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AT-Fachbeiträge

"Die Saat macht den Ertrag" aus der AGRARTECHNIK 05/2014

von , am
21.05.2014

Trends in der Sätechnik | Wie in anderen Bereichen der Landtechnik beherrschen auch in der Sä- und Düngetechnik Technologien zur Steigerung der Effizienz die Entwicklung. Deshalb bestimmen elektronische Steuer- und Regeleinrichtungen die Ausrüstung von Sämaschinen. Die Investitionsbereitschaft ist gut, die Hersteller rechnen mit einer stabilen Nachfrage.

Der Einsatz von Elektronik nimmt auch in der Sätechnik ständig zu, das bestätigen alle Hersteller. Die wesentlichsten Neuerungen im Bereich der Elektronik bei der Sätechnik werden Fahrgasseneinstellungen, elektrische Dosierantriebe und die GPS-gestützte, ertragskartierte Aussaat sein. „Der Trend geht ganz klar zu hochauflösenden Displays, die immer mehr Funk­tionen vereinen. Schlagworte wie Vorgewendemanagement, teilflächenspezifisches Säen und Dokumentation sind hier zu nennen“, erläutert Patrick Preußker, Väderstad. „Der Trend geht unserer Meinung nach weg von maschinenspezifischen Terminals hin zu Konsumelektronik wie dem iPad oder ISOBUS-fähigen Universal-Terminals." „Neben unserer automatischen Teilbreitenschaltung {BILD:609850:jpg}GEOcontrol, sind wir nun einen Schritt weiter zur Präzisionslandwirtschaft gegangen“, berichtet Andreas Potthast, Kverneland. „Unter dem Namen GEOseed verkaufen wir eine Technik, die es uns ermöglicht, jedem Saatkorn eine eigene GPS-Koordinate zu vergeben. Das bedeutet, wir sind im Bereich der Einzelkornsaat dazu in der Lage, Parallel- oder Dreiecks-Verbände zu legen. Das System bietet neben besseren Standraumverteilungen auch ganz neue Möglichkeiten für den ökologischen Anbau, wenn wir beispielsweise an ein Hacken quer zur Fahrtrichtung denken. Im Bereich der Getreidesaat merkt man einen Trend, der vermehrt zu elektrischen Antrieben geht. Neben der variablen Einstellung bietet sich die Möglichkeit, zum Beispiel von automatischer Abschaltung am Vorgewende. Die Kverneland Group setzt auch in Zukunft weiter voll auf eine ISOBUS-Steuerung. Diese ist Serie, sobald sich ein Landwirt für einen elektrischen Antrieb entscheidet. Somit kann der Kunde sein schleppereigenes ISOBUS-Terminal für die Steuerung des Anbaugerätes nutzen. „Im Bereich Elektronik in der Sätechnik ist in erster Linie die automatische Vorgewende- und Teilbreitenschaltung GPS-Switch zu nennen, die nach der breiten Einführung bei Düngerstreuern und Feldspritzen jetzt auch für die Aussaat zum Beispiel bei der Cirrus 03 im Fokus steht“, berichtet Torsten Wendhausen, Amazonen-Werke. „Vor allem auf kleineren Flächen, auf denen häufig gewendet werden muss, ist mit GPS-Switch eine entscheidende Entlastung des Fahrers und eine Verbesserung des Arbeitsergebnisses zu erzielen; das häufig anzutreffende Über- oder Untersäen an kritischen Stellen wird deutlich reduziert. „Um die komplexen Abläufe bei Drillmaschinen zu vereinfachen, wird auch hier immer mehr auf Elektronik gesetzt. Ein Bordrechner ist natürlich schon Serie, aber auch die Ausrüstung der Maschinen mit ISOBUS nimmt zu“, unterstreicht Lars Heier, Lemken. „Alle Lemken-Drillmaschinen verfügen über elektronische Steuerungen und bei den Modellen Saphir 8, Solitair 9 und 12 sowie allen Compact-Solitair-Maschinen werden die Säwellen elektrisch angetrieben. Mit der bei den Modellen Saphir 7 und Solitair 8 eingesetzten Steuerung Easytronic lässt sich das Anlegen von Fahrgassen zuverlässig und bequem steuern und überwachen. Auch die Abdrehprobe ist einfach und schnell ohne weitere Hilfsmittel durchführbar. Unser Elektronikkonzept erlaubt zudem, eine standardmäßig ausgerüstete Drillmaschine auf den ISOBUS-Standard aufzurüsten. Auf der letzten Agritechnica haben wir unsere GPS-gesteuerte Fahrgassensteuerung vorgestellt, die ein einfaches Anlegen der Fahrgassen ermöglicht. Auch an dem Thema des Vorgewendemanagements für die Drilltechnik wird gearbeitet, um ein genaues Zu- und Abschalten der Geräte und der Teilbreiten zu automatisieren." „Im Bereich Elektronik sind speziell in den letzten Jahren sehr viele Neuerungen in die Drilltechnik eingeflossen“, bestätigt Michael Braun, Horsch. „SectionControl und VariableRate sind nur zwei Beispiele. Zum Punkt Neuerungen sollte auf jeden Fall die Einzelkorntechnik für Raps und Getreide aus unserem Hause angesprochen werden. Diese neue Technik ist in der Lage, Kornfrequenzen bis 120 Hz zu erreichen und somit Getreide bei praxisüblichen Fahrgeschwindigkeiten zu vereinzeln.“
 

Vielseitiger Einsatz gefordert

Die Cirrus 03 von Amazone gibt es in Arbeitsbreiten von drei bis sechs Meter.
Mulchsaat ist Stand der Technik. Bei hoher Fahrgeschwindigkeit fordert sie höhere Schardrücke mit Doppelscheibenscharen. Die Doppelscheibenschare werden bei allen Herstellern am häufigsten verlangt. „Bei den Gesprächen, die wir mit unseren Kunden führen, geht  der Trend ganz klar in Richtung Mulchsaat- taugliche Maschinen mit Rollscharen“, betont auch Jürgen Gerstmeier, Kerner Maschinenbau. „Intensive getreidestarke Fruchtfolgen mit und ohne Mais  und die sehr unterschiedlichen Witterungsbedingungen der letzten Jahre zeigen, wie schwierig es ist, immer das Richtige zu tun“, umreißt Rainer Krug die Situation. „Die standorttypischen Faktoren, wie zum Beispiel im jahrelangen Mittel zu wenig oder zu viel Niederschlag,  mehrheitlich sandige oder tonige Verhältnisse müssen dabei in den Mittelpunkt gerückt werden. Eine Streifenbearbeitung mit dem Kuhn-Striger, der bereits seit mehreren Jahren auf dem Markt ist, macht etwa dann besonders Sinn, wenn auf einem trockenen Standort Reihenkulturen angebaut werden. Die Mulchsaat hat eine ganze Reihe Standorte erobert und der Speedliner C 3000 ist als klassische Mulchsaat-/Universaldrillmaschine bestens geeignet, mit den unterschiedlichsten Verhältnissen zurecht zu kommen. Unabhängig davon sind in vielen Regionen mit eher schweren Böden die Kreiseleggen, die heute auch auf Griff arbeiten können, nicht weg zu denken. Da die organischen Restmengen, die auf den Äckern verbleiben, tendenziell zugenommen haben, werden heute überwiegend Scheibenschare verlangt. Das Kuhn Seedflex-Scheibenscharsäelement setzt Maßstäbe in punkto Tiefenführung und Ablagegenauigkeit.“ 

Mulchsaat ist populär

{BILD:609809:jpg}{BILD:609808:jpg}Die Mulchsaat ist bei Kunden von Väderstad sehr populär. „Sie wird jedoch auf vielen Betrieben nicht immer konsequent durchgeführt“, merkt Patrick Preußker an. „Je nach Witterung oder Kultur wird innerhalb einer Fruchtfolge auch gepflügt. Welches Scharform gewählt wird, hängt stark vom Boden ab. Je schwerer der Boden, desto größer ist die Tendenz zum Einscheibenschar der Väderstad Rapid. Mit dem seit 1997 im Markt angebotenen Parallelogramm geführten Doppelscheibenschar hat Lemken damals konsequent den Weg der Mulchsaat-Tauglichkeit eingeschlagen. „Heute verkaufen wir nahezu 100 Prozent der Sämaschinen mit dieser Schartechnik“, berichtet Lars Heier. „Wenn ein Kunde heute in Sätechnik investiert, will er auf jeden Fall die Option haben, auch Mulchsaat machen zu können. Einen eindeutigen Trend Richtung Mulchsaat festzustellen ist eher schwierig, da viele Ackerbauprobleme (Fusarium, Ackerfuchsschwanz, Maiszünsler..) heute die gesamten Möglichkeiten des Ackerbaus verlangen. “ Auch bei Kverneland ist Mulchsaat nach wie vor ein sehr großes Thema, „auch wenn immer mehr Betriebe aufgrund von Gräserdruck wieder auf den Pflug zurückgreifen“, beschreibt Andreas Potthast die Situation. „Heutzutage kann man sagen, dass bei den Scharen die Scheibenschare zum Standard geworden sind. Es werden zwar weiterhin auch Schleppschare angeboten, allerdings sind zumindest in Deutschland hier die Verkaufszahlen rückläufig. Einige Maschinen werden neben Scheibenscharen auch mit Zinkenscharen ausgestattet. Festzuhalten ist, dass die Schare universell einsetzbar sein müssen. Sie müssen sowohl auf gepflügten Äckern als auch in der Mulchsaat störungsfrei funktionieren.“
 

Scheibenschare sind Standard

Die Universaldrillmaschine Eros von Kerner ist mit einer sehr leichtzügigen, zweireihigen Kurzscheibenegge ausgestattet. Arbeitsbreiten von drei bis sechs Meter werden angeboten.
„Die Betriebsleiter entscheiden je nach Fruchtfolge und Witterung, ob und wo die Mulchsaat für ihre Flächen die richtige Lösung ist, so dass sich das Verhältnis zwischen Pflugsaat und Mulchsaat von Jahr zu Jahr immer wieder verändern kann“, berichtet Torsten Wendland. „Vor diesem Hintergrund geht der Nachfragetrend eindeutig zu den RoTeC-Rollscharen, die gleichermaßen gut für die Pflug- und für die Mulchsaat geeignet sind. In Kombination mit Tiefenführungsrollen Control 10 oder 25 sichern die RoTeC-Schare, die Amazone in verschiedenen Ausführungen anbietet, auch bei schnellen Geschwindigkeiten eine hohe Laufruhe bei sehr präziser Tiefenführung. Je nach Typ können sie mit einem direkt an den Scharen wirksamen Druck von bis zu 55 Kilogramm beaufschlagt werden. Dass zugleich der Schardruck unabhängig vom Striegeldruck verstellt werden kann, ist ein weiterer Vorteil dieses Systems.“ Hartmut Bock, Rabe Grégoire-Besson, meint, dass das Thema Mulchsaat in Westdeutschland nicht mehr so stark diskutiert wird wie im Osten. „Gleichwohl verlangt der Markt heute Scheibenschare mit einem sicheren Einsatz unter sehr trockenen, aber auch sehr nassen Bedingungen.“
 

Schlagkraft erhöhen

Die Kuhn-Zellenraddosierung bietet eine ­sekundenschnelle Umstellung zur Feinsaat und eine sehr genaue Dosierung.
{BILD:609812:jpg}„Durch die in den letzten Jahren in Deutschland immer weiter angestiegenen Motorleistungen der verkauften Traktoren geht der Trend weiter zu größeren Vorratsbehältern und auch zu größeren Arbeitsbreiten“, erläutert Rainer Krug. „Bei den angebauten Maschinen bietet Kuhn selbst bei der etwas leichteren Premia-Baureihe Behältervolumen von bis zu 1 480 Liter, bei den hoch professionellen Aufbau-Maschinen sind sogar Volumen von bis zu    2 000 Liter im Programm. Bei großen Ackerbaubetrieben werden häufiger absätzige Verfahren angewendet, das heißt nach einer schlagkräftigen Bodenbearbeitung kommen Solo-Drillmaschinen mit großen Arbeitsbreiten in den Einsatz. Hier hat Kuhn gezogene Drillmaschinen mit   6 500 Liter Behältervolumen und neun Meter Arbeitsbreite im Programm.“Patrick Preußker, Väderstad, meint, dass der Trend nicht unbedingt immer zu größeren Arbeitsbreiten geht. „Gerade in den kleiner strukturierten Betrieben im Wes­ten Deutschlands ist oft noch Eigenmechanisierung vorhanden und gewünscht. Hier geht der Trend von der Kreiseleggenkombination zur gezogenen Universaldrille, die Arbeitsbreiten werden hier aber nicht deutlich breiter. Größere Saattanks gehen damit einher, da die Maschinen nicht mehr in der Dreipunkthydraulik gefahren werden." „Wir sind heutzutage sowohl bei der Einzelkornsaat als auch bei der Getreidesaat bei Arbeitsbreiten von zwölf Meter angekommen“, berichtet Andreas Potthast. „Auch die Behältergrößen erreichen Füllmengen, die das zulässige Gesamtgewicht einer Maschine sehr weit nach oben treiben. Ich gehe nicht mehr davon aus, dass der Trend zu noch größeren Maschinen geht, vielmehr werden die vorhandenen Maschinen immer intelligenter und können so kostensparender und bedienerfreundlicher eingesetzt werden, außerdem sind in Westeuropa die Transportdimensionen ein begrenzender Faktor.“„In gleichem Maße, wie das Wachstum der Einzelbetriebe und engere Fruchtfolgen mehr Schlagkraft erfordern, dürfte sich auch der Trend zu größeren Arbeitsbreiten und Behältervolumen fortsetzen“, meint Torsten Wendhausen, Amazonen-Werke. „Immer stärkere Bedeutung kommt dabei vor allem der Verringerung von Transport- und Nebenzeiten durch größere Saatgutbehälter zu. Deshalb bietet Amazone zum Beispiel auch mit der neuen Cirrus 3003 Compact mit drei Meter Arbeitsbreite einen sehr großen, 3 000 Liter fassenden Saatgutbehälter an. Alle Cirrus 03-Maschinen können außerdem mit den neu entwickelten Matrix-Reifen ausgerüstet werden, so dass sie auch bei gefülltem Saatgutbehälter mit 40 km/h sicher auf der Straße unterwegs sind." Größere Arbeitsbreiten werden künftig
sicher vermehrt nachgefragt werden“, ist Josef Hirtler, Vogel & Noot, überzeugt. „Der Bereich größere Vorratsbehälter wird vor allem bei Dreipunkt-Geräten an seine technischen und gesetzlichen Grenzen stoßen. Die Thematik Bodenverdichtungen und Rückverfestigung darf man hier nicht außer Acht lassen.“
 

Drei-Meter-Kombinationen

{BILD:609852:jpg}Die meisten Hersteller sehen die Drei-Meter-Kombinationen immer noch als die am häufigsten eingesetzten Maschinen, entweder mit mechanischer oder pneumatischer Sämaschine. Alois Kirchmayer, Pöttinger, bestätigt, dass der Trend bei mechanischen Sämaschinen bei drei Meter starrem Bereich mit großem Saatkastenvolumen bleibt. Arbeitsbreitenerweiterungen werde es verstärkt im Bereich der pneumatischen Sämaschinen geben. Bei Amazone haben die aktiven Säkombinationen nach wie vor den größten Anteil an den Verkaufszahlen. „Amazone bietet hier mit mechanischen und pneumatischen Sämaschinen in Kombination mit Kreiselgrubbern oder Kreiseleggen ein sehr breites Programm für alle Leistungsklassen und Betriebsgrößen an“, erläutert Torsten Wendhausen. „Grundsätzlich erweisen sich diese Kombinationen als Allroundmaschinen, die sowohl bei der Pflugsaat als auch bei der  Mulchsaat ein sehr gutes Arbeitsergebnis liefern. Sie eignen sich außerdem ideal für wechselnde Bodenverhältnisse, weil man die Intensität der Bearbeitung über Arbeitsgeschwindigkeiten, Zapfwellendrehzahlen sowie die Getriebeeinstellung am Bodenbearbeitungsgerät sehr einfach variieren kann.“Kuhn hat nach den Worten von Rainer Krug heute ein großes Programm an Drillkombinationen, sowohl mit mechanischer als auch mit pneumatischer Dosierung. Durch die großen Saatgutbehälter von bis zu 2 000 Liter,die leistungsfähige Zellenraddosierung , auch bei den mechanischen Drillmaschinen und die
{BILD:609854:jpg}{BILD:609855:jpg}Hochleistungs-Seedflex Säschiene mit Doppelscheibenscharen und Parallelogrammaufhängung bietet Kuhn auch in der Drei-Meter-Klasse sehr leistungsfähige Maschinen für Traktoren von 90 PS (Premia 300) bis zu  290 PS (Venta-NC 3000). „Bei diesen Kombinationen zahlt sich die Kuhn-Zellenraddosierung  aus, da sie neben der sekundenschnellen Umstellung zur Feinsaat auch eine sehr genaue Dosierung bietet“, beschreibt Rainer Krug die Technik. „Diese Zellraddosierung hat Kuhn in allen seinen Drillmaschinen. Die Drei-Meter-Drillkombinationen sind nach wie vor die mit Abstand am meisten nachgefragtesten, da starre Vier-Meter-Maschinen sehr selten verkauft werden und geklappte Vier-Meter-Maschinen eine zu geringe Mehrarbeitsbreite haben. Ab fünf Meter Arbeitsbreite werden geklappte oder gezogene Maschinen interessant.“ Mit den wachsenden Betriebsgrößen wird auch ein leichter Anstieg der größeren pneumatischen Drillmaschinen auftreten“, vermutet Lars Heier, Lemken. „Mit Arbeitsbreiten bis drei Meter wird die mechanische Drilltechnik stark nachgefragt. Erst, wenn die Arbeitsbreiten größer werden, oder das größere Tankvolumen gefordert wird, denken die Kunden auch über pneumatische Drilltechnik nach.“

Positiver Marktverlauf

Rabe Grégoire-Besson bietet mechanische und pneumatische Drillkombinationen mit drei Meter Arbeitsbreite an.
Die Erzeugerpreise sind momentan immer noch auf einem guten Niveau. Die derzeitige Investitionsbereitschaft der Landwirte im Bereich Sätechnik beurteilen alle Hersteller deshalb auch durchweg positiv. „Das Jahr 2014 ist bisher positiv verlaufen. Die Investitionsbereitschaft der Landwirte für Sätechnik liegt stabil auf Vorjahresniveau“, berichtet Torsten Wendhausen, Amazonen-Werke. „Als Folge der Aktion „Kreiselpower – Jetzt geht´s rund“ liegt der Absatz der aktiven Drei-Meter-Säkombinationen von Amazone sogar höher als im Vorjahr. Sehr stark nachgefragt werden außerdem die neuen, gezogenen Sämaschinen Cirrus 03. Die Nachfrage nach den Solo-Großflächen-Sämaschinen Citan mit Arbeitsbreiten zwischen sechs und 15 Meter, die beim absätzigen Säverfahren zum Einsatz kommen, hat international angezogen." „Die Investitionsbereitschaft unter den Landwirten zeigt sich in den letzten Monaten durchaus positiv“, vermeldet Andreas Potthast, Kverneland. „Gerade in Bereichen wie der Sätechnik, wo es um die Ausbringung von teuren Betriebsmitteln geht, ist noch Potential vorhanden, um effizienter zu werden. Das bedeutet, dass die Landwirte nicht nur investieren, um ihre vorhandene Technik zu ersetzen, sondern vielmehr auch um die Betriebsmittel effizienter einzusetzen." Kuhn hat in den vergangenen Jahren in der Bodenbearbeitung und Sätechnik in Deutschland starke Zuwächse gehabt, „insbesondere der Markt für Aufbaudrillmaschinen hatte sich besonders gut entwickelt“, so Rainer Krug
In Deutschland ist die Nachfrage stabil und weiterhin auf hohem Niveau“, bestätigt Lars Heier, Lemken. „Auf Grund des zurzeit sehr starken Euros ist die Investitionsbereitschaft in den „Nicht-Euro-Ländern“ etwas zurückhaltend. In Deutschland konnten wir einen leichten Zuwachs von fünf Prozent verzeichnen. In den anderen Märkten war der Zuwachs geringfügig höher.“
 

Ausblick

{BILD:609857:jpg}{BILD:609859:jpg}Torsten Wendhausen, Amazone, geht für 2014/2015 von einem allgemein stabilen Marktniveau aus. „Nach Einführung der neuen Baureihe Cirrus 03 setzen wir zugleich darauf, die Marktanteile bei den gezogenen passiven Säkombinationen deutlich steigern zu können. Auch in der letztjährigen Saison 2012/2013 ist das Marktvolumen für Drilltechnik in Deutschland gestiegen“, vermeldet Rainer Krug. „Für die laufende Saison rechnen wir mit einer stabilen Nachfrage, bei der wie in den letzten Jahren die Aufbaudrillmaschine eine besonders wichtige Rolle einnehmen wird.“ Die Marktentwicklung in 2013 war für Kerner sehr positiv. Den größten Zuwachs konnte das Unternehmen in Osteuropa erreichen. „Wir rechnen weiterhin mit einer sehr positiven Entwicklung“, betont Jürgen Gerstmeier. „Es wurden  durch die aktuelle Situation in der Ukraine zwar einige Aufträge auf Eis gelegt, Rumänien und vor allem Bulgarien laufen aber sehr gut. Sehr gut konnten wir dieses Jahr auch auf dem deutschen Markt zulegen, die derzeit harten Böden (ohne Frost) sind ideale Bedingungen für unser System.“Michael Braun, Horsch, erwartet in 2014/2015 einen gleichbleibenden bis leicht rückläufigen Markt für Sätechnik. „Auf Grund der aktuellen angespannten Lage in Osteuropa ist es schwierig hier eine Prognose abzugeben. Findet eine weitere Destabilisierung in der Ukraine und Russland statt, wird auch das Landtechnik-Geschäft darunter zu leiden haben.“ „Im Moment ist der deutsche Markt stabil auf Vorjahresniveau. Westeuropa, und hier speziell Frankreich ist etwas zurückhaltender und für Osteuropa kann man aktuell keine Prognose abgeben. Hier müssen wir die aktuelle politische Situation weiter beobachten“, erläutert Lars Heier. Die Investitionsbereitschaft der Landwirte wird sich auf dem derzeitig hohen Level halten, ist man bei Pöttinger überzeugt. „Insgesamt war die Marktentwicklung in 2013 aus unserer Sicht positiv, jedoch haben gewisse Märkte verhalten reagiert“, berichtet  Alois Kirchmayr, Pöttinger. „In der kommenden Saison kann es mitunter zu leichten Anspannungen kommen, da die Investitionsbereitschaft stark von den Produktpreisen abhängt.“
„Die Nachfrage ist sehr gut. Die Landwirte sind bereit in Sätechnik zu investieren“, bestätigt Josef Hirtler, Vogel & Noot. „Vor allem neue Innovationen, die die Sicherheit und Zuverlässigkeit betreffen, werden verstärkt nachgefragt.“  (rk)
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