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AT-Fachbeiträge

"Spätentwickler auf Langzeithoch" aus der AGRARTECHNIK 10/2014

von , am
15.10.2014

Trendbericht Kurzscheibeneggen | Der Markt für Kurzscheiben bewegt sich derzeit auf einem hohen Niveau. Ein weiteres starkes Anwachsen der Absatzzahlen wird aber nicht erwartet. Dafür werden die Arbeitsbreiten, die technischen Rafinessen und Einsatzkombinationen weiter zunehmen.

{BILD:619215:jpg}{BILD:619211:jpg}{BILD:619210:jpg}{BILD:619218:jpg}Kurzscheibeneggen sind eine junge Geräte-Gruppe für die Bodenbearbeitung. Waren sie um die Jahrtausendwende noch eher unbekannt, erlebten sie in der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnts einen regelrechten Nachfrageboom. Heute bewegt sich ihr Absatz weiter auf einem sehr hohen Niveau. Zu Beginn waren Kurzscheibeneggen vor allem für die flache Stoppelbearbeitung unmittelbar nach der Ernte gedacht. Heute sind sie aber auch in der Saatbettbereitung oder für den Zwischenfruchtanbau gängige Instrumente. Man kann mit ihnen enorme Fahrgeschwindigkeiten erreichen und somit ist auch die Flächenleistung je Stunde sehr hoch. Damit sie aber nicht nur auf leichten Böden (Einzugsprobleme auf schweren/ trockenen Böden), sondern für alle individuellen Bedingungen nutzbar ist, gibt es unterschiedlichste Gewichtsklassen, Scheibenanordnungen und weitere technische Finessen. Auch der Scheibendurchmesser ist ein sehr individuelles Themenfeld.
AGRARTECHNIK hat sich mit mehreren namhaften Herstellern über den Markt und die verwendete Technik von Kurzscheibeneggen unterhalten.
 

Nachfragezenit in Reichweite

Der Adapterrahmen SynCult zur Aufnahme des Gülleverteilers für die Catros-Scheibeneggen ist aus der Zusammenarbeit von Amazone und Vogelsang hervorgegangen.
AGRARTECHNIK: Wie hat sich der Markt von Kurzscheibeneggen in den vergangenen Jahren entwickelt? Wie ist die aktuelle Situation und mit welcher Entwicklung rechnen Sie für die kommenden Monate und mittelfristig?
Die Antworten waren weitestgehend von positiver Stimmung geprägt. Viele Marktteilnehmer sehen jedoch mit der aktuellen Nachfrage einen Gipfelpunkt erreicht oder bereits überschritten. Christoph  Laumann (Leiter Verkaufsförderung bei Amazone): „Die Entwicklung der Marktsituation im Bereich der Kurzscheibeneggen war in den vergangenen Jahren sehr positiv. Die Kurzscheibenegge ist keine Modemaschine, sondern hat sich am Markt etabliert und das Einsatzspektrum hat sich in den letzten Jahren erweitert. Auch mittelfristig erwarten wir eine positive Entwicklung des Marktes.“
Elmar Reuter (Verkaufsleiter bei Dal-Bo A/S Deutschland): „Der Markt für Kurzscheibeneggen war für Dal-Bo A/S in den letzten zwei Jahren relativ konstant. Im Vergleich zu den ‚Boomzeiten‘ – von 2005 bis zirka 2010 – sind es jedoch geringere Stückzahlen. Wir gehen für 2014 von einem konstanten Markt aus.“
Dennis van de Boom aus dem Verkauf der Evers Agro B.V. erklärte, der Markt für Kurzscheibeneggen habe sich in den letzten Jahren relativ stabil entwickelt. Trotz des vielfältigen Wettbewerbs und der variablen Nachfrage sei der Umsatz auch gegenwärtig noch ohne größere Schwankungen. Die nächsten Monate würden aber von einem schwierigen Markt gekennzeichnet sein, aufgrund der erwarteten Preisentwicklung.
Dennis van de Boom weiter: „Mittelfris­tig sehen wir mehr Nachfrage für unsere Ausführungen mit vier Scheibenreihen und mit stufenloser Schnittwinkelverstellung.“ Auch die Verwendung der Kurzscheibenegge hinter dem Gülletank oder Selbstfahrer, als Kombination zur Stoppelbearbeitung (Einarbeiten von Gülle oder Gärreste) werde zunehmen. Alexander Geffers (Territory Manager Germany bei Great Plains UK LTD): „Nachdem vor einigen Jahren der Markt für Kurzscheibeneggen in die Höhe geschnellt ist, hat sich der Absatz in den vergangenen zwei bis drei Jahren stabilisiert. Die Nachfrage nach gut funktionierenden Kurzscheibeneggen ist ungebrochen, wird sich allerdings mittelfristig auf dem aktuellen Niveau stabil halten. Es wird keine signifikante Erhöhung des Marktes geben und es werden weitgehend Ersatzbeschaffungen anstehen.“
Michael Braun (Teamleitung Produktmarketing bei Horsch): „Aus Horsch-Sicht ist die Nachfrage in allen Märkten stark steigend – sicherlich auch begründet durch die Produktupdates, die Horsch für die Joker CT und RT vorgenommen hat und die Vorstellung der Joker HD mit großem Scheibendurchmesser. Aktuell ist die Kurzscheibenegge weiter das Mittel der Wahl vieler Landwirte, wenn es um flache Bodenbearbeitung und Stoppelbearbeitung geht. Das sieht man auch an den Verkaufszahlen. Der Trend bleibt, da auch die Kurzscheibeneggen mit immer mehr Ausstattungsoptionen individualisiert werden können.“ {BILD:619212:jpg}Stefan Kröger (Marketingleiter bei Köckerling): „Der Markt für Kurzscheibeneggen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Mittlerweile hat fast jeder Hersteller von Bodenbearbeitungsgeräten auch Kurzscheibeneggen im Programm. Es gibt also seit einiger Zeit eine große Auswahl an unterschiedlichsten Maschinen.“ Rainer Krug (Vertriebsleiter bei Kuhn): „Der Markt für Kurzscheibeneggen hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Speziell in Raps-Getreidefruchtfolgen mit engem Boden­bearbeitungs-Zeitfenster und zum Stoppelsturz haben sie sich bewährt. Auch zur Vorbereitung der Maisaussaat im Frühjahr werden sie verwendet. Kuhn-Kurzscheibeneggen lassen sich gut in Mulchsaatverfahren integrieren, deshalb hat Kuhn mit den T-Ring-, den T-Liner und Packlinerwalzen ein Walzenprogramm entwickelt, das sich auch auf feuchteren Böden mit Mulchauflage gut einsetzten lässt.“ Michael Kotthoff (Produktmanager konservierende Bodenbearbeitung bei Kverneland): „Der Kurzscheibeneggen-Markt ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen und befindet sich heute auf einem sehr hohen Niveau. Dieses Niveau konnte in 2012/13 stabil gehalten werden und wird sicherlich auch heuer wieder erreicht werden. Vielerorts konnte vor der Ernte Lagergetreide gesehen werden. Bei solchen Voraussetzungen ist die Kurzscheibenegge das Mittel der Wahl.“
{BILD:619214:jpg}Josef Böcker aus dem Marketing bei Lemken antwortete, dass sich sowohl Umsatz als auch Stückzahlen der Kurzscheibeneggen in den letzten Jahren positiv entwickelt hätten. Das decke sich mit dem allgemeinen Landmaschinenmarkt. „Mit mehr als 2 300 Einheiten in 2013 gehören die Kurzscheibeneggen zu den wichtigsten Umsatzträgern bei Lemken. Für 2014 bleibt der Umsatz stabil. Für die nächsten Jahre versprechen wir uns – gerade durch unsere Neuentwicklung Rubin 12 als Ergänzung zum bisherigen Programm Rubin 9 und Heliodor 8 – weitere Zuwächse. Besonders in den für Lemken noch jungen Märkten USA und Kanada ist das Interesse an Kurzscheibeneggen sehr groß.“
Ryszard Klimek (POM Ltd.): „Die Branche entwickelt sich sehr dynamisch. Wer heute Bodenbearbeitungsgeräte verkauft, hat in aller Regel auch die Kurzscheibenegge im Programm. Durch die großen Variationsmöglichkeiten hinsichtlich der Ausstattung – zum Beispiel verschiedene Walzen, Striegel und so weiter – ist die Maschine unter vielfältigen Bedingungen einsetzbar. Zudem kann sie mit anderen Geräten kombiniert werden. Dazu zählt unter anderem der Sämaschinen-Aufbau, wie wir ihn mittlerweile auch anbieten.“
Alois Kirchmayr (Produktmanager bei Pöttinger): „In den letzten vier Jahren hat sich das Kurzscheibeneggen-Segment zufriedenstellend entwickelt. Aktuell ist der Markt aufgrund der Anspannung durch die schwankenden Erzeugerpreise eher vorsichtig und verhalten. Für die kommenden Monate wird sich die Lage etwas seitwärts bewegen. Es bleibt zu hoffen, dass für die kommende Saison wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist.“ Karl Manaberger (Sales Manager Export bei der Regent Pflugfabrik): „Nach unserer Meinung hat sich die Kurzscheibenegge in den letzten Jahren etabliert, wobei definitiv ein Trend zu größeren Scheiben und besserer Ausstattung festzustellen ist. Kurzscheibeneggen haben im Speziellen bei großen Mengen an Ernterückständen den Vorteil, dass sie wesentlich weniger zur Verstopfungen neigen und die Ernterückstände zusätzlich zerkleinert werden.“ Joseph Ortner (Sky Agriculture) berichtete, dass die Kurzscheibeneggen – als sie vor rund zwölf Jahren erschienen – vielfach als eine Modeescheinung betrachtet wurden. Heute jedoch haben sich diese Maschinen auf dem Markt durchgesetzt und ihre Stückzahlen stark gesteigert. Auch beispielsweise in Frankreich würden sie vielfach verwendet. Für die kommende Zeit rechne man aber mit einem leichten Rückgang. Alexandra Gößlbauer (Marketing-Management von Vogel & Noot): „Die Nachfrage von Kurzscheibeneggen war in den vergangenen Jahren für Vogel & Noot stark steigend. Aktuell konsolidiert sich diese Nachfrage am Markt. Vogel & Noot rechnet in den kommenden Monaten mit einem gleichbleibenden Bedarf. Regional lässt sich ein Trend hin zu Geräten mit Zinkenwerkzeugen anstatt der Kurzscheibenegge beobachten.“
 

Individuelle Maschinen
für alle Ansprüche

Kuhn bringt derzeit die neuen klappbaren Anbau-Kurzscheibeneggen Optimer+ 103 R auf den Markt. Die Arbeitsbreiten betragen vier, fünf und sechs Meter.
AGRARTECHNIK: Welche technischen Trends werden sich bei Kurzscheibeneggen Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren (weiter) durchsetzen? Weshalb ist das so? Welche optionalen Ausstattungen werden (künftig) verstärkt nachgefragt?
Hierauf waren die Antworten sehr breit aufgestellt. Neben dem Standard-Trend in Richtung größerer Arbeitsbreiten, geht es unter anderem in die Richtung Kombinationen (zur Saat oder auch zur Düngereinbringung), hydraulischer Scheibenwinkelverstellung und der Verwendung unterschiedlicher Nachläufer, um individuellen Ansprüchen gerecht zu werden.
Christoph  Laumann (Amazone): „Wir gehen davon aus, dass die PS-Leistungen der Schlepper weiter ansteigen und die Nachfrage nach großen Arbeitsbreiten demzufolge ebenfalls weiter steigen wird. Eine zunehmende Bedeutung im Bereich der Kurzscheibeneggen erfährt das Thema der gleichzeitigen Aussaat von Zwischenfrüchten während der Stoppelbearbeitung. Hier sehen wir eine steigende Nachfrage nach der Zwischenfruchtsämaschine Greendrill auf unserem Catros. Zudem gewinnt auch die direkte Einarbeitung von Gülle und Gärsubstraten eine immer größere Bedeutung. Daher haben wir in Verbindung mit der Firma Vogelsang den Catros pro mit SynCult Adapter entwickelt.“ Elmar Reuter (Dal-Bo): „Bei Dal-Bo A/S wird in Deutschland zu 90 Prozent die hydraulische Winkelverstellung verkauft – das ist unser Markenzeichen und das kommt bei unseren Kunden sehr gut an. Die MaxiDisc kann dadurch sehr vielseitig eingesetzt werden, zum Beispiel zur Saatbettbereitung im Frühjahr, nach dem Pflug, zum tieferen Arbeiten und nicht nur zur flachen Stoppelbearbeitung. Die MaxiDisc wird, im Vergleich zu früher, vorwiegend mit den ‚preisintensiveren‘ Nachläufer-Varianten – also einer 600-Millimeter-Boogie-Walze oder einer Kombination T-Ring-Flachstabwalze – nachgefragt.“ Dennis van de Boom (Evers Agro B.V.) berichtet, es seien mehrere Trends zu erwarten. Das wäre unter anderem eine Kombination von Maschinen (zum Beispiel eine Kurzscheibenegge mit Vorgrubber) für mehr Kapazität und eine hydraulische Verstellung der Scheiben. Auch verschiedenen Nachläufer würden unter anderem aufgrund der Direktsaat stärker nachgefragt. Alexander Geffers (Great Plains UK LTD) erklärt, es gebe bei Kurzscheibeneggen drei entscheidende Faktoren: Flexibilität, Gewicht und Rückverfestigung. Es sei von enormer Bedeutung, dass die Kurzscheibenegge auch bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten eine exakte Arbeitsqualität liefert. Extrem wichtig seien dabei die Tiefenführung und der Geradeauslauf bei verschiedenen Bearbeitungsgängen zu unterschiedlichen Wetterbedingungen. Um hier die maximale Flexibilität zu gewährleisten, müsse nach der Tiefenregulierung ebenfalls die Winkelstellung der Scheiben beachtet werden. Eine volle, stufenlose Einstellung des Schnittwinkels der Arbeitsscheiben sei unbedingt notwendig. Alexander Geffers weiter: „Die Kurzscheibenegge soll künftig immer mehr Aufgaben im Betrieb übernehmen. Die Einsatzspektren werden breiter – Bodenbearbeitung, Saatbettbereitung und so weiter. Aus diesen Gründen wird auch in Zukunft das Thema Rückverfestigung eine wichtige Rolle spielen. Um hohe Arbeitsgeschwindigkeiten und hohe Flächenleistungen realisieren zu können, müssen die Scheiben einer exakten Konturenführung folgen. Dies bedingt ein hohes Gewicht pro Scheibe, die einzeln aufgehängt ist.“ Michael Braun (Horsch): „Es kommen mehr Ausstattungen wie Doppelpacker, Crossbar oder die hydraulische Tiefenverstellung in die Maschinen. Diese Ausstattungen tragen zur Erweiterung des Einsatzgebietes der Scheibeneggen bei. Neben dem klassischen Stoppelsturz kommen auch ­Themen wie ein zweiter Arbeitsgang oder die Saatbettbereitung auf die Joker zu. Daher bietet Horsch zum Beispiel die erwähnte CrossBar an. Ein anderer Trend geht aber auch in große Arbeitsbreiten. Selbst in Deutschland sind acht, zehn und zwölf Meter breite Joker-Kurzscheibeneggen keine Seltenheit mehr.“ Stefan Kröger (Köckerling): „Zum Einen wird es Kurzscheibeneggen künftig in immer größeren Arbeitsbreiten geben. Die vorhandenen Zugleistungen der Traktoren ermöglichen diesen technischen Fortschritt. Auf der anderen Seite werden in den kommenden Jahren sicher auch zusätzliche Funktionen mit angeboten. Zum Beispiel eine Kleinsämaschine direkt auf der Kurzscheibenegge, wenn man die Thematik ‚Greening‘ betrachtet. Eine andere Zusatzfunktion wäre der bereits jetzt weit verbreitete Gülleverteiler auf einer Kurzscheibenegge.“ Rainer Krug (Kuhn): „Der Trend geht eindeutig zu größeren Arbeitsbreiten und zu höheren Leistungen. Damit verbunden sind eine höhere Stabilität der Maschinen und ein möglichst geringer Wartungsaufwand.“ Michael Kotthoff (Kverneland): „In Zukunft wird die Kurzscheibenegge weiterhin ihr Haupteinsatzgebiet in der Stoppelbearbeitung haben. Eine zusätzliche Aufgabe wird die Einarbeitung von Gülle sein, da hier die Vier-Stunden-Einarbeitungsfrist besteht. Dies kann im kombinierten Verfahren sein – also aufgesattelt auf einen Selbstfahrer oder ein Güllefass – oder solo in einem zweiten Arbeitsgang. Entscheidend dabei wird die Langlebigkeit der Kugellager sein, da diese in Verbindung mit Gülle einen erhöhten Verschleiß haben.“
{BILD:619216:jpg}Josef Böcker (Lemken): „Der Trend geht klar zu größeren Arbeitsbreiten. So bieten wir aktuell Kurzscheibeneggen mit bis zu zwölf Meter Arbeitsbreite an. Auch der Einsatz als Sologerät zur Stoppelbearbeitung oder in Kombination mit einer Drillmaschine als schlagkräftige Mulchsaatkombination wird immer mehr nachgefragt. Auch die Anforderung, große Mengen organischer Substanz wie zum Beispiel Maisstroh intensiv einzuarbeiten, kommt immer häufiger.“ Ryszard Klimek (POM): „Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass viele Kunden keine Maschine möchten, bei der man 1 000 verschiedene Dinge einstellen kann. So produzierten wir anfangs Maschinen, bei denen zum Beispiel Schnitt- und Greifwinkel der Scheiben eingestellt werden konnte. Die Kunden wollten aber Maschinen mit möglichst geringem Einstell- und Wartungsaufwand. Denn jede Wartung kostet Zeit, Geld und nicht selten Nerven. Aus diesem Grund statten wir unsere Maschinen heute nur noch mit einem verstellbaren Scheibenversatz aus, der erst jüngst den neuesten Erkenntnissen angepasst wurde. Weiterhin verbauen wir inzwischen nur noch wartungsfreie Lager. Andererseits arbeiten die Kunden unter unterschiedlichsten Bedingungen, was individuelle Lösungen erfordert. Deshalb haben wir unser Walzenprogramm erweitert, bieten einen Strohstriegel und Randbleche an. Auch die Kombinierbarkeit mit anderen Geräten kommt diesem Trend freilich sehr entgegen.“
Laut Alois Kirchmayr (Pöttinger) sei der Trend festzustellen, dass die Scheibendurchmesser tendenziell größer werden. „Vielfach wird mit den Scheibeneggen tiefer gearbeitet, was den altbekannten, schweren Scheibeneggen nahe kommt. Es ist die Herausforderung, mit den Scheibeneggen auch eine flache Arbeit im Bereich von fünf Zentimeter hin zu bekommen, um das Gerät für die Frühjahrsbestellung nutzen zu können. Neben den Scheibenwerkzeugen ist klar festzustellen, dass im Bereich der Rückverfestigung die richtigen Nachläufer geboten werden müssen. Wichtig ist, ein großes Sortiment für unterschiedliche Ansprüche anbieten zu können.“
{BILD:619219:jpg}Joseph Ortner (Sky Agriculture) berichtete, dass die Bauern recht bald nach der ­Etablierung der Kurzscheibeneggen versuchten, das Stoppeln mit der Aussaat zu verbinden. Aber die Präzision der Aussaat war zu niedrig, weil der Samen nur ungefähr platziert wurde. Deshalb gibt es heute eine Rückblende. Auch die Arbeitsbreite nehme weiter zu. Weiter geht der Trend immer mehr zu Doppelrollen für eine bessere Saatbett-Bereitung und zu kleinen Absätzen zwischen den Scheiben für eine bessere Arbeitsqualität bei niedriger Geschwindigkeit (23 Zentimeter gegen 25 bis 30 Zentimeter vorher). Patrick Preußker (Marketing & Verkaufsförderung bei der Väderstad GmbH) berichtete, ein Trend gehe in Richtung Vorwerkzeuge, um die Maschinen noch flexibler zu machen. Damit könne man auch Arbeitsgänge mit dem Mulcher einsparen (Zwischenfrüchte durch Greening). Weiter werde das Interesse an aufgebauten Sämaschinen für Feinsämereien weiter steigen. Damit können Zwischenfrüchte effektiv und kostengünstig in einem Arbeitsgang gesät werden.
 

Scheiben in
Grubber-Arbeitstiefe

Der polnische Hersteller POM und der Importeur Mezger Landtechnik haben auf der Agritechnica 2013 das Modell U644 TM vorgestellt.
AGRARTECHNIK: Gibt es einen Trend hin zu größeren Scheibendurchmessern und wenn ja, wie reagiert Ihr Unternehmen darauf?
Diese Frage wurde weitestgehend mit „Ja“ beantwortet. Allerdings sind die Einstellungen zu diesem Trend unterschiedlich. Auch der ­Bereich, ab dem ein Scheibendurchmesser als „groߓ gilt, scheint nicht linear zu sein.
Christoph  Laumann (Amazone): „Die Anforderungen an das Einsatzspektrum der Kurzscheibenegge sind in den letzten Jahren größer geworden. Neben der flachen Stoppelbearbeitung und Saatbeetbereitung gibt es die Forderung nach einer größeren Arbeitstiefe. Amazone hat hier reagiert, indem wir neben dem bewährten Catros mit einer glatten Scheibe mit 460 Millimeter auch den Catros+ mit 510 Millimeter Scheibendurchmesser anbieten. Das ‚+‘ steht hier für eine größere Arbeitstiefe und eine aggressivere Arbeitsweise der Scheiben.“ Elmar Reuter (Dal-Bo): „Dieser Trend scheint ja am Markt vorhanden zu sein, da einige Hersteller in diese Richtung anbieten. Da wir nach wie vor die ‚klassische‘ X-Scheibenegge mit 660er Scheiben produzieren, werden wir diesem Trend nicht folgen.“ Dennis van de Boom (Evers Agro) erlebt häufigere Nachfragen nach größeren Scheiben. „Da die Evers-Kurzscheibeneggen serienmäßig mit einer stufenlosen Verstellung der Scheiben aufwarten, ist es nicht erforderlich, diese mit größeren Scheiben auszustatten. Falls aber gewünscht, können wir auch einen größeren Durchmesser liefern.“ Alexander Geffers (Great Plains): „Ja, gibt es! Die Frage ist, was will man erreichen?!“ Zunächst stehe der Gedanke nach einer tieferen Bodenbearbeitung hinter der Idee der größeren Scheiben, so der Territory Manager für Deutschland. Der Hauptgrund, warum sich Great Plains gegen größere Scheiben bei den Kurzscheibeneggen entschieden habe, sei der Verlust der Flexibilität. Weiterhin sei die Scheibenwölbung extrem wichtig, erklärt Alexander Geffers weiter: „Bei größeren Scheiben muss die Konkavität der Scheibe größer sein. Dies beinhaltet zwar die Möglichkeit tiefer zu arbeiten, führt jedoch zu einer Menge negativer Nebeneffekte. Um ebenfalls aggressiv, aber auch flach arbeiten zu können ist die Winkelstellung der Scheiben entscheidend. Bei den 500-Millimeter-Scheiben haben wir die Möglichkeit der individuellen Anordnung. Ihre Drehzahl ist weit höher als die von größeren Scheiben. Häckseln und Stoppelsturz werden optimiert und es wird ein feineres Saatbett angelegt. Für die Zukunft ist somit nicht die Größe der Scheibe, sondern die Form ausschlaggebend. Wir reagieren mit neu entwickelten Scheibentypen und der erhöhten Flexibilität – volle Winkelverstellung der Scheibenreihen – auf die Anforderungen der Landwirte.“ Michael Braun (Horsch): „Horsch hat bereits zur Agritechnica 2013 nach einer langen Erprobungsphase die Joker HD mit einem Scheibendurchmessser von 620 Millimeter vorgestellt. Hier erweitert sich der Einsatzzweck natürlich auf schwere Böden und problematische Ernterückstände wie große Mengen von Körnermais­stroh, Sonnenblumen und so weiter.“ Stefan Kröger (Köckerling): „Maschinen mit großen Scheiben erfahren in letzter Zeit eine verstärkte Nachfrage. Köckerling hat sich bereits seit Beginn der Entwicklung von Kurzscheibeneggen auf eine klare Strategie festgelegt. Es gibt die Produktlinie Rebell ‚classic‘ und die Produktlinie Rebell ‚profiline‘. Die Maschinen aus der ‚classic‘-Serie haben Scheiben mit 510 Millimeter Durchmesser und werden im Dreipunkt angebaut. Bei den Kurzscheibeneggen aus der Produktlinie ‚profiline‘ wurden von Beginn an sehr große Scheiben mit 620 Millimeter Durchmesser eingesetzt, um auch eine etwas tiefere Bodenbearbeitung mit der Maschine erledigen zu können.“ Rainer Krug (Kuhn) erklärt, Kuhn habe von Anfang an auf Scheibendurchmesser über 500 Millimeter gesetzt. Damit sei eine flache Stoppelbearbeitung von drei Zentimeter möglich, aber auch Arbeitstiefen von zehn Zentimeter könnten durchgeführt werden. Grundsätzlich solle der Scheibendurchmesser nicht kleiner als 500 Millimeter sein. Michael Kotthoff (Kverneland): „Kverneland hat die Qualidisc seit jeher mit der großen 573-Millimeter-Scheibe ausgestattet. Diese Maschine stellt heute die ‚Premium Version‘ der Kverneland-Kurzscheibeneggen dar. Um aber auch im Segment der kleineren und leichteren Bauweisen am Markt vertreten zu sein, wurde die ‚Qualidisc Farmer‘ auf der Agritechnica vorgestellt. Die neue Maschine unterscheidet sich von der Qualidisc durch eine etwas kleinere Scheibe mit 520 Millimetern und eine zirka 15 Prozent leichtere Bauweise sowie einen rund 15 Prozent geringeren Preis.“ Josef Böcker (Lemken): „Der Trend geht klar zu größeren Scheibendurchmessern. 2001 startete Lemken mit der Kurzscheibenegge Rubin 9, die bereits einen Scheibendurchmesser von 620 Millimeter hatte. Seit dem letzten Jahr bieten wir mit der Rubin 12, deren Scheiben einen Durchmesser von 735 Millimeter haben, die Kurzscheibenegge mit dem größten Durchmesser am Markt an. Die Rubin 12 ist somit in der Lage, mit Arbeitstiefen von bis zu 20 Zentimeter in Bereiche vorzudringen, die bisher nur Grubbern vorbehalten waren. Alle weiteren Hersteller erhöhen die Scheibendurchmesser zurzeit von zirka 450 Millimeter jetzt auch auf Durchmesser über 500 Millimeter.“ Ryszard Klimek (POM): „Dieser Trend ist tatsächlich zu beobachten. Größere Scheibendurchmesser gestatten ein tieferes Eindringen in den Boden. Zu Beginn verkauften wir ausschließlich Scheiben mit 460 Millimeter, später kamen 510 Millimeter-Scheiben und seit diesem Jahr bieten wir sogar einen Scheibendurchmesser von 560 Millimeter an. Allerdings haben wir auch festgestellt, dass der Krümel-Effekt bei kleineren Scheiben besser ist.“ Alois Kirchmayr (Pöttinger): „Pöttinger hat vor zwei Jahren auf eine größere Scheibe umgestellt. Für Pöttinger ist es wichtig, die Maschine nicht in eine Spezialanwendung zu bringen, sondern als Allrounder einzusetzen. Denn es ist zu sehen, wie unterschiedlich die Jahre und demzufolge die Verhältnisse für die Geräte sind.“ Karl Manaberger (Regent): „Eindeutig, Regent bietet bereits einen Scheibendurchmesser mit 610 Millimeter an. Die Scheiben werden größer, da sich somit die Durchmischung des Erdreichs mit Ernterückständen verbessert.“
{BILD:619222:jpg}Patrick Preußker (Väderstad): „Diesen Trend gibt es unserer Meinung nach nicht generell. Die kleine Scheibe hat weiterhin ihre Berechtigung und ist der großen Scheibe in einigen ackerbaulichen Belangen überlegen. Beispielsweise bei der Bekämpfung von Ausfallraps. Dieser wird mit großen Scheiben oft zu tief vergraben mit der Folge, dass auf vielen Flächen nach der Aussaat deutlich mehr Rapspflanzen ­stehen als eigentlich beabsichtigt. Gerade bei Hybriden ist dieser Umstand sehr kritisch zu sehen, da die Folgegenerationen keinen Ertrag mehr produzieren und nur noch um Licht, Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Daher gewinnt die effiziente Bekämpfung von Ausfall- beziehungsweise Altraps immer mehr an Bedeutung. Bei Betrieben, die viel mit organischen Düngern arbeiten und dort, wo die Maschinen sowohl für die flache als auch für die mitteltiefe Bodenbearbeitung eingesetzt werden sollen, hat die große Scheibe ihre Berechtigung. Wir reagieren hierauf mit drei verschiedenen Scheibendurchmessern – 450, 510 und 610 Millimeter – sowie der Möglichkeit, bei den beiden großen Scheiben den Schnittwinkel der Scheibe in vier verschiedenen Stufen verstellen zu können: Sehr aggressiv bei der flachen Bearbeitung, weniger aggressiv bei tieferer Bearbeitung oder wenn weniger eingemischt werden soll. Diese Schnittwinkelverstellung erlaubt es, mit dem gleichen Schlepper sowohl flach als auch tief arbeiten zu können, da durch den geringeren Schnittwinkel der Zugkraftbedarf nicht so stark ansteigt.“
Alexandra Gößlbauer (Vogel&Noot) sieht den Trend in Richtung Scheibendurchmessern über 600 Millimeter gehen. Längere Standzeiten und weniger Wartung seien die Hauptgründe dafür. Auch kann man mit größeren Scheibendurchmessern theoretisch größere Arbeitstiefen erreichen.
 

Gummilagerungen
in der Mehrzahl

Die Kurzscheibenegge TerraDiscpro Hydro 400 und 500 von Väderstad mit Aufsattelfahrwerk kann nun auch mit einem hydraulischen Frontboard und Zinkenstabilisatoren ausgerüstet werden. Das Frontboard wird an den Tragrahmen geflanscht und mittels doppelt-wirkenden Hydraulikzylindern verstellt.
AGRARTECHNIK: Bei der Scheibenbefestigung am Rahmen werden zahlreiche Wege beschritten. Kristallisiert sich ein System als besonders vorzüglich heraus und warum?
Viele Hersteller nutzen inzwischen Gummilagerungen. Diese sind, so die Argumente der entsprechenden Anbieter, wartungsfrei und haben dennoch die nötige Flexibilität, sich an die Unebenheit des Bodens anzupassen. Allerdings gibt es auch Hersteller, die andere Scheibenbefestigungen nutzen und argumentieren.
Christoph  Laumann (Amazone): „Wenn man einmal über die am Markt verfügbaren Maschinenkonzepte der Hersteller schaut, wird deutlich, dass sich die Befestigung der Scheibenarme mit Gummifederelementen am Rahmen durchgesetzt hat. Für das System sprechen unter anderem die Wartungsfreiheit und die integrierte Überlastsicherung der Scheiben. Daneben sehen wir durch die ­Einzelaufhängung  der Scheibenträger auch eine verbesserte Konturfolge der Scheiben.“ Elmar Reuter (Dal-Bo): „Wir haben von Anfang an auf die einzelaufgehängte Gummilagerung gesetzt und bleiben auch dabei, da dieses System sehr zuverlässig und langlebig ist. Es gibt aktuell nach zirka zehn Einsatzjahren in diesem Bereich fast keine Reklamationen.“ Dennis van de Boom (Evers Agro): „Dies ist sehr abhängig von den Bedingungen. Auf Böden mit vielen Steinen ist die Federsicherung mit 20 Zentimeter Ausweichung die beste Lösung.“ Auf leichte Böden sei dagegen ein starres System zu bevorzugen und zwischen beiden Extremen liege die Gummi-Befestigung. Alexander Geffers (Great Plains): „Um bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten eine  gute Arbeitsqualität sicherzustellen, ist die Konturenverfolgung der Scheibe wichtig. Hier hat sich die einzelne Aufhängung der Scheiben bewährt. Die Pro-Aktiven – also einzeln aufgehängten – Scheibeneinheiten bieten einen verbesserten Schutz vor Steinen und eine bessere Konturenverfolgung bei schneller Fahrt. Alle Scheiben werden zusätzlich durch ein drehbares, gepanzertes Lagergehäuse geschützt.“ Michael Braun (Horsch): „Horsch befes­tigt generell immer zwei Scheiben an einem Halter, das führt zu erhöhtem Durchgang und geringer Anfälligkeit für Verstopfungen. Die Scheibenhalter sind mit vier Gummipuffern am Rahmen befestigt. Hier gibt es keinen Drehpunkt und keinen Verschleiß. Die Befestigungen sind außerdem wartungsfrei und dienen gleichzeitig als Überlastsicherung und Stoßsicherung, was die Maschinen langlebiger macht.“ Stefan Kröger (Köckerling) erklärte, dass Köckerling, bei der Scheibenbefestigung am Rahmen, auf eine Blattfeder setze. Diese Befestigung, bei der jede Scheibe einzeln aufgehängt ist, sorge dafür, dass die Maschine eine sehr hohe Laufruhe habe (dreidimensionale Steinsicherung).
Rainer Krug (Kuhn): „Die Scheiben von Kuhn werden mit vergüteten Stahlarmen am Rahmen befestigt. Die Lagerung erfolgt pro Scheibe mit vier wartungsfreien Elastomerblöcken aus Polyurethan. Damit haben unsere Kunden sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Michael Kotthoff (Kverneland): „In unseren Augen hat sich die Befestigung der Scheiben mittels eines Tragarms am Rahmen durchgesetzt. Wichtig ist, dass jede Scheibe einzeln aufgehängt ist, sodass zum Beispiel unter steinigen Bedingungen jeweils nur eine Scheibe bei erhöhtem Druck auslöst. Ebenfalls hat sich die 100 Prozent wartungsfreie Überlastsicherung mit Gummielementen durchgesetzt. Wichtig ist die Einkerbung im Dachprofil, sodass die Scheibe bei erhöhtem Druck nur nach hinten und nicht seitlich ausweichen kann.“ Josef Böcker (Lemken): „Bei unserer ‚kleinsten‘ Kurzscheibenegge Heliodor mit einem Scheibendurchmesser von 465 Millimeter erfolgt die Befestigung über seit Jahren bewährte Blattfederelemente, die auch gleichzeitig als Überlastsicherung dienen. Beim Rubin 9 und 12 mit den deutlich größeren Scheibendurchmessern von 620 und 735 Millimetern werden vorgespannte Federelemente zur Befestigung eingesetzt. Sie sorgen stets für einen optimalen Druck auf die Scheiben und damit für eine hohe Arbeitsintensität. Weiterhin werden die Scheiben spurtreu ohne seitliches Ausweichen geführt. Auch bei harten, schweren Bodenverhältnissen wird die Arbeitstiefe eingehalten. Die stabile Ausführung ermöglicht auch den Einsatz bei sehr steinigen Bodenverhältnissen.“ Ryszard Klimek (POM): „Wir verbauen seit jeher gummigelagerte Scheibenarme. Sie sind verschleißfrei und haben dennoch die nötige Flexibilität, sich an die Unebenheit des Bodens anzupassen und für eine gleichmäßige Bearbeitung zu sorgen. Natürlich muss dafür gesorgt werden, dass sich die Scheibenarme aufgrund des großen Seitendrucks nicht verschieben. Hier haben wir durch halbmondförmige Begrenzungsplatten an beiden Seiten Möglichkeiten gefunden, dies zu verhindern. Zusätzlich werden die Gummis sowohl von oben – in Form von Einkerbungen auf dem ‚Deckel‘ – als auch von unten her – mittels auf dem Querbalken aufgeschweißter Flacheisen – am Verrutschen gehindert. Durch die Verwendung von 200 Millimeter breiten Scheibenhaltern ist die Gefahr, dass die Gummis kaputt gehen, minimiert worden.“ Alois Kirchmayr (Pöttinger): „Pöttinger setzt klar auf die patentierte Twin Arm Lösung, wo die Scheibenwerkzeuge absolut keine seitliche Ausweichmöglichkeit haben und so Fahrspuren oder verdichtete Stellen sicher bearbeiten werden können.“ Karl Manaberger (Regent) erklärt, aufgrund der größeren Scheiben und daraus resultierenden höheren Belastungen der Lager und Scheiben, werde sich die federbelastete Einzelaufhängung der Scheiben gegenüber einfacheren Anbauvarianten durchsetzten. „Geschweißte Befestigungen sind in Verbindung mit einer büchsengelagerten und mit einer gefederten Vorspannung der Scheibe natürlich die aufwendigste Methode. Sie funktionieren aber bei großen Arbeitsbreiten und schwierigen Verhältnissen am Feld am besten. Wobei der Wartungsaufwand in Bezug auf das Fetten der beweglichen Teile ein Nachteil gegenüber Varianten mit geschraubten Gummilagerungen darstellt. Aus diesem Grund wird bei Regent verstärkt an der Verlängerung der Wartungsintervalle gearbeitet.“ Joseph Ortner (Sky Agriculture): „Bei der Scheibenbefestigung am Rahmen, bieten wir beides an. Die Maxidrill Sämaschine ist mit einem Gummischlauchsystem und die Kurzscheibenegge mit einem Flachfedersystem ausgerüstet. Der große Scheibendurchmesser hat uns dazu bewogen, ein Flachfedersystem zu nutzen, denn das Gummischlauchsystem erlaubt nicht, genug Druck auf den Scheiben zu behalten. Patrick Preußker (Väderstad): „Unserer Meinung nach ist die Befestigung mit Gummis am Rahmen die beste Lösung, da hohe Kräfte übertragen werden können und die Befestigung wenig verschleißanfällig ist. Weiterhin kristallisiert sich heraus, dass jede Scheibe mit einem eigenen Arm befestigt werden sollte, da so der Durchgang höher ist und die Lagerungen deutlich weniger verschmutzt werden als bei der Variante mit zwei Scheiben pro Arm.“ Alexandra Gößlbauer (Vogel & Noot): „Vogel & Noot hat die Scheibenbefestigung am Rahmen mit Gummilagerung gelöst. Dies ist aus unserer Sicht eine einfache, kostengünstige und wartungsfreie Lösung mit hervorragender Anpassung an Bodenunebenheiten.“(mm)

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