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Neue Markenstrategie

Agravis trennt Vertrieb von Fendt und Claas

pd/bes
am
12.11.2015

Für mehr Kundenorientierung und Service stellt sich die Agrarvis Technik neu auf. Agco/Fendt und Claas werden künftig in Westfalen und dem westlichen Niedersachsen getrennt vertrieben.

Ab dem 1. Januar 2016 stellt sich die Agravis Technik in Wesfalen und dem westlichen Niedersachsen neu auf. Die Marken Agco/Fendt und Claas werden künftig getrennt voneinander vertrieben. Es gilt: Ein Standort – Eine Marke. Als einziger Handelspartner im Markt bietet die AGRAVIS die Marken Agco/Fendt, Claas und New Holland (über die Newtec) an.

Darüber hinaus wird die Kommunal- und Kleingerätetechnik in einer eigenen, überregionalen Gesellschaft, der TecVis GmbH, konzentriert.

In der Region Münsterland/Emsland werden Produkte von Claas künftig von der Agravis Technik BvL GmbH vertrieben. Die Agravis Technik Münsterland-Ems GmbH wird den Vertrieb der Produkte von Agco/Fendt in der Region Münsterland/Emsland übernehmen.

In der Region Ostwestfalen/Sauerland bündelt dieAgrarvis Technik Saltenbrock GmbH den Vertrieb von Claas. Die neue Gesellschaft AGRAVIS Technik Lenne-Lippe GmbH wird sich in der Region Ostwestfalen/Sauerland auf den Vertrieb von Agco/Fendt konzentrieren.

Zusätzliche Investitionen geplant

Durch den getrennten Handel soll die Markenbindung und die spezialisierte Beratung zu den Produkten der jeweiligen Marke gestärkt werden. DieWerkstätten werden weiterhin markenoffen betrieben. Der derzeitige Wandel in der Landtechnik-Branche soll nach Aussage des Geschäftsführers Gerd Schulze als Chance für eine zukunftsfähige Perspektive genutzt werden.

Für mehr Kundenorientierung und Servicequalität plant Agrarvis zusätzliche Investitionen:

  • Bau neuer Standorte
  • Modernisierungsmaßnahmen in den Servicewerkstätten
  • Ausbau von Aus- und Weiterbildung für die Mitarbeiter
  • Einheitliche Strukturen in den Technikgesellschaften

 

Auch mit Tochtergesellschaften erfolgreich

Zur Agravis Raiffeisen AG gehörende Newtec-Gruppe auf Wachstumskurs

Die zur Agravis Raiffeisen AG gehörende Newtec-Gruppe hat ihre Marktposition im regionalen Agrartechnikhandel in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut. Möglich wurde dies durch eine Reihe von Akquisitionen, „die wir als Chance genutzt haben, um unser Vertriebsgebiet für New Holland-Landmaschinen zu erweitern und neue Kunden zu erreichen“, erklärte Christoph Kempkes, Mitglied des Vorstandes der Agravis Raiffeisen AG, zur Agritechnica.

Im Sommer dieses Jahres hat die Agravis-Tochtergesellschaft die Franz Schotte GmbH in Duderstadt erworben. Dadurch konnte die Newtec eine Vakanz im südöstlichen Niedersachsen beheben. Im Oktober übernahm die Newtec die Bereiche Landtechnik, Nutzfahrzeuge und Kleingeräte der Ernst und Reiner Grantz OHG in Cadenberge/Niedersachsen und kurz darauf konnten nach der Zustimmung des Kartellamtes auch die ehemaligen Otema-Standorte Schmölln (Thüringen), Lichtenau und Grimma (beide Sachsen) in die Gruppe integriert werden.

Durch die Zukäufe wächst die Newtec-Gruppe nun auf mehr als 20 Standorte in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, im Norden Hessens, in Sachsen und im nördlichen Thüringen. Die Mitarbeiterzahl steigt auf rund 500. Die Newtec- Gruppe gehört damit zu den größten New Holland-Händlern in Europa.

 

Agravis NetFarming GmbH stellt neue Produkte vor

Die Agravis NetFarming GmbH, eine Tochtergesellschaft der Agravis Raiffeisen AG, stellt neue Produkte für die Landwirtschaft 4.0 vor: die teilflächenspezifische Grunddüngung, die Aussaatplanung Mais, die ebenfalls die unterschiedliche Leistungsstärke von Ertragszonen berücksichtigt, die Auftragsplanung mit dem Isaria-Sensor sowie ein optimiertes RTK-Netzwerk. Für die Datenverwaltung ist die neue Plattform netfarming.de mit dem Messestart online gegangen.

„Die Agravis Raiffeisen AG hat das Wachstumspotenzial des Precision Farming frühzeitig erkannt und eigene Konzepte entwickelt“, sagt Christoph Kempkes, Vorstandsmitglied des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens. Inzwischen werden die Aktivitäten in diesem Bereich in einer eigenen Tochtergesellschaft gebündelt. „Wir setzen darin das gesamte Know-how aus verschiedenen Fachabteilungen der Agravis zum Nutzen der Landwirte ein“, so Kempkes weiter.

Technische Innovation werde verknüpft mit pflanzenbaulichen Konzepten. „Das eröffnet neue Wege in der Landwirtschaft und bietet dem Landwirt einen echten Mehrwert – beim Ertrag, beim effizienten Einsatz von Betriebsmitteln, beim Datenmanagement.“ Das Agravis-Vorstandsmitglied verwies darauf, dass das Geschäft mit Precision Farming in den nächsten Jahren erheblich zunehmen wird. Für den Einsatz innovativer Technologien in der Landwirtschaft wird ein jährliches Steigerungspotenzial von zwölf Prozent bis 2020 vorausgesagt. „Da steckt also Musik drin.“ Und die Agravis Raiffeisen AG wolle hier von Anfang an dabei sein. „Denn natürlich drängen angesichts eines prognostizierten Milliarden-Volumens auch neue Marktteilnehmer in diesen Bereich. Denen wollen wir nicht das Feld überlassen.“ Agravis verstehe sich als umfassender Partner und Dienstleister zu allen Fragen rund um die Landwirtschaft und biete hierfür Lösungen an.

Eine aufgeräumte Startseite und eine intuitive Bedienung, sodass die Kunden alle Prozesse schnell und effizient erledigen können: Das bietet www.netfarming.de. Die Agravis NetFarming GmbH bündelt in diesem Tool ihre neuen Services für das Precision Farming. „Wir machen es den Nutzern mit netfarming.de so einfach wie möglich“, sagt Frank Wiedenroth, Geschäftsführer der Agravis NetFarming GmbH. Die teilflächenspezifische Grunddüngung und die entsprechende Aussaatplanung für Mais sowie der weiterentwickelte RTK-Korrekturdatendienst zu Agravis NetFarming lassen sich über diese Plattform bequem nutzen.

Basis für alle Anwendungen sind die Management-Zonen-Karten, aus denen der Landwirt dann selbst teilflächenspezifische Applikationskarten für seine Schläge entwickeln kann. Die Flächen müssen dafür jedoch zunächst erfasst werden. „Dazu bieten wir Unterstützung an, der Landwirt kann es aber auch selbst erledigen“, erläutert Wiedenroth. Er betont, dass die Plattform mehr sei als nur ein technologisches Hilfsmittel. „Sie dokumentiert vielmehr die Verbindung von Pflanzenbau-Beratung und Technik.“ Erst dadurch werde der echte Mehrwert für den Landwirt erreicht. „Die Plattform ist gewissermaßen eine Virtualisierung unseres Know-hows, das wir unseren Kunden bieten.“

Die aufbereiteten Daten können über Modem direkt an das Schlepperterminal gesendet werden. „Es gibt Traktoren verschiedener Hersteller, die bereits über die entsprechende Technologie verfügen.“ Für 2016 strebe die Agravis NetFarming GmbH gemeinsam mit dem Partner Lesswire GmbH eine Lösung an, die für jeden Schlepper einen direkten Datentransfer ermögliche. „Die Hardware dafür wird gestellt. Der Landwirt muss allerdings ein Terminal haben, das dafür geeignet ist“, betont Wiedenroth. Derzeit werden die Daten in vielen Fällen noch per USB-Stick übertragen. Die offene Technologie, die das Agravis Joint Venture iXmap Services GmbH & Co. KG bereitstellt, ermöglicht es, dass netfarming.de gemeinsam mit Partnern betrieben werden kann.

Landwirten, die sich für die Services entscheiden, stellt die Agravis NetFarming GmbH ein Starterpaket zusammen. „Das erleichtert den Einstieg“, sagt Frank Wiedenroth. Das Starterpaket enthält die Erstellung von drei Zonenkarten für Felder eigener Wahl, einen Beratungstermin vor Ort und den Portalzugang. Wenn Kunden künftig mit der Plattform arbeiten und dabei Hilfe brauchen sollten, können sie sich an einen Benutzersupport wenden.

 

 

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