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Halbjahresergebnis 2016

BayWa steigert EBIT im Vergleich zum Vorjahr

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Markus Messerer, Agrartechnik
am
04.08.2016

Die BayWa AG konnte im ersten Halbjahr 2016 das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 8,6 Millionen Euro auf 55,3 Millionen Euro steigern.

Im ersten Halbjahr 2015 lag dieser Wert bei 46,7 Millionen Euro. Es handelt sich also um eine Zunahme um 18,4 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr leicht auf 7,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,4 Milliarden Euro). Durch eine positive Ausgangslage insbesondere für das Geschäft mit erneuerbaren Energien und Obst sowie eine erwartete Belebung des internationalen Agrarhandels sieht die BayWa AG gute Chancen, das EBIT für das laufende Geschäftsjahr im Vergleich zu 2015 weiter auszubauen.

Das Landtechnikgeschäft im Bereich Agrar verzeichnete einen Rückgang. So lag der Umsatz im Technikbereich im 1. Halbjahr 2016 mit 593,9 Millionen Euro rund 8,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum mit 649,2 Millionen Euro. Das EBIT sank in diesem Bereich von 8,1 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2015) auf -1,4 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2016).

Gute Ausgangslage, um über Vorjahr abzuschließen

Porträt von Lutz mit Baywa Fahnen

"Unsere Internationalisierung und Diversifizierung in den Kerngeschäften sind erneut die Garanten für eine positive Ergebnisentwicklung der BayWa AG gewesen", erläuterte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. Der internationale Obsthandel und allen voran das Geschäft mit erneuerbaren Energien haben die Auswirkungen eines schwierigen Marktumfelds bei Agrar überkompensiert und damit die deutliche Verbesserung des EBIT getragen, sagte Klaus Josef Lutz. "Auch die traditionellen Geschäftsfelder Klassische Energie und Baustoffe konnten die günstige Marktkonjunktur in ihren Kernmärkten nutzen und einen positiven Ergebnisbeitrag leisten", so Klaus Josef Lutz weiter. Eine gute Ausgangslage sei gegeben, um über Vorjahr abschließen zu können. Diese Einschätzung läge vor allem an den positiven Perspektiven bei erneuerbaren Energien und Obst. Außerdem erwarte die BayWa einen Anstieg im internationalen Agrarhandelsgeschäft im 3. und 4. Quartal.

Aufholeffekte für 2. Halbjahr erwartet

Das Segment Agrar umfasst den Handel mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln und Erzeugnissen sowie die Bereiche Technik, Obst und Digital Farming. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds mit niedrigen Erzeugerpreisen und entsprechender Kaufzurückhaltung der Landwirte bei Betriebsmitteln und, wie erwartet, vor allem bei Landtechnik, schnitt das Segment speziell im 2. Quartal gut ab. Dies ist besonders auf die erfolgreichen Obstgeschäfte von T&G Global in Neuseeland und des neu erworbenen niederländischen Anbieters für Tropenfrüchte, TFC Holland, zurückzuführen. Zudem profitierte das Geschäftsfeld vom Verkauf der Verpackungslogistik in Neuseeland. Im Obstgeschäft verspricht der bisherige Verlauf der Obsternte gute Vermarktungschancen für neuseeländische Äpfel. Für den Agrarhandel wird in der zweiten Jahreshälfte geschäftstypisch ein Höhepunkt im Erzeugnishandel erwartet, da von verbesserten Vermarktungschancen beispielsweise im Exportgeschäft mit Qualitätsweizen ausgegangen werden kann.

Segment Energie mit positiver Entwicklung

Im BayWa Konzern umfasst das Segment Energie neben dem Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien, das in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist. Ein ausgesprochen gutes 1. Halbjahr verzeichnete das klassische Energiegeschäft durch eine preisbedingt starke Nachfrage im Handel mit Brenn- und Kraftstoffen und verbesserte Handelsmargen. Das deutlich höhere Ergebnis im Geschäftsfeld Regenerative Energien im Vergleich zum Vorjahr wurde gestärkt durch den Verkauf von Wind- und Solarparks in Großbritannien und Deutschland. Gerade fertiggestellte Anlagen wie zum Beispiel das bisher größte Einzelprojekt "Vine Farm" der BayWa r.e. im Solarbereich mit 45 Megawatt (MW) in Großbritannien lassen auf eine weitere sehr positive Entwicklung des Projektgeschäfts auch im 2. Halbjahr 2016 schließen. Zudem schreitet die Expansion in Südostasien durch eine neue Niederlassung in Bangkok, neben Tokio und Singapur, sowie durch erste Projektakquisitionen weiter vielversprechend voran.

Segment Bau weitet Vorsprung aus

Im Segment Bau wird innerhalb des Konzerns im Wesentlichen der Handel mit Baustoffen in Deutschland und Österreich zusammengefasst. Die positive Entwicklung im 1. Halbjahr spiegelt den Trend der Baukonjunktur insbesondere im Wohnungsbau wider sowie die erfolgreich im Segment umgesetzten Vertriebsmaßnahmen. Zudem hat das milde Winterwetter dazu beigetragen, dass das Geschäft bereits im 1. Quartal besser verlief als im Vorjahr.

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