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AT-Fachbeiträge

"Auf der Überholspur" aus der AGRARTECHNIK 09/2014

von , am
03.09.2014

GaLaBau-Branche in guter Stimmung I Den kommenden Monaten sieht die GaLaBau-Branche mit Zuversicht entgegen. Nach einem weiteren Rekordjahr 2013 scheint der Markt weiterhin stabil bis steigend. Dementsprechend ist auch Geld für weitere Investitionen da.

Der erfreuliche Start der GalaBau-Branche ins Jahr 2014 habe, so August Forster, der Präsident des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL), vor allem zwei Gründe: Die Nachfragesituation ist gleichbleibend hoch und der Winter war ungewöhnlich mild. Damit setzt sich eine positive Entwicklung fort. 2013 hat der Garten- und Landschaftsbau einen Gesamtumsatz von 6,33 Milliarden Euro erzielt. 2005 waren es noch 4,24 Milliarden Euro. „Mit einem Umsatzplus von über 200 Millionen Euro verzeichnete die grüne Branche ein Umsatz-Wachstum von fast vier Prozent gegenüber dem Vorjahr“, berichtete der BGL-Präsident im Frühjahr. Damit stieg 2013 auch die Zahl der Fachbetriebe gegenüber 2012 (16 267 Betriebe) um 1,57 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten stieg gegenüber 2012 sogar um 3,09 Prozent auf die neue Rekordmarke von 103 551 Personen. Die Insolvenzquote der Branche belief sich 2013 auf 0,62 Prozent (2012: 0,64 Prozent).
 

Privatgärten auf über 56 Prozent

Der Bereich der privaten Hausgärten verbesserte sich von 56,0 Prozent des Gesamtumsatzes in 2012 auf 56,3 Prozent in 2013. Im öffentlichen Bereich lag die Auftraggeberstruktur nach Umsatzanteil in 2013 mit 17,7 Prozent leicht über dem Ergebnis des Vorjahres (2012: 17,3 Prozent), real stieg der Umsatz von 1,05 Milliarden Euro in 2012 auf 1,12 Milliarden Euro in 2013. Der Wohnungsbau machte einen Anteil von elf Prozent aus (2012: 8,3 Prozent). Die Industrie lag mit 6,1 Prozent leicht unter dem Wert von 2012 (6,8 Prozent). Bei den Generalunternehmern wurde mit 4,6 Prozent gegenüber 2012 (7,8 Prozent) ein sinkender Umsatzanteil verzeichnet. BGL-Präsident Forster: „Die Neuanlage von Grün war auch im vergangenen Jahr wieder der stärkste Umsatzträger. Der Bereich stellte mit 76 Prozent Anteil am Umsatz erneut den Arbeitsschwerpunkt im Garten- und Landschaftsbau dar.“ Leicht gestiegen ist der Anteil am Umsatz bei der Pflege bestehender Anlagen. Er machte 2013 mit 21 Prozent etwas mehr als ein Fünftel des Umsatzes au

Leiser und sauberer

Auch die eingesetzte Technik entwickelt sich rasant. Die Mehrzahl der GaLaBau-Betriebe ist heute mit einem modernen Fuhrpark ausgestattet. Die Unternehmen wollen beim Transport möglichst wenig Lärm verursachen und wenig CO2 in die Umgebung abgeben. Kurze Strecken und geringe Lasten übernehmen deshalb immer öfter Elektrofahrzeuge. Die meisten Elektroantriebe im Garten- und Landschaftsbau gibt es jedoch bei handgeführten Maschinen. Hier geht der Trend weg von Kabel- und hin zum Akkubetrieb. Immer beliebter bei GaLa-Bauern und vor allem bei Baumpflegern werden dabei die sogenannten Back-Packs. Akkus, die auf dem Rücken getragen werden. Die Geräte sind damit handlicher und auf Baustellen leichter zu bedienen. Auch bei kompakten Radladern und anderen Baumaschinen spielen Lautstärke und Abgasausstoß eine immer größere Rolle. Verschiedene Systeme wurden bereits vorgestellt. Als Beispiel sei die Start-Stopp-Funktion genannt, die auf der bauma 2013 vorgestellt wurde (siehe AGRARTECHNIK 08.2013, Seiten 38 bis 40). Wir dürfen also für die Zukunft mit weiteren Innovationen rechnen.(mm)
 
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