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BayWa: Ziele 2018 erreicht, weitere Ergebnissteigerungen geplant

BayWa CEO Klaus Josef Lutz
Jörg Rath-Kampe
Jörg Rath-Kampe, Agrartechnik
am
01.04.2019

Im Geschäftsjahr 2018 stieg der Umsatz des internationalen Handels- und Dienstleistungskonzerns BayWa AG auf 16,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 16,1 Milliarden Euro). Das EBIT betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 172,4 Millionen Euro (Vorjahr: 171,3 Millionen Euro).

Mit der Steigerung der Ergebnisse in allen operativen Segmenten des Konzerns erreichte die BayWa ihre Jahresziele und konnte so die positiven Einmaleffekte des Vorjahres in Höhe von rund 20 Millionen Euro ausgleichen. Das Unternehmen will für 2018 eine stabile Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,90 Euro) zahlen.

„Das Segment Agrar verbesserte sich vor allem durch eine sehr gute Geschäftsentwicklung im internationalen Handel und in der Technik“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz. Die deutliche Ergebnissteigerung in diesem Segment sei besonders hervorzuheben, da der deutsche Agrarhandel 2018 einmal mehr unter sehr hoher Trockenheit im Sommer zu leiden hatte.

Hervorragend schnitt im Jahr 2018 auch das Segment Energie ab: „Sowohl die klassische Energie als auch das Geschäftsfeld Regenerative Energien erzielten jeweils eine Bestmarke“, betonte Lutz. Auch das Baugeschäft habe sich weiter erfolgreich im Konzern entwickelt.

Der Vorstandsvorsitzende erläuterte, dass die BayWa zukünftig noch viel stärker und zielgerichteter eine „grüne Perspektive“ bei der Ausgestaltung ihrer Geschäftsstrategien und -modelle verankern werde: „Die Auswirkungen des Klimawandels stellen die größte Herausforderung für uns alle und damit auch für uns als Unternehmen dar“, hob Lutz hervor. Die BayWa baue hier auf einer soliden Basis auf. Als Beispiele nannte er nicht nur das Geschäftsfeld Regenerative Energien, sondern auch die Lösungen, die im Rahmen der Digitalisierung zur effizienteren Nutzung von Dünger oder Wasser angeboten werden. „Mit der Implementierung einer ‚grünen Perspektive‘ wollen wir Antworten auf die Frage finden, wie wir nachhaltig und ressourcenschonend unsere Geschäfte (weiter-)entwickeln“, erläuterte Lutz.

Segment Agrar mit deutlicher EBIT-Steigerung

BayWa Standort Hof

Das Segment Agrar steigerte den Umsatz 2018 auf
11,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 10,8 Milliarden Euro). Das EBIT stieg deutlich um fast 20 Millionen Euro auf 100,1 Millionen Euro (Vorjahr: 82,1 Millionen Euro).

Der internationale Agrarhandel BAST profitierte 2018 besonders von zwei Entwicklungen: Aufgrund der trockenheitsbedingten Grundfutterknappheit stieg die Nachfrage der Futtermittelindustrie nach Soja, die verstärkt von der niederländischen Konzerngesellschaft Cefetra B.V. bedient werden konnte. Zum anderen begünstigte die Verschiebung der globalen Warenströme von den USA nach Brasilien infolge chinesischer Importzölle auf US-Soja die bestehenden Handelspositionen.

Das Geschäftsfeld Technik erreichte 2018 beim Ergebnis eine Höchstmarke. Dies ist besonders auf die deutliche Steigerung im Neumaschinengeschäft mit Traktoren zurückzuführen. Dadurch erhöhten sich auch das Servicegeschäft und der Ersatzteilverkauf. Am Ende des Geschäftsjahres verzeichnete die Landtechnik aufgrund besonders milder Witterung einen ungewöhnlich starken vorzeitigen Abruf bestellter Neumaschinen, so dass das Geschäftsfeld ein deutlich höheres Ergebnis als erwartet erzielen konnte.

Innovation & Digitalisierung

Das Segment Innovation & Digitalisierung bündelt alle Aktivitäten des BayWa Konzerns in den Bereichen Digital Farming und eBusiness. 2018 konnte das Segment den Umsatz auf 10,7 Millionen Euro (Vorjahr: 6,9 Millionen Euro) steigern. Die Entwicklungsaufwendungen für den Bereich Digitalisierung schlugen sich in einem EBIT von minus 12,3 Millionen Euro (Vorjahr: minus 10,8 Millionen Euro) nieder.

Im Berichtsjahr konnte sich das Segment aufgrund der Düngeverordnung, die eine Optimierung der Düngemengen und strengere Dokumentationspflichten vorschreibt, gut mit ihren Digital-Farming- beziehungsweise Farm-Management-Produkten und dem Softwarepaket „NEXT Farming OFFICE“ auf dem Markt positionieren. Die Verkaufszahlen stiegen deutlich. Mit 49 Prozent entfiel der größte Teil des Umsatzes auf Softwarelizenzen und Wartungsverträge, gefolgt von digitalem Kartenmaterial einschließlich Analysen und Beratungen sowie Bodenprobenentnahmen mit einem Anteil von 34 Prozent.

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