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Bundesverdienstkreuz für Martin Richenhagen

von , am
25.09.2017

Der in den USA lebende Martin Richenhagen wurde mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Martin_Richenhagen
© Werkbild

Seit 2004 steht Martin Richenhagen an der Spitze des Landmaschinenkonzerns AGCO, hinter US-Riese John Deere zweitgrößter Traktorenhersteller. Fast zwei Dutzend Traktorenmarken beherbergt der Konzern, in Deutschland am bekanntesten ist wohl die Marke Fendt. Richenhagens Werdegang war alles andere als vorgezeichnet. 1952 in Köln geboren, studierte er Theologie, Philosophie und Romanistik in Bonn.
Daraufhin arbeitete er als Lehrer an einem Gymnasium und leitete noch nebenbei einen Reitstall.
Jürgen Thuman bot Richenhagen einen Job in seinem Unternehmen an, parallel dazu das berufsbegleitende Studium der Betriebswirtschaft. Berufsstationen vor AGCO waren Hille & Müller Stahl, Schindler, Landmaschinenhersteller Claas bis zum Vorstandssitz der Schweizer Fobro International. 2004 folgte der Umzug nach Duluth nahe Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. Seit dem ist der heute 65-Jährige nicht nur Chairman und CEO von AGCO, ausgezeichnet wurde er vor allem für seine Verdienste um die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Unter anderem bewirkte Richenhagen, dass sich die damals noch drei deutsch-amerikanischen Handelskammern in Chicago, Atlanta und New York zu einer deutsch-amerikanischen Außenhandelskammer zusammenschlossen. Wittig nannte Richenhagen als einen „echten Transatlantiker“, der viele Jahre das Gesicht der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen war. „Sie sind ein leidenschaftlicher Brückenbauer zwischen Deutschland und den USA. Die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz ist längst überfällig.“ Seit 2010 ist die AGCO-Tochtergesellschaft Fendt Haupt-sponsor der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. 2016 wurde die Zusammenarbeit auf zehn weitere Jahre besiegelt. Auch wenn Martin Richenhagen mit seinen 65 Jahren scheinbar alles erreicht hat, kommt der Ruhestand für ihn noch nicht in Frage. Erst vor Kurzem verlängerte er seinen Vertrag bis 2020. Bis dahin will er mit AGCO die Nummer eins unter den Traktorenherstellern werden, und einen Nachfolger finden.

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