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21 Thüringer Land- und Baumaschinenmechatroniker freigesprochen

von , am
04.03.2015

Thüringen hat 21 frisch gebackene Land- und Baumaschinenmechatroniker. Sie erhielten in der Bildungsstätte der Handwerkskammer für Ostthüringen in Gera-Aga ihre Gesellenbriefe.

Landesinnungsmeister Gottfried Floß gratuliert den besten Junggesellen Gordon Schultz, Dominik Elsner und Philipp Künzer im Beisein von Ulrich Beckschulte (v.l.), Geschäftsführer des LandBauTechnik Bundesverbandes, zu ihren gezeigten Leistungen. © Kühne
Landesinnungsmeister Gottfried Floß würdigte die von den Absolventen in den Prüfungen gezeigten Leistungen. Dennoch fand er auch kritische Worte. Während ein Lehrling nicht zur Prüfung zugelassen wurde, ein Prüfling krankheitsbedingt fehlte, schafften immerhin sieben die Prüfungsanforderungen nicht. "Damit seien die Prüfungsergebnisse im Vergleich zu den Vorjahren deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben", so Gottfried Floß. Den erfolgreichen Junggesellen gab er mit auf den Weg, dass mit dem Gesellenbrief nun die wichtigste Hürde für den weiteren beruflichen Werdegang genommen sei.
 
Stetige Weiterbildung ist jedoch auch künftig enorm wichtig, um in dieser Hightech-Branche bestehen zu können. Schließlich entwickle sich die Landwirtschaft rasant. Dabei werde die Zukunft des Handwerks maßgeblich von den jetzigen Absolventen als Nachwuchs und Führungskräfte geprägt.
 Besonders gewürdigt wurden die Leistungen von drei Junggesellen, die als Beste ihres Jahrganges nach dreieinhalbjähriger Lehrzeit die Prüfungen ablegen konnten. Dies sind Dominik Elsner von der Thüringer Agrartechnik und Maschinenbau TAM GmbH aus Dingelstedt, Gordon Schultz von der Gruber Agrartechnik GmbH aus Großwechsungen sowie Philipp Künzer von der Raiffeisen-Techni-Trak GmbH aus Buttelstedt. Festredner Ulrich Beckschulte, Geschäftsführer des LandBauTechnik Bundesverbandes, hielt eine unterhaltsame als auch glühende Rede für die Branche und sorgte damit für Stolz und Selbstbewusstsein bei den Junggesellen für ihren Beruf. "Sie seien die künftigen Matadoren in den Fachbetrieben", so Beckschulte.
 
Die Landtechnik sei die Kernbranche des nächsten Jahrhunderts. Jeder Mensch braucht Nahrung. Dafür sind Maschinen notwendig, die durch die Land- und Baumaschinenmechatroniker gewartet werden. Aber auch Motorgeräte, Baumaschinen und vieles mehr gehören zum Aufgabenspektrum der jetzigen Absolventen. "Sie sind die Allroundwaffe, wenn es um technische Fragen geht", so der Geschäftsführer des Bundesverbandes. Wie gut die Ausbildung in diesem Beruf ist, unterstreicht die Tatsache, dass bei der Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker die geringste Abbrecherquote aller Handwerksberufe zu verzeichnen sei. Zudem sind gute Karriereaussichten, wie die Fortbildung zum Servicetechniker zum Meister oder zum Wirtschaftsingenieur die Realität. Trotz Hightech in der Branche vergaß Ulrich Beckschulte aber auch nicht, die Traditionen aufzuzeigen, die dieser Beruf, der in diesem Jahr sein 75jähriges Bestehen feiert, zu bieten hat. "Einst aus dem Schmied hervorgegangen und anschließend zum Schlosser sowie Mechaniker für Land- und Baumaschinen gewandelt, sind die heutigen Land- und Baumaschinenmechatroniker starke Typen 4.0, wie auch der Slogan unseres Verbandes deutlich macht", so Ulrich Beckschulte abschließend.
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