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Zuckerrüben

Der 4000ste Zuckerrübenvollernter verlässt Holmer-Werkshallen

am Dienstag, 29.10.2019 - 16:50

2019 verlässt der 4000ste Holmer-Rübenroder die Werkshallen für selbstfahrende Zuckerrübenerntetechnik in Eggmühl.

4000_Holmer-Zuckerrübenvollernter

Der 4000ste Holmer-Zuckerrübenvollernter ist ein Terra Dos T4 mit zwölfreihigem Rodeaggregat HR 12. Er ist weiß lackiert mit schwarzen Akzenten. Auch die Innenausstattung der Kabine ist der Farbgebung angepasst. Der schwarze Terra Dos-Schriftzug soll eine Erinnerung an die ersten Terra Dos-Maschinen darstellen, so Holmer in einer Pressemeldung. Der Rübenroder mit der Nummer 4.000 ist bereits verkauft und kommt in der nächsten Kampagne bei Bauer Agrarservice in Ostdeutschland zum Einsatz.

Der Terra Dos T4 mit der Nummer 4000 verfügt über neue Serien-Features, die auch auf der Agritechnica in Hannover vorgestellt werden. So wurde die Telemetrie-Lösung EasyHelp 4.0 weiterentwickelt. Dabei handelt es sich um eine Servicelösung zur Ferndiagnose und -wartung. Der Service hat – nach Freigabe durch den Maschinenführer – Zugriff auf die Maschinendaten, um gezielt aktuelle Einstellungen und Datenaufzeichnungen zu prüfen. Dadurch sollen die Fehlerdiagnose beschleunigt und Standzeiten durch gezielte Fehlerbehebung verkürzt werden.
 

Anbindung an Farmmanagement

Zum anderen ist EasyHelp 4.0 über die herstellerübergreifende Datenaustauschplattform agrirouter an verschiedene Farmmanagementsysteme wie beispielsweise farmpilot angebunden. Dies ermöglicht die Übermittlung von Auftragsdaten direkt in die Fahrerkabine und gibt Transparenz über die Maschinendaten. Für die Abfuhrplanung ist der Terra Dos T4 mit einer Ertragserfassung für die Anzahl der Bunker sowie Tonnen pro Auftrag ausgestattet.
 

Adaptiven Reinigung

Für eine hohe Reinigungs- und Förderleistung verfüge der Terra Dos T4 über unabhängige Antriebe von Siebband und Siebsternen, die drucküberwacht und drehzahlge­regelt sind, hieß es weiter in der Pressemeldung. Bei der adaptiven Reinigung plus sind die Einstellungen von Siebband, Siebsternen und Elevator zusätzlich abhängig von der Fahrge­schwindigkeit, was die Rübenschonung weiter verbessert. Denn beim Anroden oder am Ende einer Reihe sind oft wenig Rüben in der Reinigung. Dadurch erhöht sich der Kon­takt jeder einzelnen Rübe mit den Maschinenbauteilen. Durch die Anpassung der Geschwindigkeit der Reinigung an die Fahrgeschwindigkeit werden Verletzungen und Rübenbruch auch in dieser Phase konsequent vermieden. Das Ansprechverhalten der Automatik ist individuell einstellbar, damit es an unterschiedliche Erntemengen angepasst werden kann.
 

Robuste Technik

Die Nachköpfermesser haben eine neue Form erhalten. Der spitzere Winkel soll ein schnelles Abstumpfen der Messer verhindern. Die Kratzbodenleisten sind nun aus Hardox®. Auch das neue Rodeschar DuraShare, ein geschmiedetes Schar aus einem Guss, zielt auf eine längere Haltbarkeit ab. An der Unterkante sind Hartmetallplättchen aufgelöteten, die das Material vor Verschleiß schützen sollen. Sie bilden für das Gusseisen eine Windschattenkante beim Roden.

Der 4000 Holmer-Zuckerrübenvollernter mit weißer Sonderlackierung soll auf der Messe in Hannover damit weit mehr als nur ein Blickfang sein.