Login
Eröffnung

Alliance Tire Group: Fabrik in Indien eröffnet

la/AGRARTECHNIK
am
15.01.2016

Der Hersteller von Off-Highway Reifen (OHT) ATG hat im indischen Dahej kürzlich ein neues Reifenwerk eröffnet. Mit der Anbindung an Schiene, Straße und Luftverkehr sowie die unmittelbare Nähe zu dem Tiefwasserhafen von Dahej bietet der Werksstandort eine optimale Infrastruktur.

© Logo

Direkte Schiffslinien verbinden Dahej in 18 bis 22 Tagen mit den Häfen in Europa und verkürzen so bisherige Transportzeiten maßgeblich. Moderne Fertigungstechnologien sowie hohe Umwelt- und Sozialstandards sind einige der besonderen Kennzeichen des neuen Werks. Die derzeit bei 33 000 Tonnen liegende Jahreskapazität wird bis Ende 2016 auf 57 000 Tonnen pro Jahr erhöht. „Als wir unser neues Werk geplant und errichtet haben, waren uns modernste Technik, hohe Umweltstandards und das soziale Engagement des Unternehmens gleichermaßen wichtig. Mit unseren werkseigenen Abwasserreinigungs- und Kläranlagen sowie dem Rauchgasfilter in dem Kesselhaus des Werks haben wir uns für Null-Emissions-Standards entschieden. Gleichzeitig unterstützen wir eine lokale Schule in besonderem Maß, um der nachfolgenden Generation den Weg in eine gute Zukunft zu erleichtern“, erläutert Yogesh Mahansaria,

Bei Ablauf der zweiten Phase Ende 2016 ist eine tägliche Produktionsleistung von 160 Tonnen vorgesehen; bis dahin werden sich die gesamten Investitionen auf rund 150 Millionen US-Dollar belaufen. Das Werksgelände umfasst 433 000 Quadratmeter; davon nimmt die Produktionsstätte selbst rund 112 000 Quadratmeter in Anspruch. „Als ein Element unseres absoluten Qualitätsanspruchs kommen in dem neuen Werk in Dahej nur die aktuellsten Maschinen und Technologien zum Einsatz. Dazu gehören beispielsweise mehrere hoch automatisierte Prozessschritte und Monitoringsysteme, mit denen wir eine gleichbleibende Qualität über die gesamte Fertigung sicherstellen können“, erläutert Mahansaria.

Während der ersten Fertigungsphase werden im Werk Dahej vornehmlich Reifen für Traktoren und Mähdrescher sowie für Anbaugeräte, Pflanzenschutzspritzen und Ballenpressen produziert. Daneben profitieren aber auch Reifen für Anwendungen im Industrie- und Bausektor von der modernen Fertigungstechnologie. So werden in Dahej schon jetzt auch Reifen für Kompakt- und Baggerlader, Teleskoplader, Walzen und Bagger gefertigt. Spezialreifen etwa für Skidder und Harvester im Forsteinsatz oder für Fahrzeuge im Bergbau werden in der nächsten Ausbauphase folgen. Zusätzlich wird auch die Produktion von Stahl-Radialreifen im Jahr 2016 mit der Option aufgenommen, ab Ende 2016 jährlich rund 50 000 dieser Reifen auszuliefern.

Das neue Werk in Dahej verfügt über umfangreiche Testeinrichtungen. „Wenn unser Ziel lautet, hochwertigste Produkte auszuliefern, dann müssen die Qualitätskontrollen bereits bei den bezogenen Rohmaterialien ansetzen“, erläutert Yogesh Mahansaria. „Aus diesem Grund haben wir ein sehr rigides System zur Überprüfung und Freigabe der Rohmaterialien sowie zur nachfolgenden Kontrolle und Freigabe während und zum Ende des Fertigungsprozesses. Nach Abschluss der Fertigung unterziehen wir die Reifen nochmals intensiven Tests und Gütesicherungsverfahren. Dazu gehören beispielsweise das Haltbarkeits-, Stoßfestigkeits- und Platzverhalten der Reifen.“

Das neue Werk in Indien verfügt bereits über die System- und Produktzertifizierung nach ISO 9001:2008 QMS, ISO 14001:2004 EMS, und OHSAS 18001:2007, alle drei vom TÜV Rheinland, sowie über die “E” Produktkennzeichnung des VCA im Vereinigten Königreich. Alle Zertifizierungen wurden im September 2015 erworben. „Die Fertigung innovativer und verlässlicher Hochleistungsreifen für den Off-Highway Einsatz ist einer der Ansprüche, die wir an uns selbst richten – und die Übernahme von Verantwortung für die Umwelt und das Sozialwesen ein weiterer. Beides sind Kernelemente der Unternehmensphilosophie von ATG“, sagt Mahansaria abschließend.

Eine erste Gruppe von Händlern aus Europa hat dem Werk übrigens Ende September / Anfang Oktober dieses Jahres schon einen höchst informativen Besuch abstatten können. Zu der Besuchergruppe gehörten 41 Teilnehmer von 24 Vertriebspartnern aus den Benelux-Ländern, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Litauen, Norwegen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Slowakei, Spanien, Ukraine und dem Vereinigten Königreich. Die Besucher konnten sich selbst davon überzeugen, wie effizient die Produktion und die Umweltstandards in der neuen Fertigungsstätte umgesetzt werden.

Auch interessant