter ausbauen, so dass in jeder der vier Regionen jeweils ein Trendbetrieb ausgezeichnet wird. Somit haben jetzt vier, statt bisher nur einer die Möglichkeit Trendbetrieb zu werden. Diese Auszeichnung ist Familien- beziehungsweise Inhabergeführten Fachbetrieben mit, neben dem Hauptbetrieb, nur maximal einem weiteren Standort vorbehalten. Im Übrigen gelten für sie die gleichen Voraussetzungen wie für alle anderen Teilnehmer, also die fristgerechte Abgabe der vollständig bearbeiteten Unterlagen.
 

Die Besten Deutschlands

Bisher gab es maximal zwölf Landessieger und zusätzlich einen Trendbetrieb sowie in diesem Jahr ein familiengeführtes Unternehmen, die ausgezeichnet wurden. Hinzu kamen drei Bundes- und die jeweiligen Nationensieger. In Zukunft wird es pro Region drei Sieger geben, von denen, wie schon erwähnt, einer ein Trendbetrieb sein muss. Es gibt also auch jetzt maximal zwölf Gewinner auf dieser Ebene. Hinzu kommen nun vier Bundessieger. Diese sind aber von den Regionen unabhängig, so dass auch mehrere aus einer Region kommen können. Um die Bundessieger zu ermitteln, werden von der Jury die, nach Auswertung der eingereichten Unterlagen, zwei Besten in jeder Region besucht. Die Ergebnisse des Fragenkatalogs und die Punkte beim Vor-Ort-Besuch entscheiden dann darüber, wer die vier Bundessieger werden. Hierbei gilt allerdings, dass es jeweils zwei privat geführte Unternehmen und zwei Unternehmer mit übergeordneter Führungsebene, also Genossenschaften, Aktiengesellschaften und sonstige Gesellschafter-Vereinigungen  sind. An der internationalen Ausrichtung mit den jeweiligen Nationensiegern ändert sich nichts.

Fragebogen als Basis

In Zukunft wird es beim Service Award keine Landessieger mehr geben. Die Unterteilung erfolgt jetzt nach vier Regionen: Nord, Süd, Ost, West mit jeweils drei Siegern.
An erster Stelle steht für die Teilnehmer am Service Award das Ausfüllen des Fragebogens. Dieser besteht aus Aufgaben zu elf verschiedenen Bereichen, die im Landmaschinen-Fachbetrieb von Bedeutung sind. Dabei unterscheiden sich die Fragen von einfachen Ja-/Nein-Aufgaben bis zu Fragenstellungen mit komplexen Antworten, mit denen manche der Teilnehmer ganze Seiten füllen. Hinzu kommt das Beilegen von verschiedenen Dokumentationen in Form von Bild- und Datenmaterial. An dieser Stelle möchten wir nochmals versichern, dass die Jury mit diesen Daten äußerst sensibel umgeht und diese weder der Verbands-, noch der Herstellerseite zugänglich sind. Um Ihnen einen Einblick zu geben, welche Fragen und Aufgaben dies sein können, finden Sie auf Seite 49 eine Auswahl aus dem Fragenkatalog zu den jeweiligen Themenfeldern. Da der Fragenkatalog die erste Basis für die Auswertung bildet, möchten wir darauf hinweisen, dass Sie diesen gewissenhaft und möglichst vollständig ausfüllen. Denn wir können nur bewerten, was uns vorliegt. Fehlen Daten oder sind diese nur knapp erläutert, verschenken Sie wertvolle Punkte. Dabei geht es nicht darum, dass Sie alle abgefragten Aspekte erfüllen müssen. Vielmehr ist uns wichtig, dass sie zu Ihrem Betrieb passen. So können wir zum Beispiel durchaus verstehen – und dies in der Punktevergabe berücksichtigen, wenn ein Kleinbetrieb keine eigene Halle zur Maschinenübergabe hat. Von einem Händler, der im Jahr 100 Traktoren verkauft, erwarten wir dies hingegen schon. Gleiches gilt bei der Personalbesetzung: Hier wissen auch wir, dass sich bei zwei Lageristen nicht einer ausschließlich um die Werkstattmitarbeiter kümmern kann. Um Ihnen die Übersicht und das Ausfüllen der Unterlagen zu erleichtern, bekommen Sie neben dem Fragebogen im pdf-Format noch eine Word-Datei mit allen Fragen, die einer weiterführenden Erläuterung bedürfen. Außerdem ist eine Checkliste enthalten, in der Sie den Fortgang Ihrer Arbeit dokumentieren können

Potenzial nutzen

Mit der Ehrung der Service Award-Sieger und der Preisübergabe ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Dann liegt es an Ihnen, das Potenzial zu nutzen. Das kann zum Beispiel werbewirksam geschehen, indem Sie Ihre Kunden darauf hinweisen, was der AGRARTECHNIK Service Award bedeutet und dass Ihr Betrieb gewonnen hat. Ihre örtliche Presse wird es sicher auch interessieren, dass Sie zu den besten Landtechnikbetrieben Deutschlands gehören und Urkunde und Pokal auszustellen ist so wieso selbstverständlich. Doch haben Sie auch schon daran gedacht, welchen Stellenwert Ihr Betrieb mit dieser Auszeichnung bei Ihren Lieferanten erhält? Neben dem Werbeeffekt können Sie sicher auch wertvolle Anregungen für Ihre Arbeitsabläufe aus dem Bearbeiten der Service Award-Unterlagen gewinnen. Denn mit dieser Betriebsanalyse beleuchten Sie die verschiedensten Bereiche Ihres Unternehmens.
Auch wir aus der AGRARTECHNIK-Redaktion begleiten Sie weiter, indem wir über das Jahr verteilt die Gewinnerbetriebe besuchen und eine Reportage veröffentlichen. (fm)
Weitere Informationen finden Sie unter: www.agrartechnik-service-award.de
Wenn Sie Fragen haben, oder die Teilnahmeunterlagen anfordern möchten, wenden Sie sich an:
Johannes Hädicke (Tel. 0931/27997-44; E-Mail: johannes.haedicke@dlv.de)
Frederik Masur (Tel. 0931/27997-50;
E-Mail: frederik.masur@dlv.de)
Verwandte Inhalte
Auch interessant