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Geschäftsentwicklung

AGRAVIS Raiffeisen AG legt in Umsatz und Ergebnis vor Steuern zu

Agravis Raiffeisen AG Fahnen
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
29.03.2019

Die lang anhaltende Trockenheit hat das Geschäftsjahr 2018 der AGRAVIS Raiffeisen AG massiv beeinflusst. Die Ernteergebnisse waren im vergangenen Sommer regional teilweise unterdurchschnittlich, teilweise sogar katastrophal. Und das spürt die AGRAVIS auch heute noch, wie Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff bei der Bilanz-Pressekonferenz des Konzerns in Münster bestätigte. „Die extreme Trockenheit hat die Landwirtschaft vor große Herausforderungen gestellt und damit natürlich auch den Agrarhandel maßgeblich beeinflusst. Wir gehen davon aus, dass uns durch das Wetter rund 40 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern in 2018 und 2019 fehlen werden.“

Agravis Vorstand

Vor diesem Hintergrund zog Schulte-Althoff dennoch eine zufriedenstellende Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr: „Wir haben von unserem breiten Portfolio mit den unterschiedlichen Geschäftsbereichen profitiert. Nur so konnten wir die schwierigen Bedingungen in einigen Geschäftssegmenten und Regionen ausgleichen. Unter dem Strich – und gerade auch beim Blick auf den immer intensiver werdenden Wettbewerb – sind wir deshalb mit einem Umsatz von 6,6 Milliarden Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 30,4 Millionen Euro sehr zufrieden“, machte der Finanzvorstand deutlich. „Wir haben dem Wetter getrotzt. AGRAVIS bleibt trotz der Trockenheit auf Wachstumskurs.“

Beim Umsatz gelang ein Plus von 2,2 Prozent, beim Ergebnis vor Steuern ein Plus von 20,2 Prozent und auch das operative EBIT lag mit 81 Millionen Euro nochmals rund 9,4 Prozent höher als 2017. „Hier haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen guten Job gemacht. Wir haben proaktiv auf die Trockenheit reagiert und der Landwirtschaft – vor allem den Veredlungs- und Milchviehbetrieben – schnell Lösungen angeboten. Das hat dafür gesorgt, dass wir Marktanteile gewinnen und im operativen Geschäft noch zulegen konnten“, betont Schulte-Althoff. „Dennoch: Im Agrarhandel und Pflanzenbau mussten wir aufgrund der Trockenheit Umsatzrückgänge hinnehmen, in den anderen Segmenten konnten wir aber zulegen.“

Das Ergebnis vor Steuern von 30,4 Millionen Euro macht es möglich, der Hauptversammlung, die am 9. Mai 2019 in Wunstorf-Kolenfeld/Niedersachsen bei der dortigen AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH stattfindet, eine Dividende von 1,02 Euro je Aktie beziehungsweise vier Prozent auf den Nominalwert der Aktie vorzuschlagen.

Beim Blick auf das Jahr 2019 gehen Dr. Köckler und Schulte-Althoff von einer stabilen Umsatzentwicklung aus. „Wir werden im ersten Halbjahr die Auswirkungen der Trockenheit noch spüren. Bis zur Ernte haben wir noch eine Durststrecke vor uns“, so die beiden unisono. Insgesamt rechnet die AGRAVIS-Gruppe 2019 – ein normales Erntejahr vorausgesetzt – mit einem Umsatz von 6,5 Milliarden Euro bei einem Ergebnis vor Steuern von mindestens 30 Millionen Euro. „Das ist unter den jetzt schon bekannten Voraussetzungen und den nach wie vor fehlenden Erträgen als Nachwirkung aus der Trockenheit 2018 ein gutes, stabiles Ergebnis, auf das wir dann weiter aufbauen werden, um unsere formulierten Ziele zu erreichen. Am Ende steht das gemeinsame Wachstum im genossenschaftlichen Verbund. Und eine marktgerechte Profitabilität ist die Voraussetzung dafür, um die angestrebte Marktposition zu erreichen, zu verteidigen und weiter in den Ausbau des Kerngeschäftes investieren zu können“, macht Dr. Dirk Köckler klar.

Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff ergänzt: „Um das zu erreichen, sind aber ein konsequentes Kostenmanagement, eine klare Kundenfokussierung sowie der weitere Ausbau des operativen Geschäfts nötig.“ Dabei seien auch neue Geschäftsfelder wie das Thema Bio und die Digitalisierung hilfreich. „Und wir brauchen endlich mal wieder ein normales Jahr – ohne zu viel Nässe und zu viel Trockenheit.“

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