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AGCO-Umsatzerlös ging 2014 um fast zehn Prozent zurück

von , am
10.02.2015

Der AGCO-Umsatzerlös betrug im Gesamtjahr 2014 etwa 9,7 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 bedeutet das einen Rückgang von etwa 9,9 Prozent. Auch der bereinigte Nettogewinn je Aktie ging zurück. Lag er für das Gesamtjahr 2013 noch bei 6,01 US-Dollar je Aktie, so fiel er 2014 auf 4,70 US-Dollar je Aktie.

Für das Gesamtjahr 2014 wies AGCO einen Nettogewinn von 4,36 US-Dollar je Aktie aus. © AGCO
AGCO erzielte im vierten Quartal 2014 einen Umsatzerlös von etwa 2,5 Milliarden US-Dollar, was einen Rückgang von etwa 13,1 Prozent gegenüber dem im Vergleichszeitraum des Vorjahrs erzielten Umsatzerlös von zirka 2,9 Milliarden US-Dollar bedeutet. Der Nettogewinn je Aktie stellte sich im vierten Quartal 2014 auf 0,85 US-Dollar und der um Restrukturierungs- und sonstige unregelmäßige Aufwendungen bereinigte Nettoumsatz auf 1,18 US-Dollar. Im Vergleich hierzu betrugen im vierten Quartal des Vorjahrs der ausgewiesene sowie der bereinigte Nettogewinn 1,40 US-Dollar je Aktie. Bereinigt um negative Währungseinflüsse von etwa 7,0 Prozent fiel der Umsatzerlös im vierten Quartal 2014 um etwa 6,1 Prozent niedriger aus als im vierten Quartal 2013.
Der Umsatzerlös stellte sich im Gesamtjahr 2014 auf etwa 9,7 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von etwa 9,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013. Bereinigt um negative Währungseinflüsse von etwa 2,4 Prozent sank der Umsatzerlös für das Gesamtjahr 2014 um etwa 7,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Für das Gesamtjahr 2014 wies das Unternehmen einen Nettogewinn von 4,36 US-Dollar je Aktie aus und verzeichnete einen bereinigten Nettogewinn von 4,70 US-Dollar je Aktie ohne Restrukturierungs- und sonstige unregelmäßige Aufwendungen. Im Vergleich hierzu betrugen im Gesamtjahr 2013 der ausgewiesene sowie der bereinigte Nettogewinn 6,01 US-Dollar je Aktie.
 
Personalbestand um mehr als neun Prozent gekürzt
„Trotz der zurückgehenden Marktnachfrage im vierten Quartal haben wir sowohl bei der Bestandskürzung als auch bei unserem Kosteneinsparungsprogramm einen soliden Fortschritt verzeichnet“, erklärt Martin Richenhagen, Chairman, President und CEO von AGCO. „Durch Senkung der Produktion um etwa 20 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2013 sank der Bestand zum Jahresende knapp unter den Stand vom 31. Dezember 2013. Zudem haben wir als Reaktion auf die geringere Nachfrage und Produktion Maßnahmen zur Anpassung unserer Kostenstruktur unternommen. Mithilfe unseres Restrukturierungsplans zur deutlichen Senkung der Vertriebsgemeinkosten sowie der Herstellungskosten sind wir auf gutem Wege, unsere Ziele für 2015 zu realisieren. Durch eine Kombination aus Personalabbau, vorübergehenden Beurlaubungen und dem Abbau von Leiharbeitsstellen haben wir unseren Personalbestand um mehr als neun Prozent gegenüber dem Vorjahr gekürzt. Kurzfristig werden wir uns weiterhin auf die Steuerung des Umlaufvermögens, Ausgabenkürzung und Generierung von freiem Cashflow konzentrieren und gleichzeitig kurzfristige Kostensenkungen durch kontinuierliche Investitionen in langfristige Wachstumsinitiativen ausgleichen.“
 
Nachfrage in großen Teilen Westeuropas zurückhaltend
{BILD:628639:jpg}„Nahezu ideale Anbaubedingungen haben im Jahr 2014 weltweit zu Rekordernteerträgen und somit zu höheren Getreidebeständen geführt. Die gestiegenen Getreidebestände haben wiederum den Druck auf niedrige Agrarpreise und die Einkommenssituation landwirtschaftlicher Betriebe in wichtigen Agrarmärkten erhöht. Infolge der negativen Stimmungslage und schlechten Konjunkturlage des Agrarmarkts ging die Nachfrage nach Traktoren und Landmaschinen zurück. Der Umsatz in Nordamerika war rückläufig, wobei der größte Rückgang bei PS-starken Traktoren, Mähdreschern und Feldspritzen verzeichnet wurde. Dies ist teilweise auf das Wachstum von weniger PS-starken Traktoren aufgrund besserer regionaler Bedingungen in den Regionen mit Milchvieh und Tierhaltung zurückzuführen. In großen Teilen Westeuropas blieb die Nachfrage in der Branche weiterhin zurückhaltend. So brach der Agrarumsatz in Frankreich signifikant ein, während in Deutschland ein moderater Umsatzrückgang verzeichnet wurde und der Umsatz in Großbritannien sowie in Teilen Südeuropas überwiegend stabil blieb. In Südamerika wurde ebenfalls ein Umsatzrückgang in der Landwirtschaft verzeichnet, der durch die rückläufige Nachfrage von Zuckerproduzenten in Brasilien, fallende Rohstoffpreise und Verzögerungen im staatlichen Finanzierungsprogramm Brasiliens Anfang 2014 verursacht wurde. Für 2015 erwarten wir eine Fortsetzung dieses Trends. Das heißt, ein weiterer leichter Rückgang der Nachfrage auf allen wichtigen Agrarmärkten aufweichen wird. Dennoch halten wir unsere positive langfristige Prognose aufrecht, da anzunehmen ist, dass die wegen der Verwendung von Biokraftstoffen weltweit steigende Nachfrage nach pflanzlichen Rohstoffen, die wachsende Weltbevölkerung und der zunehmende Verbrauch an Eiweiß in den Schwellenländern zu steigenden Betriebseinkommen in der Landwirtschaft und somit stabilen Bedingungen für unsere Branche führen werden.“
 
Nordamerika
Der Nettoumsatz in Nordamerika sank im Gesamtjahr 2014 nach Bereinigung um negative Währungseinflusse um 11,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2013. Die größten Rückgänge wurden bei PS-starken Traktoren und Anbaugeräten verzeichnet, während der Umsatzrückgang dank des Wachstums kleinerer Traktoren und Heu- und Futtererntemaschinen teilweise aufgefangen werden konnte. Aufgrund geringerer Umsatz- und Produktionsvolumen sowie eines umsatzschwächeren Absatzmix sank das Betriebsergebnis im Gesamtjahr 2014 auf 106,7 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs.
 
Südamerika
In der Region Südamerika sank der Umsatzerlös von AGCO im Gesamtjahr 2014 nach Bereinigung um nachteilige Währungseinflüsse um 9,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Ursache für den Rückgang sind hauptsächlich die nachlassende Marktnachfrage und rückläufige Umsätze in Brasilien. Aufgrund niedrigerer Umsätze und Produktionsvolumen sowie eines schwächeren Absatzmix sank das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2014 auf 78,7 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013.
 
Europa/Afrika/Nahost
Der Umsatzerlös von AGCO in der Region EAME sank aufgrund zurückgehender Marktnachfrage im Gesamtjahr 2014 währungsbereinigt um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rückgängige Verkaufszahlen in Frankreich und Deutschland wurden teilweise durch Wachstum in Afrika und der Türkei kompensiert. Das Betriebsergebnis sank im Gesamtjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 58,0 Millionen US-Dollar. Der negative Einfluss der geringeren Produktionsmengen und des schwächeren Absatzmix wurde teilweise durch Kostensenkungsmaßnahmen ausgeglichen.
 
Asien/Pazifik
Bereinigt um negative Währungseinflüsse sank der Umsatzerlös von AGCO im Raum Asien/Pazifik im Gesamtjahr 2014 um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis in der Region Asien/Pazifik sank im Gesamtjahr 2014 auf 12,0 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Gründe hierfür sind niedrigere Umsätze und höhere Marktentwicklungskosten in China.
 
Ausblick für 2015
Sinkende Rohstoffpreise im Vergleich zu 2014 dürften zu einem Rückgang der Betriebseinkommen in der Landwirtschaft führen, was wohl wiederum die Nachfrage nach Landmaschinen auf den Agrarmärkten der Industrieländer im Jahr 2015 dämpfen wird. Mit Blick auf die Auswirkungen der verhaltenen Marktbedingungen und ungünstigen Währungseinflüsse wird für das Jahr 2015 ein Umsatzerlös von 8,1 bis 8,3 Milliarden USD prognostiziert. Geringere Umsätze und Produktionsvolumen sowie ein schwächerer Absatzmix werden vermutlich dazu führen, dass die Brutto- und operativen Margen niedriger ausfallen als 2014. Es wird jedoch damit gerechnet, dass die Vorteile, die sich aus Restrukturierungs- und anderen Kostensenkungsmaßnahmen ergeben, die volumenbedingten Auswirkungen teilweise aufwiegen. Vor diesem Hintergrund wird für das Jahr 2015 nach Bereinigung um Restrukturierungs- und sonstige unregelmäßige Aufwendungen ein Gewinn von rund 3,00 US-Dollar je Aktie angestrebt. Aufgrund der niedrigen Produktion, die im Zusammenhang mit den Bemühungen zur Bestandssenkung stehen, wird der Gewinn je Aktie im ersten Quartal 2015 deutlich niedriger als der ausgewiesene Betrag des ersten Quartals 2014 ausfallen.
„Angesichts der zurückgehenden Marktnachfrage und der währungsbedingten Belastungen wird 2015 für uns ein schwierigeres Jahr als 2014“, so Herr Richenhagen. „Trotz dieser Herausforderungen konzentrieren wir uns weiterhin auf die Steigerung der Margen und Generierung von Cashflow, während wir unseren Kunden gleichzeitig hochwertige Produkte und Dienstleistungen bieten. Wenn wir über die mäßigen Marktbedingungen hinausblicken, so ist erkennbar, dass die stabilen, langfristigen Fundamentaldaten unserer Branche auch weiterhin intakt sind. Auch zukünftig werden wir in die Entwicklung neuer Produkte, in Verbesserungen des Vertriebs sowie Produktivitätssteigerungen investieren, um das langfristige Wachstum unseres Unternehmens zu gewährleisten und unsere Finanzlage zu verbessern.“
 
 
 
Weitere Finanzdaten für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2014
 
- Operative Marge im vierten Quartal nach Regionen: EAME 9,8 Prozent, Nordamerika 5,6 Prozent, Südamerika 9,6 Prozent, APAC (4,0) Prozent
 
- Betriebsausgaben währungsbereinigt im vierten Quartal um acht Prozent niedriger als 2013
 
- Prognosen für den Gesamtjahresgewinn je Aktie für 2015 liegen weiterhin bei etwa 3,00 US-Dollar
 
- Aktien-Rückkaufprogramm führte zur Reduktion von zehn Millionen Aktien im Gesamtjahr 2014. Erstes Programm von bis zu 500 Millionen US-Dollar im Dezember 2014 erreicht. Neues Rückkaufprogramm von bis zu 500 Millionen US-Dollar für 2016 autorisiert
 
- Quartalsdividende stieg im ersten Quartal 2015 um neun Prozent auf effektiv 0,12 US-Dollar
 
 
 
Weitere Informationen finden Sie unter www.agcocorp.com
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