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Geschäftsentwicklung

BayWa mit positivem Ausblick für das Geschäftsergebnis 2018

BayWa Fahnen
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
13.11.2018

Die BayWa AG hat die ersten neun Monate 2018 mit einem leichten Umsatzanstieg auf 12,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 12,0 Mrd. Euro) abgeschlossen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 28,3 Mio. Euro lag zum 30. September 2018 erwartungsgemäß unter dem Vergleichswert (Vorjahr: 90,3 Mio. Euro), da die Projektverkäufe im Geschäftsfeld Regenerative Energien, wie geplant, noch nicht auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegen.

Für das 4. Quartal erwartet die BayWa jedoch durch die Veräußerung von Solar- und Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 450 Megawatt (MW) einen signifikanten Ergebnissprung, sodass der Konzern unabhängig vom jetzt vorgelegten Ergebnis nach neun Monaten am positiven Ausblick für das Geschäftsjahr 2018 festhält: Die BayWa will ein Konzern-EBIT auf Vorjahresniveau erreichen und so den Sondereffekt des Jahres 2017 mit rund 20 Mio. Euro aus dem Verkauf der Konzernzentrale operativ mindestens ausgleichen.
 
Insgesamt zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz, mit der Entwicklung nach neun Monaten zufrieden: Das Landtechnikgeschäft in Deutschland und Österreich sowie das internationale Handelsgeschäft mit Getreide und Ölsaaten seien sehr gut gelaufen. Die Rückgänge im deutschen Agrargeschäft konnten aufgrund dieser positiven Entwicklung auf internationaler Ebene überkompensiert werden. „Die Getreideerfassung und das Betriebsmittelgeschäft in Deutschland haben unter der weiter anhaltenden Trockenheit in den vergangenen Monaten gelitten. Wir erleben hier eines der schwierigsten Agrarjahre der letzten fünfzig Jahre. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig die Internationalisierung der BayWa und unseres Agrargeschäfts ist“, erläuterte Klaus Josef Lutz. Die positive Entwicklung im Segment Bau, das aufgrund der guten Konjunktur den Absatz weiter steigern konnte, sollte, so Lutz, bis zum Jahresende 2018 anhalten.
 
Innovation & Digitalisierung legt bei Umsatz zu

Nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte das Segment Innovation & Digitalisierung eine signifikante Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Dies ist auf den Ausbau des Produktangebots, die internationale Vertriebsausweitung und ein starkes Wachstum an Neukunden zurückzuführen. Besonders stark stieg der Absatz der Farm-Management-Software „Next Farming Office“ inklusive der Serviceverträge. Auch die Nachfrage nach Digital Advisory Services, die hauptsächlich die Erstellung von satellitengestütztem Kartenmaterial und den Bodenprobenservice umfassen, erhöhte sich deutlich. Das EBIT in diesem Segment spiegelt dieses Wachstum jedoch nicht wider, da im Vergleich zum Vorjahreszeitraum planmäßig die Investitionen vor allem für innovative Digital-Farming-Lösungen angehoben wurden. Entsprechend weist das Segment im Berichtsquartal erwartungsgemäß ein negatives EBIT unter dem Niveau des Vorjahres aus.

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