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Amazone: Cirrus 6003-2 jetzt mit TwinTeC+ Doppelscheibenscharen

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
23.06.2016

Amazone hat seine Sechs-Meter-Großflächen-Säkombinationen Cirrus 6003-2 und 6003-2C jetzt auch mit neuen Doppelscheibenscharen TwinTeC+ vorgestellt. Damit ist die Cirrus die erste Sämaschine von Amazone, die man je nach betrieblichen Gegebenheiten wahlweise mit dem bewährten RoTeC-Einscheiben- oder dem neuen TwinTeC+-Doppelscheibenschar-System ausrüsten kann.

Die Scharsysteme im Vergleich

Die RoTeC pro-Einscheibenschare spielen ihre Stärken vor allem bei großen Erntemengenresten sowie auf leichten bis feucht-schweren und klebrigen Böden aus. Darüberhinaus ist das RoTeC pro-System bei einer Saat mit engen Reihenabständen und gutem Durchgang auch unter nass-klebrigen Saatbedingungen die richtige Wahl. Auf der anderen Seite erweist sich die Cirrus in Kombination mit den neuen TwinTeC+-Scharen vor allem unter harten, trockenen und klutigen Saatverhältnissen, auf stark wechselnden Böden und hügeligen Bodenreliefs sowie auf strukturlosen, nicht tragenden Standorten als die ideale Sämaschine.

Neben den standortspezifischen Einsatzschwerpunkten gibt es weitere systembedingte Unterschiede. So werden die Säfurchen mit RoTeC pro-Scharen geräumt und mit TwinTeC+-Scharen geschnitten. Mit RoTeC pro arbeitet die Cirrus im Geschwindigkeitsbereich von acht bis 16 Stundenkilometer optimal, mit TwinTeC+ ist es der Bereich von zehn bis 20 Stundenkilometer. Beide Systeme können mit 16,6 Zentimeter Reihenabstand geliefert werden, die Cirrus mit RoTeC pro Scharen aber auch mit 12,5 Zentimeter Reihenabstand. Beim RoTeC pro Schar kann die Cirrus für verschiedene Bedingungen mit dem nachlaufenden Exaktstriegel III-S oder dem Rollenstriegel ausgestattet werden. Das TwinTeC+-Schar verfügt immer über die nachlaufende Tiefenführungsrolle. Zusätzlich kann hier noch der Scharstriegel genutzt werden.

Komplette Neuentwicklung

Das TwinTeC+-Doppelscheibenschar-System zeichnet sich durch verschiedene technische Neuerungen aus. So verfügt es über eine stufenlose, hydraulische Einstellung des Schardrucks von 15 bis 100 Kilogramm. Damit lässt sich der Druck schnell und einfach an wechselnde Bodenverhältnisse anpassen. Da die Druckversorgung über einen Ölumlauf erfolgt, ist die gleichbleibende Tiefenführung der Schare auch bei wechselnden Bodenkonturen sichergestellt.

Unabhängig vom Druck lässt sich die Arbeitstiefe der Schare einstellen. Dafür hat Amazone die Maschine mit einer zentralen Verstelleinheit ausgerüstet. Ihre Bedienung erfolgt mechanisch über zentral angeordnete Drehkurbeln.

Die robusten Doppelscheibenschare TwinTeC+ mit 380 Millimeter Durchmesser sind an je einem Scharträger-Grundkörper montiert. Die Anlenkung der Schare am Scharbalken ist in seiner Konstruktion auf den Einsatz unter härtesten Bedingungen ausgelegt. Absolut spurtreu ist hinter jedem Schar je eine gummibereifte Tiefenführungsrolle Control+ mit 380 Millimeter Durchmesser angeordnet. Sie ist über einen speziellen Radträger aus vergütetem Stahl am jeweiligen Scharträger befestigt. Abgestimmt auf leichte, mittlere oder schwere Bodenverhältnisse können Tiefenführungsrollen mit Laufbreiten von wahlweise 50, 65 oder 80 Millimeter montiert werden. An den Radträgern kann in der zweiten Scharreihe optional ein Scharstriegel montiert werden. Über eine Verstelleinheit lässt sich die Bearbeitungsintensität der Striegel in drei Stufen einstellen.

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