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AT-Fachbeiträge

"On the road again" aus der AGRARTECHNIK 03/2015

von , am
26.03.2015

Marktübersicht Tieflader für den Maschinentransport | Da Land- und Baumaschinen immer größer und schwerer werden, muss sich auch die Transportlogistik der Branche anpassen. Ein Trend geht deshalb in die Richtung besonders leichter Bauweisen, die jedoch nicht an Robustheit sparen sollen.

Tieflader sind für den Handel mit Land- und Baumaschinen sowie deren Service unersetzlich, denn sie ermöglichen den schnellen und billigen Transport der Technik. So gut wie jeder Fachhändler hat einen Tieflader im Betrieb. Meistens handelt es sich dabei um ein leichteres Tandem- oder dreiachsiges Modell, das man schnell an unterschiedliche Fahrzeuge ankuppeln kann. Sattelauflieger findet man nur in größeren Betrieben.
Zudem spielen Tieflader auch für Bau- und GaLaBau-Firmen, Lohnunternehmer und inzwischen auch in größeren landwirtschaftlichen Betrieben eine nicht geringe Rolle. Der Land- und Baumaschinenfachhandel kann sich folglich in diesem Markt – mit den Sortimenten einiger Hersteller – über den Vertrieb ein neues Standbein aufbauen.
AGRARTECHNIK hat sich deshalb mit einigen Herstellern unterhalten und diese zum Markt, der verwendeten und nachgefragten Technik, sowie deren Sortimente interviewt.

Leicht steigende Markttendenz
Zunächst stellten wir die Frage, in welche Richtung sich der Markt von Tiefladern für den Maschinentransport in den vergangenen Jahren entwickelt hat und mit welchem Trend für die kommenden Monate und mittelfristig gerechnet wird. Darauf antwortete Erich Traub aus dem Marketing bei der Firma Goldhofer: „Aufgrund der Finanzkrise war der Markt lange Zeit rückläufig. Mittlerweile nimmt er allerdings wieder zu, denn    vernachlässig­te Investitionsprogramme wie zum Beispiel im Straßenbau, sind wieder angelaufen und führen deshalb zu ­einer gestiegenen Nachfrage. Mit der ­Verstärkung der Bau- und Infrastrukturprogramme nimmt auch der Bedarf an Transportmöglichkeiten für die Baumaschinen zu. Fakt ist: Die Baumaschinen, aber auch Maschinen für die Forst- und Landwirtschaft werden immer komplexer, weil sie immer mehr zu Alleskönnern werden. Mehr Technik und mehr Leistung bedeuten allerdings auch mehr Volumen und mehr Gewicht. Das stellt natürlich auch höhere Anforderungen an das Transportequipment. Transportfahrzeuge für die Maschinen der XXL-Generation müssen belastbarer sein, höhere Nutzlasten bei niedrigerem Eigengewicht ermöglichen und darüber hinaus auch über eine minimale Ladehöhe verfügen.“
Sarah Kellner, Vertriebsassistentin bei HRD Trailer Engineering erklärte: „Zur Zeit ist die Nachfrage einigermaßen zufriedenstellend. Eine Prognose ist schwer zu stellen. Wir hoffen aber, dass ab März noch einmal ein besserer Auftragseingang zu erwarten ist.“
Monika Niederreiner, Leiterin Unternehmenskommunikation bei der Firma Humbaur, äußerte sich ähnlich. Sie sehe eine ganz leichte Steigerung. Allerdings seien neue Märkte in Deutschland kaum zu erwarten. Bei den eingehenden Aufträgen handele sich überwiegend um Ersatzbeschaffung. Bei der Firma Jotha Fahrzeugbau sei man mit der Entwicklung sehr zufrieden, berichtete Geschäftsführer Christian Huber. Er rechnet auch in diesem Jahr mit einer guten Entwicklung im Bereich der Tandemtieflader.
Patrick Wanner, Pressereferent bei Kögel, antwortete: „Für Kögel ist der Markt für Tieflader in den letzten Jahren sehr stabil. Wir rechnen auch in den kommenden Monaten mit einer maximal leicht steigenden Nachfrage.“ Oliver Baur, Verkaufsleiter bei der Unsinn Fahrzeugtechnik, meinte hierzu, der Markt habe sich für das Unternehmen sehr positiv entwickelt. Das liege auch daran, dass viele Hersteller von Pkw-Anhängern ihr Sortiment auf Standardfahrzeuge reduziert haben – sowohl vom Angebot, als auch von der Qualität. „Die weitere Entwicklung sehen wir positiv, da der Pkw-Anhänger eine günstige Alternative zum Lkw beziehungsweise zum Lkw-Anhänger darstellt und leistungsstarke Zugfahrzeuge im Fuhrpark meist vorhanden sind.“

Gewichtsreduktion,
Komfort und Kombinierbarkeit

Dann befragten wir die Unternehmen, welche technischen Trends sich bei Tiefladern für den Maschinentransport in den kommenden Jahren durchsetzen werden.
Sarah Kellner (HRD Trailer Engineering) erklärte hierauf: „Unserer Meinung nach geht der Weg hin zum Leichtbautieflader, da es immer schwieriger wird, Genehmigungen für Schwertransporte zu bekommen.“ Die besten Vorrausetzungen für ein möglichst einfaches Genehmigungsverfahren bestünden bei Tiefladern mit möglichst geringem Gewicht. Auch die Antwort von Christian Huber (Jotha Fahrzeugbau) ging in diese Richtung: „Eine Herausforderung, die sich zunehmend stellt ist ein extrem geringes Eigengewicht der Anhänger. Wir müssen unsere Anhänger oftmals sehr genau auf die Anhängelast des Kunden und seinen Bedarf an Nutzlast auf dem Anhänger abstimmen. Dazu haben wir jetzt einen Tandemtieflader aus Aluminium entwickelt, der bei 2 500 Kilogramm Gesamtgewicht einen Nutzlast von 2 050 Kilogramm hat und in der 3 000 Kilogramm-Variante eine Nutzlast von 2 420 Kilogramm.“ Erich Traub (Goldhofer) antwortete: „Den technischen Trend haben wir mit der Entwicklung der patentierten ‚MPA-Achstechnologie’ bereits erfolgreich gesetzt. Der MPA wurde auf Basis der MacPherson-Achstechnologie von Goldhofer und unseren Systempartnern BPW, Neumeister und Heyd entwickelt. Das Ergebnis ist ein Schwerlastfahrzeug, welches bisher unerreichte technische Werte mit der Einfachheit einer genialen Erfindung von Earle S. MacPherson verbindet – wartungsfreie Technologie. Der Lenkeinschlag von 60 Grad, der Achsausgleich von 350 Millimeter und die minimale Spurdifferenz garantieren dem Baumaschinentransporteur nicht nur auf der Straße, sondern auch auf der Baustelle höchste Manövrierfähigkeit. Im abgesenkten Zustand ermöglichen die MPA-Fahrzeuge dem Anwender eine extrem niedrige Ladehöhe von 780 Millimeter. Das sind technische Werte, die den Baumaschinentransport revolutioniert haben. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Technologie-Vorsprung auch in den kommenden Jahren halten und sogar weiter ausbauen können.“ Laut Monika Niederreiner (Humbaur) stünde die Ladungssicherung und Sicherheit für Be- und Entladung auf der Liste ganz oben. Hier gehe es vor allem um Gummibeläge und flexible Zurrmöglichkeiten. Weiter würden die Chefs ihren Fahrern – aufgrund des erkennbaren Mangels qualifizierter Fahrer – immer mehr Gutes gönnen. Somit gehe ein Trend hin zur Komfort-Bedienung. Dazu gehören zum Beispiel eine Luftfederung (dank niedrigerem Auffahrwinkel durch Hebe- und Senk-Funktion ein sicheres Be- und Entladen, angenehmes Fahrverhalten, flexible Einstellmöglichkeiten) und hydraulische Bedieneinheiten (Rampenheber, Seitenverschiebung, Abstützung und so weiter). Zudem werde es immer wichtiger, so Monika Niederreiner weiter, dass der Tieflader kombinierbar sei mit unterschiedlichen Zugfahrzeugen (Lkw, Traktoren oder Unimog). Folglich gehe der Trend hin zu Wendezugösen, höhenverstellbare Zugeinrichtungen oder Zwölf- und 24-Volt-Licht- und Bremsanlagen. (mm)
Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die Produkte einiger namhafter Hersteller aus dem Bereich Tieflader vor.

{BILD:631655:jpg}Fliegl
Fliegl hat sowohl Satteltieflader, als auch Tiefladeranhänger in seinem Sortiment.
Bei den Fliegl-Tiefladeranhängern werden zwei- bis fünfachsige Modelle angeboten. Tandem- und Tridemanhänger sind ebenfalls Teil des Programms. Im Einsatz überzeugen sie, nach Angaben des Unternehmens, durch einfaches Handling, problemloses Rangieren und optimale Lastenverteilung. Die Fliegl-Tiefladeranhänger werden unter anderem mit gerader Ladefläche angeboten. Die ebene Plattform und niedrige Bauart sollen hierbei Vielseitigkeit und optimale Gewichtsverteilung bei der Beförderung von Bau- und Landmaschinen garantieren. Zusätzlich liefert Fliegl auch Tiefladeranhänger klassischer Bauart mit Heckanschrägung und überfahrbarem Rahmenhals über dem Drehgestell. Alle Tieflader sind serienmäßig mit Elf-Tonnen-Achsen ausgestattet. Um kleinere Baufahrzeuge auf das Zugfahrzeug zu laden, sind für die Tieflader­anhänger Überfahrrampen mit mechanischer oder hydraulischer Bedienung erhältlich. Sie gleichen den Höhenunterschied zwischen Trailer und Lkw aus. Ein Abkuppeln wird überflüssig.
Die neueste Generation der Fliegl-Tiefladeranhänger verfügt über ein Staufach für Verbreiterungsholz in der Mitte der Ladefläche, eine Zuggabel mit drei Aufnahmepunkten für verschiedene Anhängehöhen, Auffahrrampen mit sicherer, einfacher Bedienung und Federhebeunterstützung. Fliegl bietet seine Modelle unter anderem in gekröpfter Ausführung, mit Nachlauflenkachse, Radmulden, hydraulischer Seilwinde, Rückfahrkamera, Gitterrostbelag und vielfältigen Zurrmöglichkeiten an. Die Fliegl-Satteltieflader werden mit einer bis vier Achsen angeboten und erlauben Nutzlasten zwischen sechs und 60 Tonnen. Das Baukastensystem gibt dem Kunden die Möglichkeit, sich seinen speziellen Tieflader zusammenzustellen. Im Bereich Satteltieflader wurde – speziell für die Beförderung von Arbeitsbühnen und Staplern – der Liftmaster konzipiert. Auch dieser kann individuell ausgestattet werden, beispielsweise mit oder ohne Teles­kopierung.

{BILD:631656:jpg}Goldhofer
Als Anbieter von Transportequipment für Schwer- und Schwerstlasttransporte bietet Goldhofer ein breites Spektrum an Fahrzeugen für den Maschinentransport an. Die Bandbreite reicht von klassischen Tiefladeanhängern der so genannten expert-Baureihe über die Satteltieflader der neuen MPA-Baureihe bis zu Schwerlastmodulsystemen der THP-Baureihe. Erich Traub (aus dem Marketing der Firma Goldhofer) erklärte, die Fahrzeuge würden laufend weiterentwickelt und optimiert. Ein Beispiel sei die Generation der Satteltieflader. „Die zum Patent angemeldete ‚MPA-Achstechnologie’ von Goldhofer ist das leichteste Einzelradsys­tem auf dem Trailermarkt und wurde nach dem Motto ‚Weniger ist Mehr’  für die Funktionen Achsführung, Lenkung, Federung, Dämpfung und Achsausgleich konzipiert. Aufgrund der außerordentlich großen Nachfrage nach der wartungsfreien Achstechnologie hat Goldhofer sein MPA-Programm mittlerweile um die Systeme MPA-V und MPA-K erweitert. Die Fahrzeuge des MPA-V-Systems sind Tiefbettfahrzeuge mit abnehmbarem Schwanenhals. Sie lassen sich mit unterschiedlichen Flachbetten, Bagger- und Kesselbrücken konfigurieren. Mit dem Kombinationssystem MPA-K bietet Goldhofer seinen Kunden nun sogar ein Baukastenkonzept für die MPA-Baureihe an. Dies beinhaltet kombinierbare Schwanenhälse, vordere Fahrwerke von ein bis drei Achsen und entsprechende Heckfahrwerke mit bis zu sieben Achsen.“ Zum Absatz der Tieflader erklärt Erich Traub: „Der Land- und Baumaschinenfachhandel spielt nur eine kleine Rolle für den Absatz unserer Fahrzeuge. Das liegt vor allem daran, dass diese Art von Fahrzeugen sehr beratungsintensiv ist und in der Regel individuelle Konfigurationen für den Endkunden gefunden werden müssen, die optimal auf seine Bedürfnisse passen.“ Allerdings verfüge Goldhofer über ein kleines Händlernetz im Land- und Baumaschinenhandel. Hier werden allerdings bei Neufahrzeugen fast ausschließlich Tiefladeanhänger der expert-Reihe vertrieben, ansonsten nur Gebrauchtfahrzeuge.“

{BILD:631657:jpg}HRD Trailer Engineering
Die Firma HRD Trailer Engineering aus Emlichheim produziert unter anderem Tieflader für den Transport von Baumaschinen. Diese haben bis zu acht Achsen. Zudem werden auch teleskopierbare Transportlösungen angeboten. Zur Entwicklungsarbeit erklärte Vertriebsassistentin Sarah Kellner: „In Zusammenarbeit mit unseren Kunden erstellen wir neue Fahrzeugkombinationen, die auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind.“ Eine aktuelle Neuheit aus dem Hause HRD sind Drei-Achs-Tieflader in Leichtbauweise. Diese gibt es ab einem Leergewicht von rund 7 600 Kilogramm mit Rampen, Radmulden und Baggerstielmulden. Zudem werde derzeit ein Transporter für einen Harvester vom Typ Timberjack 1270 EIT4 geplant. Hinsichtlich des Fachhändlers als Kunden berichtete Sarah Kellner, dass diese vor allem Tieflader mit Radmulden, Baggerstielmulden und Rampen nachfragen würden. Besonderes Augenmerk liege zudem auf einem möglichst geringen Gewicht. Erst kürzlich sei ein Drei-Achs-Tieflader an die Firma Schlüter in Erwitte ausgeliefert worden, so die Vertriebsassistentin weiter. Über den Land- und Baumaschinenfachhandel würden eher selten Tieflader vertrieben. Wenn doch, dann betreffe dies vorrangig Transportlösungen für Harvester aus der Forstwirtschaft.

{BILD:631658:jpeg}Humbaur
Die Firma Humbaur aus Gersthofen bietet Tieflader (Durchfahrtieflader, überfahrbare Tieflader, Tandem- und Drehschemelanhänger) und Kipper mit einem zulässigen Gesamtgewicht von zwei bis 40 Tonnen an. Die Kipper sind, nach Werksangaben, durch Aluminium-Auffahrrampen ebenfalls für den Maschinentransport geeignet.
Als Stärken im eigenen Programm werden bei Humbaur unter anderem die speziellen Rampen für Spezialmaschinen, der niedrige Auffahrwinkel und die hohen Punktlasten genannt. Alle Rahmen sind feuerverzinkt, was höchste Wertbeständigkeit und Langlebigkeit garantieren soll. Neuheiten im Programm gäbe es täglich, so Monika Niederreiner (Leiterin Unternehmenskommunikation bei Humbaur), da die Tieflader auf die individuellen Transportaufgaben der Kunden ausgerichtet werden.
Der Land- und Baumaschinenfachhandel spiele für Humbaur eine sehr große Rolle, so Monika Niederreiner weiter. Dabei würden überwiegend Tandemtieflader nachgefragt. Humbaur vertreibt auch viele Tieflader über den Land- und Baumaschinenfachhandel an weitere Kunden. Dieses Geschäftsfeld mache rund 35 bis 40 Prozent des Umsatzes, so die Leiterin Unternehmenskommunikation. Die Nachfrage betreffe hierbei alle Modelle des Sortiments.

{BILD:631659:jpg}Jotha Fahrzeugbau
Die Firma Jotha Fahrzeugbau aus Donauwörth bietet Tandem-Tieflader, Absetzkipper und Lösungen für den Pkw-Transport. Die Tandem-Tieflader zeigen ein Gesamtgewicht von 2 500 bis 5 000 Kilogramm und Nutzlasten bis 3 900 Kilogramm. Für Zugfahrzeuge mit geringerer Anhängelast, aber großem Nutzlastbedarf, bietet das Unternehmen zudem einen Tieflader aus Aluminium an. Hiermit wird bei einem Anhänger mit einem Gesamtgewicht von 2 500 Kilogramm eine Nutzlast von 2 050 Kilogramm erreicht. Die Tieflader sind komplett verschweißt und feuerverzinkt. Die Ladehöhen beginnen ab 450 Millimeter. Die Auffahrschienen können wahlweise unter der Ladefläche verstaut oder hochgeklappt werden. Optional werden die Tieflader mit einer dritten Auffahrrampe ausgestattet, damit auch die kleineren Baugeräte transportiert werden können. Die Seiten- und Bugwände bilden bei dieser Baureihe gleichzeitig den tragenden Fahrzeugrahmen.
Zum Vertrieb erklärte Christian Huber (Vorstand bei Jotha Fahrzeugbau): „Wir schätzen den Kontakt zu unseren Kunden im Baugewerbe sehr und sind auf deren Input für Verbesserungen angewiesen. Hier ergibt sich gerade auf Messen für uns regelmäßig die Möglichkeit zum Austausch. Gleiches gilt für unsere Vertriebspartner. An Ausstattung werden in der Regel Ablagemöglichkeiten für Baggerschaufeln, modifizierte Auffahrrampen und Seilwinden angefragt.“

{BILD:631660:jpg}Kögel Trailer
Das Unternehmen Kögel Trailer bietet im Bereich der Tieflader sowohl Satteltieflader, als auch Drehschemel-Tieflader mit gekröpftem Plateau. Letztere sind vor allem für den Transport von Baggern, Baumaschinen und schweren Arbeitsgeräten geeignet. Kögel bietet die Drehschemel-Tieflader mit drei oder vier Achsen an. Durchgesteckte IPE-Querträger und die Nutzung von hochfestem Feinkornstahl sollen, nach Werksangaben, einen äußerst stabilen Haupt- und Außenrahmen gewährleis­ten. Das Hinterachsaggregat ist manuell absenkbar und luftgefedert. Die serienmäßige, heckseitige Anschrägung führe zudem zu einer niedrigeren Ladehöhe und einem flachen Auffahrwinkel von zehn Grad, erklärt Patrick Wanner (Kögel Pressereferent) und meint zudem: „Die gekröpfte Bauweise eignet sich besonders für den Transport von Baumaschinen, Radladern und so weiter. Diese erfahren durch die Kröpfung eine zusätzliche Sicherung. Zudem ist ein Tieflader Drehschemel Drei-Achser mit geradem Plateau für den Transport von langen Ladegütern wie Schalungen oder Containern erhältlich.“ Der geschweißte Satteltieflader zeichnet sich ebenfalls durch sein gekröpftes Plateau sowie angeschrägtem Hochbett aus. Damit ist er für den Transport von Baggern, Radladern, Baumaschinen und schweren Arbeitsgeräten prädestiniert. Dank eines versetzbaren Königszapfens eignet sich der Tieflader auch für Zwei-Achs- und Drei-Achszugmaschinen. Zudem ist das Hochbett optional mit 400 Millimeter hohen abklappbaren Aluminiumbordwänden umrandet. Bei Bedarf können die Bordwände ohne Werkzeug entfernt werden. Für die Lagerung der Bordwände ist ein Staukasten mit Deckel montiert. Besonders für den Transport von hohem, bereiftem Ladegut sind optional Zwei x Zwei Radmulden – ein Paar im Tiefbett und ein Paar zwischen der zweiten und dritten Achse – mit Abdeckung und integrierter Verschlussmechanik erhältlich.

{BILD:631661:jpg}Schwarzmüller
Das Unternehmen Schwarzmüller bietet Tieflader in Form von Deichsel-, Zentralachs- und Sattelanhängern für den Transport von Baufahrzeugen sowie von Fahrzeugen für Landwirtschaft und Straßenbau. Es sind zwei- bis fünfachsige Ausführungen im Sortiment. Plateaus werden gerade oder gekröpft geliefert, optional auch mit Ausziehfunktion und Lenkachsen. Die Ausstattung kann an den jeweiligen Bedarf angepasst werden. Das Sortiment bestehe aus einer Vielzahl von verschiedenen robusten und nutzlastoptimierten Tiefladefahrzeugen, so das Unternehmen. Die Nutzungsdauer betrage demnach je nach Einsatz bis zu 15 Jahre und könne bei entsprechender Wartung durch die unternehmenseigenen Schwarzmüller-Werkstätten verlängert werden.
Optional können die Auffahrrampen zweiteilig, mit Hydraulik und verschiebbar geliefert werden. Radmulden-Vertiefungen oder Baggerlöffelmulden sind ebenfalls möglich. Für den Holztransport stehen ExTe-Rungen zur Verfügung. Die Tieflader können zudem mit Werkzeugkasten, Stau- und Zubehörfach oder Alu-Felgen ausgestattet werden. Diverse Zurrbügel und -ringe sowie optional ausziehbare Ladungsträger für überbreite Baufahrzeuge sind ebenso im Sortiment, wie ausziehbare Warntafeln und Rundumleuchten. Für flexibles An- und Abkuppeln kann eine Zuggabel mit Schwenk-Zugöse (40 und 50 Millimeter) eingesetzt werden. Ein weiteres Extra sind Containerverriegelungen.

{BILD:631662:jpeg}Unsinn Fahrzeugtechnik
Das Sortiment der Firma Unsinn Fahrzeugtechnik enthält Pkw-Anhänger bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zum Transport von Maschinen, Fahrzeugen und Gerätschaften. Das Unternehmen bietet Fahrzeuge mit feststehender Ladefläche, ausgerüstet mit durchgehender oder variabler Auffahrmöglichkeit, kippbare Ladeflächen mit niedrigem Auffahrwinkel, sowie hydraulisch bedienbare Absenkanhänger für Geräte und Maschinen mit geringer Bodenfreiheit. Oliver Baur (Verkaufsleitung bei der Unsinn Fahrzeugtechnik): „Unsere Stärke als mittelständisches Unternehmen mit über 160 Mitarbeitern ist, neben dem umfangreichen Standardprogramm, auf jeglichen Kundenwunsch – soweit konstruktionstechnisch und straßenverkehrstechnisch möglich – einzugehen.“ Die Fahrzeugrahmen würden aus geschlossenen Stahlprofilen geschweißt und im Anschluss im Tauchbad feuerverzinkt. Durch die daraus resultierende stabile Bauweise und Verarbeitung erhalte der Kunde ein zuverlässiges und langlebiges Arbeitsgerät ‚Made in Germany’, so der Verkaufsleiter weiter. „Als Neuheit haben wir unser Absenkanhängerprogramm um die Einachs-Serie AS, in den Gewichtsklassen ungebremst 750 Kilogramm bis gebremst 1 800 Kilogramm, ergänzt. Diese Fahrzeugtypen sind besonders zum Transport von Rasenmähgeräten, Kehrmaschinen, Motorrädern, ATV/Quads, Klauenpflegeständen, Kutschen, kleinen Pkw und vielem mehr geeignet.“ Der Land- und Baumaschinenfachhandel sei für die Firma Unsinn Fahrzeugtechnik die Hauptzielgruppe Nummer 1, berichtet Oliver Baur. Dabei würden Pritschenhochlader und Drehschemelanhänger mit Ladeflächen bis zu zehn
Meter Länge oder spezielle Baumaschinenanhänger und Absenkanhänger für den Transport von Arbeits- und Scherenbühnen verstärkt nachgefragt. Auf ebenfalls sehr starkes Interesse stoßen auch Dreiseitenkippanhänger, die kombiniert mit Auffahrschienen sowohl Fahrzeuge, als auch Palettenware, Schüttgüter und Brennholz/Hackschnitzel transportieren können. Abschließend berichtet Oliver Baur: „Selbstverständlich haben wir einige Land- und Baumaschinenhändler als Kunden, die unsere Produkte seit Jahren erfolgreich verkaufen und vor allem unsere hohe Qualität und Flexibilität zu schätzen wissen.“
 
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