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Agravis-Aktionäre erhalten höhere Rendite

mm/Agrartechnik
am
01.06.2016

Vor kurzem fand die Hauptversammlung der Agravis Raiffeisen AG statt. Dort wurde – neben einer Erhöhung der Dividende – auch eine Erweiterung des Aufsichtsrats beschlossen.

Die etwa 6.600 Aktionäre der Agravis Raiffeisen AG erhalten für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 1,33 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,30 Euro). Das hat die Hauptversammlung des Agravis aktuell in Querfurt/Sachsen-Anhalt beschlossen. Die Dividendenrendite liegt damit bei 5,2 Prozent (Nominalwert der Aktie beträgt 25,60 Euro). Im neunten Jahr hintereinander biete die Agravis ihren Aktionären eine Dividende von mehr als fünf Prozent an, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Clemens Große Frie in der Hauptversammlung. „Das betrachten wir als Zeichen wirtschaftlicher Kontinuität.“

Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff sagte: "In einer Phase, in der wir über Nullzinsen für Sparguthaben sprechen, beteiligen wir unsere Eigentümer wiederum in einem sehr stattlichen Umfang am Unternehmensergebnis des vergangenen Geschäftsjahres." Vom Bilanzgewinn 2015 fließen 10,3 Millionen Euro an die Aktionäre zurück.

Vor dem Hintergrund der anhaltend positiven Unternehmensentwicklung wurde der Handelswert abermals angehoben: um drei Euro auf 57 Euro pro Aktie. Der neue Kurs gilt ab 20. Mai 2016. Aufsichtsrat und Vorstand sind mit diesem Beschluss dem Vorschlag des Bewertungsausschusses gefolgt. "Seit Gründung der Agravis Raiffeisen AG im Oktober 2004 ist der Wert der Aktie von 25,60 Euro um insgesamt 31,40 Euro angestiegen. Dies entspricht einem Plus um mehr als 120 Prozent", so Johannes Schulte-Althoff.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von 198,6 Millionen Euro befand sich am Ende des Geschäftsjahres 2015 zu 60,2 Prozent im Besitz von Genossenschaften beziehungsweise genossenschaftlichen Gesellschaften. Darüber hinaus waren landwirtschaftliche Betriebe mit 4,6 Prozent und Mitarbeiter mit 6,5 Prozent an der Agravis beteiligt.

Aufsichtsrat erweitert

Der Aufsichtsrat der Agravis Raiffeisen AG besteht künftig aus 20 Mitgliedern. Die Hauptversammlung beschloss eine Satzungsänderung, die für die Erweiterung des Kontrollgremiums um vier Sitze erforderlich war. Je zwei gehen paritätisch an die Vertreter der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer.

Die beiden Mandate aus dem Kreis der Aktionäre wurden gleich im Anschluss bestimmt: Die Hauptversammlung wählte Birgit Buth und Christian Junker. Die Rechtsanwältin Birgit Buth ist Geschäftsführerin des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), zuvor leitete sie seit 1997 die Bereiche Recht und Steuer beim DRV. Als Geschäftsführerin verantwortet Buth zusätzlich die Bereiche Personal, Organisation, Betriebswirtschaft und Statistik.

Christian Junker ist seit 1987 Vorstandsvorsitzender der Dänisch Agro und der dänischen DAVA Gruppe. Operativ arbeiten Agravis und DAVA seit Jahren in fünf Joint Ventures zusammen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Franz-Josef Holzenkamp freut sich auf die Zusammenarbeit mit beiden: "Birgit Buth kann die Fachkenntnisse im Aufsichtsrat in juristischen Fragen wie etwa zum Wettbewerbsrecht, Christian Junker die Expertise vor allem in Fragen der Internationalisierung steigern."


Aufsichtsratschef im Amt bestätigt

Franz-Josef Holzenkamp selbst wurde während der Hauptversammlung ebenso wie Friedrich Steinmann aus Kirchhellen für weitere fünf Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. Franz-Josef Holzenkamp steht seit Mai 2012 an der Spitze des Aufsichtsrates. "Ich freue mich über das Vertrauen, das mir die Aufsichtsratsmitglieder mit der Wiederwahl entgegengebracht haben", sagte er. "Mir macht die gemeinsame Arbeit mit den Kolleginnen und Kollegen im Aufsichtsrat große Freude. Sehr gern möchte ich als Vorsitzender auch in den kommenden Jahren einen Beitrag für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung der Agravis leisten. Das ist eine schöne, eine spannende Aufgabe, wenn ich an das herausfordernde Umfeld denke, in dem sich die moderne Landwirtschaft bewegt."

Die beiden Arbeitnehmer-Vertreter werden in Kürze vom Gericht bestellt, weil die nächste turnusmäßige Wahl erst im Jahr 2018 ansteht. Nach Abstimmung der Betriebsräte und der Gewerkschaften werden dies Theresa Hukriede und Jörg Most sein.

Zehnjähriges Jubiläum

Heute – am 1. Juni 2016 – findet zudem die Gesellschafterversammlung der Agravis Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH statt und feiert hierbei ein Jubiläum.

Mit zehn Gesellschaftern startete die Agravis Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH im Jahr 2006. Sie ging aus der Agravis Kraftfutterwerke Nordwest GmbH, einer 100prozentigen Tochter der Agravis Raiffeisen AG, hervor. "Wir hatten damals eine Produktionsleistung von rund 340 000 Tonnen im Jahr, Tendenz rückläufig", erläutern die beiden Geschäftsführer der Agravis Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH, Heinrich Bruns und Hermann Mammen. Jedoch habe sich daraus eine Erfolgsgeschichte entwickelt, die weiter fortgesetzt wird.

Als nächstes Projekt steht die Integration des Mischfutterwerkes Höltinghausen an, das die Agravis zum 1. September 2015 von der Unternehmensgruppe Heidemark übernommen hat. "Hier werden wir die Produktion und Technik auf einen gemeinsamen Standard heben und die Mitarbeiter in die GmbH-Familie integrieren", erklärt Heinrich Bruns. Heute sind mit 17 Genossenschaften fast alle aus dem direkten Einzugsgebiet auch am wirtschaftlichen Erfolg des Kraftfutterwerkes beteiligt. Zusammen mit dem Futtermittelwerk in Leer, das die GmbH vor zwei Jahren eingegliedert hat, liegt die jährliche Produktionsmenge an Mischfutter bei gut 500 000 Tonnen. "Wir haben in den vergangenen zehn Jahren viel erreicht und werden weiter darauf aufbauen", erklärt Hermann Mammen.

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