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Beste deutsche Land- und Baumaschinenmechatroniker 2016 ausgezeichnet

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
08.11.2016

Die besten deutschen Land- und Baumaschinenmechatroniker 2016 wurden im Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Landshut feierlich ausgezeichnet.

Bundesweiter Handwerkswettbewerb in Landshut

Erstmalig fand im Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Landshut ein Leistungswettbewerbes der Bau- und Landmaschinenmechatroniker statt.

Bester deutscher Land- und Baumaschinenmechatroniker 2016 wurde Dominik Deller aus Rheinland-Pfalz. Der 21-jährige bayerische Kandidat, Michael Niedersüß aus Aschau am Inn, kam auf den zweiten Platz. Den dritten Platz erreichte Philipp Schwab aus Baden-Württemberg.

Keine Angst vor schwerem Gerät, eine gehörige Portion Muskelkraft und umfassendes technisches Know-How – diese Eigenschaften brachten alle Teilnehmer des bundesweiten praktischen Leistungswettbewerbes der Bau- und Landmaschinenmechatroniker mit.

Zehn junge Gesellen aus ganz Deutschland stellten sich beim Bundesentscheid der Land- und Baumaschinenbranche einem zehnköpfigen Prüferteam, das, unter Federführung des Ausbilders Anton Schosser, einen Parcours mit zehn Stationen zu Problemstellungen aus den Bereichen Elektrik, Hydraulik, Motor, Druckluft, Fahrantrieb in den verschiedenen Maschinen der Land-, Baumaschinen- und Kleingerätetechnik aufgebaut hatte. Von einem defekten Sensor über eine blinkende Warnleuchte bis zur kaputten Sicherung standen die Teilnehmer vor verschiedensten eingebauten Fehlern, die sie finden und teilweise beheben mussten.

Land- und Baumaschinenmechaniker kennen sich in elektronisch gesteuerten hydraulischen und pneumatischen Systemen genauso gut aus wie in der Mechanik. Kurz: Sie sind gefragte Allrounder, wenn es um das schnelle Reparieren unterschiedlichster Arten von Maschinen geht. Da gehört der 40 Jahre alte „Bulldog“ genauso zum Fachgebiet wie der Aufsitzrasenmäher, Holzvollernter, Radlader oder der hochmoderne, GPS-gesteuerte Schlepper.

Um sich für den Wettkampf auf Bundesebene zu qualifizieren, hatten die zehn jungen Männer zuvor bereits bei Kammer- und Landeswettbewerben teilgenommen und gewonnen.

„Sich dem Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks zu stellen, braucht sehr viel persönliches Engagement, Herzblut, einen kühlen Kopf, außergewöhnlich geschickte Hände, jede Menge Durchhaltevermögen und vor allem starke Nerven“, zollte der Vizepräsident der Handwerkskammer Konrad Treitinger allen Teilnehmern Respekt.

Der Vorsitzende des Bundesverbandes „LandBau Technik“ Norbert Stenglein gratulierte den Gesellen zu Ihrer Leistung. „Sie sind die besten Land- und Baumaschinenmechatroniker Deutschlands. Hoffentlich bleiben Sie diesem Beruf treu, bilden sich weiter und geben Ihr Wissen irgendwann auch an den Nachwuchs weiter“, so Stenglein.

Hans Schmidt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, appellierte an die Teilnehmer, sich als Botschafter des Handwerks zu betrachten. „Aktuell steigt zwar das Ansehen des Handwerks in der Gesellschaft und die Ausbildungssituation entwickelt sich positiv – trotzdem brauchen wir dringend junge Leute wie Sie, mit viel Kopf, Hand und vor allem dem Herzen am rechten Fleck.“

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