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Geschäftsentwicklung

AGRAVIS erzielt spürbares Umsatzplus im Geschäftsbereich Technik

Agravis Raiffeisen AG Gebäude
© Agravis Raiffeisen AG
von am
29.03.2018

Für die AGRAVIS Raiffeisen AG war 2017 ein Wachstumsjahr, wie Andreas Rickmers, seit Januar des vergangenen Jahres Chef des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens, betont.

„Insgesamt war es ein hartes Jahr mit schwierigen Erntebedingungen, intensivem Wettbewerb und gesellschaftlichen Diskussionen um die moderne Landwirtschaft. In diesem Umfeld haben wir uns positioniert und gemeinsam mit den Raiffeisen-Genossenschaften in unserem Arbeitsgebiet die Weichen für Marktanteilsgewinne und mehr Umsatz gestellt“, so Rickmers. Insbesondere die hohen Investitionen in strategische Kernbereiche der AGRAVIS sowie in die Kundenbindung zeigten Wirkung. „Mit rund 87 Millionen Euro haben wir deutlich mehr investiert als ursprünglich geplant, aber der Markt bot uns Chancen, die wir nutzen wollten“, so der AGRAVIS-Vorstandsvorsitzende.

AGRAVIS Raiffeisen AG legt im Umsatz um 3,8 Prozent zu

Unterm Strich steht für die AGRAVIS in 2017 ein Umsatzplus von rund 3,8 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Dazu trugen vor allem der Agrarhandel, das Mischfutter- und Technik-Geschäft sowie die Bereiche Märkte und Energie bei. Insgesamt konnte die AGRAVIS ihr operatives Ergebnis EBIT mit 74 Millionen Euro und einem Plus von 7,3 Prozent verbessern.

Geschäftsfeld Technik

Im Geschäftsfeld Technik lag der Produktumsatz in 2017 bei 890 Millionen Euro, was einem Plus von 15 Prozent gegenüber 2016 entspricht.  Die Gründe waren eine steigende Nachfrage nach Neu- und Gebrauchtmaschinen, zusätzliche Akquisitionen, eine erfolgreiche Gebrauchtmaschinen-Vermarktung über verschiedene Vertriebskanäle und eine Steigerung im Service- und Ersatzteilgeschäft.

Systematischen Strategieprozess als Weichenstellung eingeleitet

„Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und im Agribusiness setzt sich unvermindert fort. Die AGRAVIS-Gruppe ist damit Teil eines intensiven Verdrängungswettbewerbes – das haben wir 2017 zu spüren bekommen. Wir haben aber das Ziel, hier als Sieger vom Platz zu gehen“, beschreibt der Vorsitzende des Vorstandes, Andreas Rickmers. Das Unternehmen mit Sitz in Münster und Hannover habe die sich abzeichnenden Herausforderungen frühzeitig angenommen und zielgerichtet mit dem im zweiten Halbjahr 2017 aufgesetzten Strategieprozess unter dem Namen „Hanse“ Perspektiven für die kommenden Jahre entwickelt. „Bei Hanse stehen das Kundeninteresse, die Anforderungen des Kunden an uns und die Kundennähe im Vordergrund. Aber wir wollen mit dem Programm auch Werte und Ziele verbinden, wie Vertrauen, Verlässlichkeit, Verantwortung, Erfolg im genossenschaftlichen Verbund. Und: Wir wollen auch als attraktiver Arbeitgeber punkten – aufrichtig, mutig, effizient. Und das führt dann automatisch zu mehr Wachstum. Mittelfristig verbinden wir damit ein Umsatzziel von zehn Milliarden Euro“, verdeutlicht Rickmers: „Und wir wollen zusammen mit den Raiffeisen-Genossenschaften noch mehr als bisher der erste Ansprechpartner für die heimische Landwirtschaft sein.“

Konsequentes Kostenmanagement und klare Kundenfokussierung

Beim Blick auf das Jahr 2018 geht Rickmers von einer leicht positiven Entwicklung beim Umsatz aus. „Wir planen mit rund 6,5 Milliarden Euro Umsatz, einem weiteren leichten Anstieg beim operativen Ergebnis EBIT und einem Ergebnis vor Steuern von rund 42 Millionen Euro. Um das zu erreichen, sind aber ein konsequentes Kostenmanagement, eine klare Kundenfokussierung sowie der weitere Ausbau des operativen Geschäfts nötig.“ Die 2018er-Kennzahlen sollen deshalb auch schon Impulse aus den zuletzt eingeleiteten Maßnahmen zeigen. „Wir erwarten erste positive Effekte aus den Investitionen und aus den integrierten Akquisitionen“, so der AGRAVIS-Chef.

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