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Agravis stellt sich für die Zukunft auf

Agravis Raiffeisen AG Gebäude
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
14.05.2018

Die Agravis nimmt mit ihrem Strategieprogramm unter dem Namen „Hanse“ Kurs auf die Zukunft. Andreas Rickmers, Vorsitzender des Vorstandes der Agravis Raiffeisen AG, ließ bei der Hauptversammlung des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens in Bockenem/Niedersachsen vor den rund 850 Aktionären und Gästen keinen Zweifel daran, dass die Hanse-Segel richtig gesetzt sind.

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Ambitionierte Wachstumsziele

„Mit Hanse setzen wir uns ambitionierte Wachstumsziele, die deutlich über die aktuellen Umsatz- und Renditeziele der Mittelfristplanung hinausgehen. Wir sind davon überzeugt, dass am Ende des Konsolidierungsprozesses nur eine Handvoll leistungsstarker Anbieter das Agrargeschäft in Deutschland bestimmen werden“, unterstrich Andreas Rickmers: „Hier wollen wir dabei sein“. Die Notwendigkeit der Kurserneuerung machte er auch an den Geschäftszahlen 2017 deutlich, die zuvor Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff erläutert hatte.

Rückblick auf Geschäftsjahr 2017

Bei einem Umsatz von 6,4 Milliarden Euro schloss die Agravis das Geschäftsjahr 2017 mit einem Plus von rund 3,8 Prozent ab. Dazu trugen vor allem der Agrarhandel, das Futtermittel- und Technik-Geschäft sowie die Bereiche Märkte und Energie bei. Insgesamt konnte die Agravis ihr operatives Ergebnis EBIT mit 74 Millionen Euro um 7,3 Prozent verbessern. Die Investitionen stiegen zudem auf 87 Millionen Euro – bei zunächst geplanten 63 Millionen Euro – an. Eine eindeutige Bewertung gab Agravis-Chef Andreas Rickmers dann zum Ergebnis vor Steuern ab: „Ich bin mit unserem Ergebnis von 25,3 Millionen Euro vor Steuern nicht zufrieden. Denn auch wenn dieses Ergebnis vor allem durch Einmal-Belastungen zustande gekommen ist, haben wir nicht das erreicht, was wir uns für das Jahr 2017 vorgenommen hatten.“ Trotzdem betonte Rickmers: „Das Jahr 2017 war für die Agravis ein Wachstumsjahr, in dem wir wichtige Weichen für unseren künftigen Erfolg gestellt haben.“ Dabei zielte er nicht nur auf EBIT-Wachstum, mehr Investitionen und zukunftsweisende Akquisitionen ab, sondern auch auf den eingeleiteten systematischen Strategieprozess Hanse.

Kurs auf die Zukunft - Plan für 2018

Für 2018 plant das Unternehmen, wie Rickmers und Schulte-Althoff betonten, bewusst konservativ. „Der Markt und die Rahmenbedingungen haben sich nicht wesentlich verändert.“ Deshalb sollen sich der Umsatz bei 6,5 Milliarden Euro, die Bilanzsumme bei rund 1,9 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern bei rund 42 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote bei rund 30 Prozent einpendeln. Aufbauend auf diesen Zahlen stellte Andreas Rickmers dann die Herausforderungen dar, die nach Veränderungen verlangen.

Der Agravis-Vorstandsvorsitzende erläuterte das anhand von vier Punkten:

  • Die Landwirtschaft in Deutschland stehe vor einer dramatischen Konsolidierung.
  • Die ökologische Landwirtschaft werde weiter an Bedeutung gewinnen.
  • Die Digitalisierung in der Landwirtschaft wird sich beschleunigen.
  • Durch den demografischen Wandel werde der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter härter.

Wandlung des deutschen Agrarmarktes

Zusammenfassend meinte Andreas Rickmers damit, dass der Agrarmarkt sich mit zunehmender Geschwindigkeit wandle – Margen und Mengen würden sich in Deutschland perspektivisch rückläufig entwickeln. „Deshalb werden in sich konsolidierenden Märkten die Kundenfokussierung, leistungsstarke Angebote und Prozesse sowie realisierte Synergien und Skaleneffekte zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren – auch für uns“, schloss Andreas Rickmers.

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