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AT-Fachbeiträge

"Stabile Entwicklung" aus der AGRARTECHNIK 03/2014

von , am
19.03.2014

Markt für Grünfuttererntemaschinen | Mit den Verkäufen in der vergangenen Saison zeigen sich alle Hersteller zufrieden und auch für die kommenden Monate wird ein stabiles Marktumfeld erwartet. Die Kunden setzen auf Kosteneffizienz und Futterqualität in der Grünfutterernte.

{BILD:604079:jpg}Ein positives Resümee ziehen die Hersteller von Grünfuttererntetechnik für die Saison 2012/2013. Mit einem Rückgang von vier Prozent bei Zettwendern und Schwadern sowie um drei Prozent bei Mähwerken lagen die Verkaufszahlen in Deutschland nur knapp unter dem sehr guten Vorjahresniveau. 10 800 Mähwerke und 10 265 Wender und Schwader konnten die Hersteller in Deutschland an den Mann bringen. „Damit spiegeln sich weiterhin die überwiegend günstigen Rahmenbedingungen für die Futterbaubetriebe wider“, kommentierte Wilhelm Voß, Vorsitzender der ­VDMA-Produktgruppe für Grünfuttererntetechnik, das Ergebnis. Maßgebliche Gründe dafür sind unter anderem der gute Milchauszahlungspreis sowie die vorübergehend niedrigeren Kos­ten für Futtermittel. Die Maschinenanbieter erlebten allerdings innerhalb des abgelaufenen Saisonjahres eine durchaus schwankende Nachfragesituation. „Durch den sehr langen Winter herrschte eine deutliche Zurückhaltung bei den Landwirten im Frühbezugsgeschäft, während die großen Futtermengen und die regional knappen Zeitfenster für die Silage- und Heuernte noch zu einer spürbaren Belebung und kurzfristigen Investitionsentscheidung während der Erntesaison führten“, so Voß weiter. {BILD:604076:jpg}Die Milchpreise sind nach wie vor auf einem guten Niveau. Deshalb sind die Hersteller auch zuversichtlich, was die Nachfrage nach Geräten für die Grünfutterernte betrifft. „Wir hatten bis zur Agritechnica eine sehr hohe Nachfrage  nach Futtererntemaschinen, die auch damit zu tun hatte, dass sich die Erntesaison 2013 durch den sehr späten ersten Schnitt, weit in den Herbst geschoben hatte“, berichtet Rainer Krug, Kuhn. „Diese hohe Nachfrage ist in der Zeit nach der Agritechnica etwas zurückgegangen und wird jetzt, wo die Frühjahrs-Ausstellungen vieler Händler bevorstehen, mit Sicherheit wieder zunehmen.“ {BILD:604075:jpg}Auch für die kommende Saison 2014/2015 erwarten die Hersteller keinen signifikanten Einbruch der Stückzahlen. „Die Erzeugung von Qualitäts-Grundfutter ist nach wie vor ein sehr wichtiges Ziel für erfolgreiche Milchviehhalter“, betont Rainer Krug. „Im Frühjahr 2013 konnte durch die kalte und nasse Witterung im Mai  der erste Schnitt häufig nicht zu dem idealen Zeitpunkt durchgeführt werden. Die Folge waren deutlich verringerte Energiegehalte in der Grassilage. Diese Zusammenhänge sind den Betriebsleitern gegenwärtig und deshalb wird auch in Zukunft in schlagkräftige und grundfutterqualitätsfördernde Technik investiert“.  „Die Investitionsbereitschaft im Bereich der Futtererntemaschinen bewerten wir für die Kverneland Group Deutschland im Augenblick als positiv“, berichtet Chris­tian Wilk, Kverneland.  „Der Gesamtmarkt in Deutschland ist nach zwei sehr guten Saisons 2011/12 und 2012/13 leicht rückläufig. {BILD:604080:jpg}Die Prognosen für die Saison 2014/15 stellt wieder Zuwächse in Aussicht.“ Auch bei Lely sieht man den Markt positiv trotz eines erwarteten Rückgangs  um fünf ­Prozent. 2013 konnte das Unternehmen eine leichte Steigerung seiner Marktanteile bei gleichem Gesamtmarkt erreichen.

Größere Maschinen

Mähwerke, Wender und Schwader produziert Kverneland auch in den Farben von Deutz-Fahr.
Da der Markt immer sehr stark von der Milchpreisentwicklung abhängt, erwartet Pöttinger eine Steigerung der Investitionsbereitschaft. „Wir befinden uns jedoch bereits auf hohem Niveau“, stellt Stephan Ackermann, Pöttinger, fest. „Der Grünlandbereich ist mit 61 Prozent in der Sparte Landtechnik der Hauptumsatzträger bei Pöttinger. Im Vergleich zum Vorjahr konnte im Grünlandbereich ein Plus von knapp drei Prozent erzielt werden. Neben den vielen Produkt­innovationen war auch das durchwegs positive Marktumfeld für das gute Ergebnis ausschlaggebend.“ {BILD:604077:jpg}Bei Krone sieht man die derzeitige Investitionsbereitschaft der Landwirte im Bereich Grünfutterernte durchaus positiv. „Nachdem die Landwirte in den vergangenen Jahren viel in Stallungen und die Innenwirtschaft hineingesteckt haben, wird jetzt wieder stark in die Landtechnik investiert“, erläutert Heinrich Wingels, Krone. „In Deutschland, Österreich und der Schweiz, und ganz allgemein in Westeuropa hat sich der Absatz unserer Erntemaschinen positiv entwickelt und auch in Osteuropa konnte Krone die Marktanteile mit dem Verkauf von Erntemaschinen in einem wachsenden Markt um vier Prozent steigern. Die weitere Marktentwicklung zeigt sich positiv, jedoch leicht verhalten. Die Vorlaufzeiten von Maschinen-Käufen werden kürzer. Kaufentscheidungen werden häufiger spontan getätigt. „Die Investitionsbereitschaft in Deutschland ist gut – aber mit einem deutlichen Stückzahl-Minus zum Vorjahr“, stellt Peter Weinand, Claas, fest. „Der Nachholbedarf ist aufgeholt und es wird gezielt in größere Einheiten zur Kapazitätserweiterung investiert. Die Stimmung ist aber keineswegs einheitlich in den Exportmärk­ten. Trotz eines leichten Stückzahl-Rückgangs in 2013 war der Markt für Futtererntemaschinen auf einem hohen Umsatzniveau. Die Marktentwicklung in Europa war in Österreich positiv im Vergleich zu 2012, in der Schweiz stabil. In Westeuropa gab es einen leichten Rückgang (etwa drei Prozent) und in Osteuropa einen deutlichen Rückgang, dort allein in Russland fast um 50 Prozent. Für die Saison 2014/2015 gehen wir davon aus, dass die Stückzahlen weiter leicht zurückgehen werden, und der Umsatz eher stabil bleibt, da die Einheiten im Schnitt größer werden.“ Trotz der hohen Milchpreise stellt Fella in den letzten zwei Monaten eine allgemeine Kaufzurückhaltung fest. „Die momentane Nachfrage entspricht klar nicht den derzeitigen guten Rahmenbedingungen“, bemerkt Erhard Klamer, Fella. „Die Marktentwicklung für Futtererntemaschinen zeigte sich im Jahr 2013 weiterhin auf einem guten, hohen Niveau, wenn auch die Zahlen von 2012 nicht ganz erreicht werden konnten." Zufrieden ist man auch bei Elho. „Mal sehen, wir lange dieses Wachstum anhält“, rätselt Heinrich Bührke, Elho. „Der Landwirt ist bei Bedarf sofort investitionsbereit und es  besteht reges Interesse.“  Auch bei der weiteren Marktentwicklung ist Heinrich Bührke zuversichtlich. Einen positiven Trend hin zu professioneller Technik sieht Nico Weßling, John Deere: „Wir setzen bereits seit langem ausschließlich auf Mähaufbereiter. {BILD:604081:jpg}Wie auf der VDI-Tagung „Landtechnik für Profis“ gezeigt, liegt der Engpass vorwiegend beim Zetten. Der Mähaufbereiter löst dieses Problem." Den Drang zu höherer Schlagkraft spürt auch der polnische Hersteller Samasz. „Auch die kleine Landwirte suchen jetzt nach Maschinen, die höhere Produktivität und kleinen Leistungsbedarf haben“, stellt Grzegorz Biedrzycki Samasz, fest. „Auch kleinere Betriebe schauen jetzt zu großen Mähwerken wie unser MegaCUT und GigaCUT, um Zeit und Diesel zu sparen. Alle haben gute Traktoren und deswegen können sie auch größere Maschinen benutzen. Wir setzen bei Samasz jetzt auf Neuheiten, die auch in Hanglagen präzise arbeiten können. Kleine Maschinen und auch Trommelmähwerke werden weniger nachgefragt, sind aber nicht ohne Bedeutung. Osteu-ropa ist für uns ein wichtiger Partner. Gerade versuchen wir einen großen Auftrag aus Weißrussland zu bekommen, es betrifft eine große Menge von Schmetterlingsmähkombinationen.“(rk)
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