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Geschäftszahlen

AGRAVIS mit Umsatzplus in der Techniksparte

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
23.03.2017

Die AGRAVIS Raiffeisen AG konnte im Geschäftsjahr 2016, trotz marktbedingt schwieriger Zeiten, ihren Umsatz in der Techniksparte um vier Prozent steigern.

AGRAVIS Hannover

Insgesamt konnte die AGRAVIS-Gruppe 2016 rund 6,2 Milliarden Euro umsetzen – rund elf Prozent weniger als in 2015. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 41,6 Millionen Euro – ebenfalls rund acht Prozent unter dem Vorjahreswert. Beachtlich gestiegen sind hingegen das Eigenkapital mit 567 Millionen Euro (plus zehn Prozent) und die Eigenkapitalquote auf 31,3 Prozent.

„Ursache für den Umsatzrückgang waren die Preisentwicklung bei wichtigen Agrarerzeugnissen sowie Preisrückgänge bei Rohöl und wichtigen landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Dünger und Pflanzenschutz. Darüber hinaus haben wir zum 1. Januar 2016 drei Unternehmen der AGRAVIS-Gruppe in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an die Ceravis AG verkauft – Umsatzvolumen: rund 300 Millionen Euro. Der niedrigere Umsatz wirkt sich folglich auch auf das Ergebnis vor Steuern aus, das am unteren Ende unserer Erwartungen ist. In der Gesamtbetrachtung des Geschäftsjahres sind wir – unter den beschriebenen Umständen – mit dem Erreichten zufrieden. Aber mehr auch nicht. Wir hatten uns mehr erhofft, aber der Markt hat auch nicht mehr zugelassen“, machte Finanzvorstand Schulte-Althoff deutlich. Trotz des Umsatzrückgangs will das Unternehmen aber an seiner soliden Dividendenpolitik festhalten und schlägt der Hauptversammlung am 11. Mai in Alpen/Nordrhein-Westfalen eine Dividende in Höhe von fünf Prozent vor. „Damit unterstreichen wir auch in schwierigen Märkten Verlässlichkeit und Solidität.“

Agravis Vorstand

Positive Entwicklung in der Techniksparte

Der Landtechnik-Markt in Deutschland ist gekennzeichnet durch Investitionszurückhaltung seitens der Landwirtschaft, ein schwieriges Neumaschinen-Geschäft und einen harten Verdrängungswettbewerb. Gerade deshalb setzt die AGRAVIS-Gruppe in ihrem Geschäftsfeld Technik konsequent auf Wachstum. Das Geschäft mit Neu- und Gebrauchtmaschinen sowie einem guten Service ist ein Zukunftsmotor für die AGRAVIS. Mit einem Plus von vier Prozent und einem Produktumsatz von 772 Millionen Euro (2015: 742 Millionen) schrieb das Geschäftsfeld Technik im vergangenen Jahr positive Schlagzeilen. Diese Entwicklung ist das Ergebnis konsequenter Weiterentwicklungen, Neuausrichtungen, Kooperationen und Investitionen.

Hohe Investitionen in das Geschäftsfeld Technik

„Der Landtechnik-Markt ist schwierig, sehr konjunkturabhängig und kapitalbindend. Wir glauben aber an diesen Markt, deshalb haben wir in den vergangenen Jahren intensiv in die Standortdichte, die Modernität der Werkstätten und vor allem in die Qualifikation unserer Mitarbeiter investiert“, beschrieb Johannes Schulte-Althoff, der als Finanzvorstand der AGRAVIS auch für das Landtechnik-Geschäft des Konzerns verantwortlich zeichnet. Insgesamt investierte die AGRAVIS in den vergangenen fünf Jahren in den Standortausbau sowie in die Modernisierung von Technik-Standorten 59,2 Millionen Euro.

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