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Case IH: Neues Pilotprojekt zur autonomen Landtechnik

Case IH – Autonome Landtechnik
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
22.03.2018

Seit 1995 ist Case IH mit seinen Advanced Farming Systems AFS Anbieter von Precision Farming Anwendungen.
Mit dem 2016 vorgestellten Autonomen Fahrzeugkonzept (Autonomous Vehicle Concept, AVC) hat Case IH klar Position bezogen: Präzisionslandwirtschaft und autonome Technologien werden im land- wirtschaftlichen Alltag immer wichtiger und das nicht nur bei großen Anbauflächen.

Schon heute gibt es auch in Mitteleuropa großen Bedarf an autonomen Einsatzbereichen, beispielsweise im Gemüseanbau. Deshalb wurden jetzt fünf Entwicklungsstufen für autonome Technologien im Agrarbereich definiert, die intensiv auf Praxisbetrieben erprobt werden. Es geht darum, „technische Visionen“ schrittweise in alltagstaugliche Lösungen zu überführen. Case IH greift dazu Neuentwicklungen ebenso auf wie die Anregungen aus zahlreichen Kundengesprächen. Das Ziel lautet, hocheffiziente und auf den Nutzer zugeschnittene Technologien für die Landwirtschaft von heute und morgen zu entwickeln.

Fünf Stufen der Automatisierung

In umfangreichen Studien hat Case IH Kundenwünsche zur Präzisionslandwirtschaft untersucht. Auf dieser Basis wurden fünf Stufen beziehungsweise Kategorien von Feldfunktionen für die Automatisierung definiert, zu denen jeweils typische Aufgaben gehören. Die Kategorien umfassen

  1. Lenksysteme (den Anwender unterstützende Maschinenführung)
  2. Koordination & Optimierung (vom Mähdrescher gesteuerte Überladefahrzeuge oder automatische Einstellungsprozesse des Druschsystems)
  3. bedienergestützte Automatisierung (vollständig ferngesteuerte Folgemaschinen, mit einer vom Anwender gesteuerten Leitmaschine)
  4. überwachte Autonomie mit entsprechenden hydraulischen Synchronisationsfunktionen (Anwender befindet sich nicht mehr im Fahrzeug) sowie
  5. vollständige Autonomie von einer oder mehreren Fahrzeugen (Maschinen bewegen sich selbstständig an Bestimmungsort und führen die entsprechende Maßnahme durch).

„Nicht alle landwirtschaftlichen Betriebe werden das gleiche Maß an Automatisierung benötigen. Mit unseren Kategorien können wir aber die Bedeutung aufzeigen, die automatischen oder autonomen Prozessen künftig zukommen wird. Und wir können zeigen, wie die schon heute von unseren Kunden genutzten Lösungen der Präzisionslandwirtschaft morgen ergänzt werden können“, sagt Robert Zemenchik, AFS Global Product Manager von Case IH.

Die fünf Kategorien stehen für Robert Zemenchik und seine Kollegen allerdings nicht für eine feste Abfolge von Entwicklungsschritten: „Die technische Ausstattung von Landmaschinen auf einem Betrieb kann durchaus in mehrere Kategorien fallen. Viele unserer Kunden arbeiten bereits heute mit Lenksystemen und/oder nutzen die bedienergestützte Automatisierung. Aber nicht jede Maschine muss über alle Möglichkeiten verfügen. Interessant sind die Effizienzgewinne, die mit automatisierten oder vollständig autonomen Systemen zusätzlich erreichbar sind“, ist Zemenchik überzeugt.

 

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