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Geschäftszahlen

Agravis Raiffeisen AG mit fast sieben Milliarden Euro Umsatz

la/AGRARTECHNIK
am
15.03.2016

Die Agravis Raiffeisen AG schließt das Geschäftsjahr 2015 positiv ab: Mit 6,94 Milliarden Euro Umsatz liegt das Ergebnis vor Steuern bei 45,1 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsfeld Technik konnte sich das Unternehmen gut behaupten und lag somit über dem Branchendurchschnitt, wenn auch der Produktumsatz auf 742 Millionen Euro zurück ging. (Vorjahr: 791 Millionen Euro)

Das Agrarhandelsunternehmen teilt mit, dass es sich beim Handel mit Gebrauchtmaschinen und im Service stabil und positiv entwickeln konnte. Geprägt war das Jahr durch die Umstellung auf die exklusive Standortstruktur in Westfalen und im westlichen Niedersachsen – in diesen Regionen vertreibt Agravis seit dem 1. Januar 2016 Fendt und Claas in unterschiedlichen Gesellschaften. Der Prozess bedingt auch Standort-Neubauten – hier sei man voll im Plan. Die drei Marken – Fendt, Claas und New Holland – sind damit langfristig unter dem Dach der Agravis Technik Holding gesichert, teilt Dr. Clemens Große Frie, Vorsitzender des Vorstandes mit.

Die Ausweitung des Online-Geschäftes für gebrauchte Technik ist für das Unternehmen ein wichtiger Bestandteil. Auch die Auktion in Meppen stellt eine wichtige Säule der Vermarktungsstrategie dar. Mit der Tochtergesellschaft Newtec konnte die Agravis Raiffeisen AG einen Ausbau des regionalen Geschäftes durch Übernahmen erreichen.

Eigenkapitaldecke gestärkt

Die Agravis Raiffeisen AG hat ihre Eigenkapitaldecke im Geschäftsjahr 2015 erheblich gestärkt. Durch die Ausgabe von Genussrechten in Höhe von 36 Millionen Euro und eine Gewinnthesaurierung aus dem Jahresergebnis stieg das Eigenkapital von 461 Millionen auf 515 Millionen Euro. „Wir liegen nun bei einer Eigenkapitalquote von 27,2 Prozent. Für ein Handelshaus ist das eine super Zahl, auf die wir ein kleines bisschen stolz sind“, betont Dr. Clemens Große Frie. Wie er weiter ausführte, habe sich das Eigenkapital des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens seit dessen Gründung im Jahr 2004 verdreifacht. „Eine Entwicklung, die die Solidität und Attraktivität der Agravis unterstreicht“, so der Vorstandsvorsitzende.

Die erstmalige Ausgabe von Genussrechten, die im Sommer 2015 gestartet wurde, sei für die Agravis sehr erfolgreich gewesen, berichtet Große Frie. Mitarbeiter und Aktionäre zeichneten Genussrechtsscheine mit einem Gesamtbetrag von 16 Millionen Euro. Alle anderen juristischen und natürlichen Personen haben die zur Verfügung gestellte Tranche mit einem Volumen von 20 Millionen Euro voll ausgeschöpft. „Dieses hohe externe Interesse belegt einmal mehr, dass Agravis nicht nur in der Agrarbranche, sondern auch bei Investoren als erfolgreiches, langfristig orientiertes und verlässliches Unternehmen wahrgenommen wird. Eine Anlage bei Agravis ist eben ein gutes Investment.“ Die Genussrechte werden mit 2,25 beziehungsweise 3,25 Prozent verzinst. Die Laufzeit beträgt einheitlich fünf Jahre. Jeder Genussrechtsschein hat einen Nennwert von 1 000 Euro. Mit dem Genussrechtskapital soll die Gesamtfinanzierung der Agravis weiter stabilisiert werden. Für 2016 ist ein ähnliches Angebot vorgesehen. Die Ausweitung des Eigenkapitals bleibt auch in den nächsten Jahren bei der Agravis auf der Agenda. Mittelfristig soll die Eigenkapitalquote auf 30 Prozent steigen.

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